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Edelmetalle auf Jahrestief


08.08.2018 - 14:05:00 Uhr
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Im Juli tendierte der gesamte Rohstoffsektor abwärts, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Gold habe 2,3 Prozent verloren und den Monat bei 1220 US-Dollar pro Feinunze auf einem Jahrestief beendet. Damit habe Gold seit April rund 12 Prozent eingebüßt. "Der Preis am Goldmarkt wird durch Spekulanten an den Terminbörsen dominiert und diese setzen zurzeit auf weiter fallende Preise. Nach einem schwachen ersten Halbjahr steigt die Nachfrage nach physischem Gold seit Anfang Juli aber sprunghaft an. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass diese Diskrepanz eine gewisse Zeit Bestand haben kann", sage Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. Auch Silber habe ein zwischenzeitliches Jahrestief hinnehmen müssen. Das weiße Metall habe sich auf Monatssicht um 3,7 Prozent nach unten entwickelt und den Juli mit 15,52 USD abgeschlossen.


Der vergangene Monat habe für Platin und Palladium keine Trendumkehr gebracht, wodurch beide Industriemetalle erneut im Minus geschlossen hätten. Palladium sei zwischenzeitlich auf ein Jahrestief unter die Marke von 900 USD gerutscht und habe den Monat schließlich bei 932 USD beendet, was -2,3 Prozent entspreche. Platin habe ein Monatsminus von 1,4 Prozent verbucht und sei auf 840 USD gesunken. So niedrig habe Platin zuletzt im Oktober 2008 notiert. "In der Entwicklung beider Metalle wird deutlich, dass der Markt nach wie vor mit Überkapazitäten zu kämpfen hat. Vor allem südafrikanische Produzenten bewegen sich immer dichter an der Profitabilitätsgrenze und haben bereits Förderungskürzungen angekündigt. Das könnte sich dann wieder positiv auf die Preise auswirken", sage Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften hätten einen unspektakulären Monat erlebt und leichte Verluste verzeichnet. "In den letzten Monaten hatten Minenaktien eine gewisse relative Stärke gegenüber den physischen Edelmetallen aufgebaut. Im Juli wurde diese Entwicklung vorerst gestoppt", sage Siegel.

Auch die Basismetalle seien vom Abwärtstrend im Juli erfasst worden. Zink (-7,9 Prozent), Aluminium (-2,4 Prozent), Kupfer (-5,2 Prozent) und Nickel (-7,1 Prozent) hätten Verluste hinnehmen müssen. Monatsverlierer sei Blei (-11,0 Prozent) gewesen. "Der Rückgang bei den Basismetallen ist umso bemerkenswerter, als dass die Weltkonjunktur prinzipiell robust wirkt. Anleger sollten in der nächsten Zeit aufmerksam beobachten, ob es sich dabei um mehr als nur einen kurzfristigen Einbruch handelt", sage Siegel.

Brent-Öl habe sich zuletzt wieder von der psychologisch wichtigen Marke um 80 USD pro Barrel entfernt und den Juli bei 74,25 USD beendet. Das entspreche einem Monatsminus von 6,5 Prozent. "Öl tendierte im Juli analog zu den Basismetallen ebenfalls abwärts. Das ist zunächst nicht bedenklich. Sollten aber beide über mehrere Monate signifikant zurückgehen, könnte das auf eine schlechtere Lage der globalen Konjunktur hindeuten", sage Siegel abschließend. (Ausgabe vom 07.08.2018) (08.08.2018/ac/a/m)





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