Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
 Rohstoffe
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Gold: Anhaltende Niedrigzinswelt stellt guten Nährboden für anhaltend hohe Preise dar


13.11.2019 - 13:50:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Ungeachtet des fortwährenden Anstiegs der weltweiten Bestände von physisch hinterlegten Goldfonds atmete der Goldpreis (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) in jüngster Zeit mit den US-Zinsen, so die Analysten der DekaBank.

Der Rückgang der Treasury-Renditen Ende Oktober habe der Goldnotierung zum Höhenflug verholfen, der folgende Anstieg Anfang November habe dagegen für einen Goldpreisrückgang gesorgt. Letzterer sei verstärkt worden durch die guten Nachrichten einerseits von den weltweiten Stimmungsindikatoren, die sich stabilisiert hätten, andererseits von der Hoffnung, die bezüglich des Handelskonflikts aufgekeimt sei. Abgesehen hiervon würden die jüngsten Daten zum globalen Goldmarkt im dritten Quartal erwartungsgemäß zeigen, dass die Schmucknachfrage in China und Indien unter dem hohen Goldpreis leide, während das Angebot aus Altgold hierdurch beflügelt werde. Alles in allem würden die Analysten bei seiner Einschätzung bleiben, dass die anhaltende Niedrigzinswelt mit immer wieder aufflackernden geopolitischen Risiken einen guten Nährboden für anhaltend hohe Goldpreise darstelle.

Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten oft stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. In Zeiten ohne akute Krisen werde der Goldpreis vor allem vom Zinsniveau in den USA beeinflusst. So dürfte der Goldpreis im Prognosezeitraum von der erneut expansiveren Geldpolitik profitieren: Die US-FED und die Europäische Zentralbank hätten in der ersten Jahreshälfte 2019 den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik aufgegeben und seit der Jahresmitte 2019 wieder angefangen, aufs geldpolitische Gaspedal zu treten und die Zinsen zu senken. Hiervon profitiere der Goldpreis, denn die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung sinken würden.

Die Bedeutung von Gold zur Diversifizierung unterstreiche auch die Beendigung des Goldabkommens (Central Bank Gold Agreement), mit der nun weltweit 22 Notenbanken die Absicht bekräftigen würden, in Zukunft keine nennenswerten Goldmengen mehr zu verkaufen. D.h. auch Zentralbanken würden Gold als wesentlichen Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios sehen. Mittelfristig dürfte sich Gold unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht nachhaltig verbilligen. Auf lange Sicht würden die Analysten dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zutrauen. Zu beachten sei, dass die politische Unsicherheit aufgrund der Handelskonflikte und der Abschwächung der Weltwirtschaft bis auf Weiteres vergleichsweise hoch bleibe, was jederzeit für stärkere Preisschwankungen sorgen könne. (Ausgabe November/ Dezember 2019) (13.11.2019/ac/a/m)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 2007 - 2020 rohstoffecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG