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Was kann Gold eigentlich (nicht)?


20.02.2020 - 12:45:00 Uhr
Grüner Fisher Investments

Rodenbach (www.aktiencheck.de) - Nein, zur Abwechslung geht es heute nicht um die Aktienmärkte, so die Experten von Grüner Fisher Investments.

Auch die US-Indices und mittlerweile der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) würden zuverlässig neue Rekordmarken setzen, was im intakten Bullenmarkt jedoch mehr eine angenehme Begleiterscheinung als eine Überraschung darstellen sollte. Es gehe um ein Allzeithoch im Jahr 2020, das erst auf den zweiten Blick ersichtlich werde: Gold!


Im September 2011, zum vorläufigen Höhepunkt der Eurokrise, habe der Goldpreis (ISIN XC0009655157/ WKN 965515) ein Allzeithoch von 1.921 US-Dollar pro Feinunze erreicht. Der anschließende Bärenmarkt habe Gold in Richtung 1.000 US-Dollar stürzen lassen, nach einer längeren Konsolidierungsphase sei nun 2020 im Rahmen der jüngsten Aufwärtsbewegung die Marke von 1.600 US-Dollar erneut geknackt worden. Das Allzeithoch existiere aber erst dann, wenn man die Euro-Brille aufsetze: Durch die günstige EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275)-Entwicklung stelle die heutige Marke von knapp 1.500 Euro einen neuen Spitzenwert dar. Eine gute Gelegenheit für Anleger, die Vor- und Nachteile eines Goldinvestments zu beleuchten und zwischen Fakten und falschen Mythen zu unterscheiden.

Um Erklärungen für kurzfristige Preisschwankungen seien die Finanzmedien noch nie verlegen gewesen. Die Angst vor der Ausbreitung des Coronavirus werde oft als jüngste Unterstützung für einen steigenden Goldpreis genannt. Der Begriff "sicherer Hafen" sei immer schnell zur Hand, wenn eine Schwächephase der Weltwirtschaft vermutet werde. Die wirklichen Vorteile einer Anlageklasse sollten jedoch nicht ausschließlich über die Nachteile alternativer Anlagemöglichkeiten definiert werden. Eine isolierte Betrachtung für Gold zeige: Es sei ein Rohstoff. Damit stelle Gold für Anleger, die sich auf Aktien, Anleihen und Liquidität konzentrieren würden, definitiv eine sinnvolle Erweiterung des Anlagespektrums dar. Darüber hinaus gebe es allerdings zahlreiche Eigenschaften, die ein Rohstoff nicht erfüllen könne.

Gold stelle keine wirksame Absicherung gegen Aktienmarktvolatilität dar. In den negativen Aktienjahren der letzten 40 Jahre habe der Goldpreis "nur" eine ausgeglichene Bilanz erreicht. Ebenso würden die Meinungen auseinander gehen, welche "Schutzfunktion" Gold im Zusammenhang mit der Zinsentwicklung darstelle. Profitiere Gold nun von niedrigen Zinsen, weil festverzinsliche Anlagen ein wesentliches Kaufargument verlieren würden und Gold an relativer Attraktivität gewinne? Oder seien Anleger in einem inflationären Umfeld gut mit Gold beraten, in dem die FED wahrscheinlich die kurzfristigen Zinsen erhöhen würde? Ebenso sei im Zusammenhang mit Währungen die Argumentation stark abhängig von der Perspektive. Für die Amerikaner gelte Gold als Schutz gegen eine schwache Heimatwährung, für viele Euro-Investoren ebenfalls. Das Währungspaar EUR/USD habe somit einen schwierigen Job, es allen Anlegern recht zu machen. Am Ende seien die Daten in vielerlei Hinsicht einfach nicht belastbar genug, um die zahlreichen Mythen zu bestätigen, die Gold umgeben.

Im Grunde spreche zwar nichts gegen Goldinvestments, im Gegenzug seien viele Kaufargumente allerdings nicht stichhaltig. Gold sei ein Rohstoff, dessen langfristige Werthaltigkeit unbestritten sei - wie stark Gold im Gesamtportfolio eines Anlegers im Fokus stehe, sei und bleibe eine individuelle Entscheidung. Wichtig für Anleger sei nur, diese Entscheidung ohne jegliche Emotionalität zu treffen. Denn Emotionen seien schon immer ein schlechter Ratgeber gewesen, wenn es um die langfristig erfolgreiche Geldanlage gehe. (20.02.2020/ac/a/m)






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