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Goldpreis geht ein wenig die Puste aus


10.12.2019 - 16:25:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dem Goldpreis (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) geht zurzeit ein wenig die Puste aus, so die Analysten der DekaBank.

Die großen Notenbanken wie die US-FED oder die Europäische Zentralbank seien mit ihren Lockerungsmaßnahmen erstmal durch, weitere würden auf absehbare Zeit nicht folgen. So dürften auch die Renditen die Talsohle durchschritten haben. Nachhaltige und nennenswerte Renditerückgänge würden die Analysten deshalb weder für die USA noch für Euroland erwarten. Andererseits würden sie auch nicht mit stark steigenden Renditen rechnen, denn die Inflationserwartungen würden durch die weltwirtschaftliche Wachstumsverlangsamung gebremst. So dürfte sich der Goldpreis im kommenden Jahr auf seinem hohen Niveau halten. Angesicht der weiter schwelenden Risiken, ausgehend insbesondere von den Handelskonflikten, sei eine leichte Verteuerung von Gold im Jahr 2020 zwar vorstellbar. Einen weiteren starken Anstieg so wie in diesem Jahr würden die Analysten jedoch für wenig wahrscheinlich halten.

Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten oft stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. In Zeiten ohne akute Krisen werde der Goldpreis vor allem vom Zinsniveau in den USA beeinflusst. Die US-FED und auch die Europäische Zentralbank hätten zur Jahresmitte 2019 ihren Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik abgesagt und seien erneut in den expansiven Modus gewechselt. Allerdings würden die Analysten damit rechnen, dass im Prognosezeitraum keine weiteren expansiven Maßnahmen seitens der Notenbanken mehr ergriffen würden. So dürfte der Goldpreis - im Gegensatz zu 2019 - im Jahr 2020 keinen Schub mehr von dieser Seite erhalten. Das risikolose Zinsniveau, also die Opportunitätskosten der zinslosen Goldhaltung, bleibe allerdings niedrig. Dies spreche für anhaltend hohe Goldpreise. Zu beachten sei allerdings, dass die politische Unsicherheit aufgrund der Handelskonflikte und der Abschwächung der Weltwirtschaft bis auf Weiteres vergleichsweise hoch bleibe, was jederzeit für stärkere Preisschwankungen sorgen könne.

Mittelfristig dürfte sich Gold unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht nachhaltig verbilligen. Auf lange Sicht trauen die Analysten der DekaBank dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zu. (Ausgabe Dezember 2019 / Januar 2020) (10.12.2019/ac/a/m)




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