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LBBW Rohstoffe 1 R-Fonds: 06/2018-Bericht, Wertverlust von 1,8% - Fondsanalyse


13.07.2018 - 11:48:48 Uhr
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des LBBW Rohstoffe 1 (ISIN DE000A0NAUG6/ WKN A0NAUG) ist es, den Anteilseignern einen Ertrag zukommen zu lassen, der an die Wertentwicklung des LBBW TOP-10-ROHSTOFF-INDEX ER gekoppelt ist, so die Experten von LBBW Asset Management.

In Bezug auf die Rohstoff-Erträge schließe der Fonds daher Swaps auf den LBBW TOP-10-ROHSTOFF-INDEX ER ab. Der Index enthalte zehn Rohstoffe aus den Sektoren Energie sowie Edel- und Basismetalle. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft nicht berücksichtigt. Die Rohstoffe würden im vierteljährigen Rhythmus überprüft, gegebenenfalls ausgetauscht und mit jeweils 10% gewichtet. Bevorzugt würden dabei Rohstoffe mit einer attraktiven Terminkurve (positive Rollrendite).

Im Juni habe der Rohstoffmarkt in seiner Gesamtheit seitwärts tendiert, wobei die einzelnen Sektoren deutliche Unterschiede zueinander aufgewiesen hätten. Dies habe insbesondere daraus resultiert, dass jedem Sektor seine speziellen, fundamental getriebenen Kräfte zugrunde gelegen hätten.

Die Edelmetalle hätten im vergangenen Monat die geringste Schwankungsintensität unter den Rohstoffen aufgewiesen. Mit einer Volatilität von grob 9,5% auf Monatssicht befinde sich die Risikokennziffer, die eben diese Schwankungsintensität messe, auf einem historisch relativ niedrigen Stand. Auch der Preistrend im Edelmetallsektor habe sich auf Monatssicht leicht abwärts gerichtet gezeigt. Trotz des drohenden Handelskonflikts und der Sanktionen seitens der USA, Chinas und Europas hätten die Edelmetalle im Juni, gemessen am zugehörigen Bloomberg-Subindex, 3,4 Prozentpunkte abgeben müssen. Generell sollte die Unsicherheit, die durch ein solches Szenario Einzug in den Markt halte, zu festeren Preisen bei Gold und dessen Substituten führen.

Auf die Industriemetalle habe die politische Entwicklung rund um die Sanktionierung des globalen Handels deutlich stärkere Auswirkungen gehabt als auf die Edelmetalle. Nachdem US-Präsident Trump am 15. Juni Importzölle auf chinesische Produkte im Wert von 50 Milliarden US-Dollar bewilligt habe, hätten die Chinesen prompt mit eigenen Strafzöllen reagiert. Auch die EU sei in diesem Handelskonflikt nicht ungeschoren davon gekommen, wenn auch die Umfänge der europäischen Sanktionierung deutlich geringer ausgefallen seien als zwischen China und den USA. Die Industriemetalle hätten in diesem unsicheren Umfeld deutlich nachgeben müssen, da viele Investoren es vorzogen hätten, ihr Risiko zu reduzieren. Gemessen am Bloomberg-Subindex für Industriemetalle, der einen Querschnitt durch diesen Sektor liefere, hätten die Metalle nach einer starken Auftaktwoche insgesamt rund 9% nachgegeben.


Bei den Energieträgern habe im Juni das offizielle OPEC-Treffen in Wien im Vordergrund gestanden. Infolge des in den letzten Monaten relativ stark gestiegenen Ölpreises seien Rufe seitens Donald Trumps laut geworden, die OPEC solle ihre Förderquoten adjustieren und auf das, im aktuell gültigen Abkommen, vereinbarte Maß anheben.

Die OPEC und Russland hätten sich im vergangenen Jahr auf eine Selbstbeschränkung in der Rohölförderung geeinigt. Durch Ausfälle in Venezuela aufgrund der kritischen Haushaltslage und eine Übererfüllung der Selbstbeschränkung seitens einzelner OPEC-Mitglieder, sowie wegen der von den USA verhängten Sanktionen gegen iranisches Öl sei zeitweise vom Kapitalmarkt eine defizitäre Angebotslage erwartet worden, die dem Ölpreis deutlich Auftrieb verliehen habe. Im Sinne der Preisstabilität sei dann auf der Sitzung Ende Juni von der OPEC und Russland eine Erhöhung des aktuellen Öl-Outputs um 1 Mio. Barrel pro Tag beschlossen worden.

Nach der offiziellen Bekanntgabe hätten die bis dahin konsolidierenden Ölpreise in den USA und Europa wieder angezogen, da dies im Großen und Ganzen der Erwartung vieler Marktteilnehmer entsprochen habe und nun die Unsicherheit entfallen sei. Den größeren Mehrwert habe im Nachgang zur Entscheidung die amerikanische Rohölsorte WTI geliefert, die deutlich gegenüber der vorher stärkeren europäisch-arabischen Sorte Brent habe aufholen können. Die Preisdifferenz sei von zeitweise rund 11 US-Dollar auf ca. 5 US-Dollar geschrumpft.

Der LBBW Rohstoffe 1 R habe im Monatsverlauf -1,8% abgeben müssen. Die besten Performancebeiträge hätten im Juni erneut die Energierohstoffe im Portfolio geliefert. Während die in Europa verbreitete Rohölsorte Brent im Berichtszeitraum um 2,1% zugelegt habe, habe die amerikanische Sorte WTI sogar ganze 3,6% gewinnen können. Für Schwäche hätten diesmal die Basismetalle gesorgt, allen voran Zink, das 8,9% habe einbüßen müssen. Das Vergleichsvermögen, der Bloomberg Commodity Index ex Agriculture & Livestock, habe im Juni -0,9% verloren.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe sein Portfolio turnusgemäß Mitte April gerollt. Dabei sei es im Vergleich zum ersten Quartal 2018 zu drei Änderungen gekommen. Benzin, Aluminium und Palladium seien neu in den Index eingetreten und hätten Heizöl, Kupfer und Platin verdrängt. Die Indexplatzierung setze sich für das aktuelle Rollquartal aus Benzin, Rohöl (WTI), Rohöl (Brent), Gasöl, Aluminium, Zink, Zinn, Blei, Gold und Palladium zusammen. Keine Berücksichtigung fänden bis Juli Heizöl, Erdgas, Kupfer, Silber, Platin und Nickel. Der nächste Rolltermin sei für den 11. Juli vorgesehen gewesen. (Stand vom 29.06.2018) (13.07.2018/fc/a/f)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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