Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
 Rohstoffe
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Wave XXL-Optionsscheine auf Öl: Lässt Katars OPEC-Austritt die Rohölmärkte kalt? Optionsscheineanalyse


06.12.2018 - 10:30:00 Uhr
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT94JD7/ WKN DT94JD) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS85YC8/ WKN DS85YC) der Deutschen Bank auf Öl vor.

Nach 57 Jahren verlasse das Emirat Katar die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). So ungewöhnlich dieser Schritt auch erscheinen mag, sind es derzeit möglicherweise andere Entwicklungen, die die Rohölpreise entscheidend beeinflussen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank.

Nachdem die Ölnotierungen Anfang Oktober auf ein neues Vierjahreshoch geklettert seien, sei der Preis regelrecht abgestürzt. Am Rohstoffmarkt hätten sich genauso wie an den Aktienbörsen Sorgen breitgemacht, dass sich die weltweite Konjunktur abkühlen könnte. Noch immer gelte Öl als Schmiermittel der Weltwirtschaft. Eine schwächere Konjunktur würde dementsprechend eine geringere Nachfrage nach sich ziehen. Und dies ausgerechnet in einer Zeit, in der das Angebot steige. Es werde sogar von einer Ölschwemme gesprochen.

Am 26. November habe Bloomberg berichtet, dass Saudi-Arabien die tägliche Ölproduktion im November auf einen Rekordwert von 11,2 Millionen Barrel hochgeschraubt hätte. Auch andere wichtige Ölförderer wie Russland hätten zuletzt ihre Ausbringungsmenge erhöht. Zudem seien die US-Öllagerbestände angestiegen, was eine geringe Nachfrage oder ein überhöhtes Angebot impliziere. Allerdings könnte der am 30. November und 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires abgehaltene G20-Gipfel für eine Preiswende gesorgt haben, nachdem sich die Rohölnotierungen in den Tagen vor dem Zusammentreffen der Staatschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer stabilisiert hätten.


Ein Ergebnis des G20-Gipfels sei die Einigung zwischen China und den USA, sich in den kommenden Monaten nicht mit weiteren Strafzöllen zu überziehen, während gleichzeitig an einer Lösung des Handelsstreits gearbeitet werde. Ein Ende des Handelsstreits könnte die weltweiten Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung lindern. Außerdem scheinen Saudi-Arabien, als wichtigster Vertreter der OPEC, und Russland gewillt zu sein, weiter gemeinsam gegen in ihren Augen zu niedrige Rohölpreise vorzugehen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Auch dies sei im Rahmen des G20-Gipfels deutlich geworden.

Zudem könnte es der Austritt Katars aus der OPEC Saudi-Arabien noch leichter machen, die restlichen Mitglieder auf Linie zu bringen und weitere Förderkürzungen durchzusetzen. Am 3. Dezember habe Katars Energieminister Saad al-Kaabi auf einer Pressekonferenz den Rückzug zum 1. Januar 2019 angekündigt und die Konzentration seines Landes auf die Gasproduktion als einen der Gründe angeführt.

Der Austritt Katars sei jedoch nicht die einzige wichtige Nachricht im Rohstoffbereich in dieser Woche gewesen. Während Marktteilnehmer nach dem G20-Gipfel auch noch das OPEC-Treffen im Blick hätten haben müssen, habe die Premierministerin der kanadischen Provinz Alberta, Rachel Notley, am 2. Dezember mitgeteilt, dass die Provinz ihre Produktion von Rohöl und Bitumen ab Januar um etwa 325.000 Barrel pro Tag senken möchte, bis die Lagerüberschüsse abgebaut seien.

Die Ölpreise hätten in den vergangenen Wochen einen regelrechten Absturz erlebt. Sowohl die US-Sorte WTI als auch die Nordseesorte Brent seien dabei in einen Bärenmarkt eingetreten. Mittelfristig könnte diese Schwäche anhalten, da sich der weltweite Konjunkturboom einem Ende nähern könnte. Kurzfristig könnte sich jedoch unter anderem aufgrund der Ergebnisse des G20-Gipfels und einiger anderer wichtiger Entwicklungen eine Wende abzeichnen.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,04, die Knock-Out-Schwelle bei 33,5800 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,02; Knock-Out-Schwelle bei 74,2900 US-Dollar) auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen. (Stand vom 03.12.2018) (06.12.2018/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken Artikel versenden Artikel versenden
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 2007 - 2018 rohstoffecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG