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Rohölpreis auf höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen


16.05.2018 - 15:31:50 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nachdem US-Präsident Trump verkündet hat, dass die USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran aussteigen, ist der Rohölpreis auf den höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen, so die Analysten der DekaBank.

Die Angst sei groß, dass kurzfristig ein Teil des iranischen Rohöls wegfallen könnte. Lange Zeit sei die Welt in Rohöl geschwommen, und jetzt könnte der Rohstoff schneller knapp werden, als man gedacht habe. Die Nachfrage nach Rohöl gehe nicht zuletzt wegen des Großverbrauchers China stetig nach oben. Das Angebot komme der Nachfrageentwicklung nicht mehr hinterher. Zwar steige die Rohölförderung in den USA kräftig, doch dafür sinke die venezolanische Produktion in fast dem gleichen Ausmaß. Die OPEC habe durchaus noch freie Kapazitäten. Ob jedoch Saudi-Arabien tatsächlich willens sei, seine Produktion schnell wieder auszuweiten, sei alles andere als sicher. Angesichts der jüngsten Entwicklung hätten die Analysten ihre Ölpreisprognosen nach oben genommen.

Um das bis vor nicht allzu langer Zeit noch bestehende Überangebot an Rohöl abzubauen, hätten sich die OPEC-Mitglieder und einige Nicht-OPEC-Länder darauf geeinigt, von Januar 2017 bis Ende 2018 ihre Ölförderung zu drosseln. Aufgrund der krisenbedingten Minderproduktion in Venezuela werde die vereinbarte OPEC-Förderobergrenze inzwischen sogar deutlich unterschritten. Dies habe dazu geführt, dass die globale Ölproduktion trotz der kräftigen Steigerung der US-Ölförderung weniger stark zunehme als die weltweite Rohölnachfrage. Das heiße, die Zunahme der weltweiten Ölnachfrage könne nicht mehr komplett durch die Mehrproduktion der USA aufgefangen werden. Sollte infolge des Ausstiegs der USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran von dort deutlich weniger Rohöl auf den Markt kommen, könnte für einige Zeit das Angebot knapper werden. Mittelfristig werde die OPEC- und US-Produktion wohl infolge der höheren Ölpreise deutlich steigen. Der Rohölpreis dürfte bis Ende 2019 über 60 US-Dollar bleiben. (Ausgabe Mai/Juni) (16.05.2018/ac/a/m)




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