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Mini-Future Long auf Brent: Ist der Boden erreicht? - Optionsscheineanalyse


06.12.2018 - 09:30:00 Uhr
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt einen Mini-Future Long (ISIN DE000DD8L623/ WKN DD8L62) auf den Brent Crude Future-Kontrakt vor.

Die Ölpreisnotierungen hätten sich in den vergangenen Wochen erneut unter Druck gezeigt. Als Belastungsfaktoren hätten sich vor allem die weiter steigenden Öllagerbestände in den USA erwiesen, die auf eine rückläufige Nachfrage auf dem wichtigen US-Markt hindeuten würden. Zuletzt sei hier erneut mit einem deutlichen Plus von 3,6 Millionen Barrel ein unerwartet deutlicher Lageraufbau ausgewiesen worden, während Marktbeobachter im Vorfeld von einem Rückgang ausgegangen gewesen seien. Zugleich habe die Ölproduktion mit knapp 11,3 Millionen Barrel erneut einen Höchstwert markiert. Auch die OPEC habe sich zuletzt verhalten zur weiteren Entwicklung der globalen Ölnachfrage vor allem in den Emerging Markets zu Wort gemeldet und die entsprechende Prognose für das kommende Jahr nach unten revidiert.

Für Hoffnung bei den Ölbullen habe zuletzt die im Rahmen des G20-Gipfels verlautbarte Erklärung gesorgt, wonach sich Saudi-Arabien und Russland zu Stützungsmaßnahmen für den zuletzt deutlich unter Druck geratenen Ölpreis bereit erklärt hätten. Im Rahmen eines Treffens am Rande des G20-Gipfels hätten sich der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman und der russische Ministerpräsident Putin entsprechend geäußert und eine Neuauflage der Förderkürzungsmaßnahmen in Aussicht gestellt. Eine entsprechende Vereinbarung könnte im Rahmen des am 6. Dezember stattfindenden OPEC-Meetings in Wien erfolgen. Allerdings hätten die beiden Staatschefs bis auf eine unverbindliche Absichtserklärung keine konkreten Details über Umfang und Zeitraum der neuen Vereinbarung genannt.


Marktbeobachter würden es für wenig wahrscheinlich halten, dass Russland und der führende OPEC-Produzent Saudi-Arabien den Großteil der geplanten Stützungsmaßnahmen alleine tragen würden. Beide Länder hätten sich im Zuge der in Kraft getretenen US-Sanktionen gegen den Iran zu einer Ausweitung der Ölproduktion verpflichtet. Daher sei man auf die Unterstützung der übrigen OPEC-Staaten und anderer Ölförderländer angewiesen. Hier scheine sich keine breite Zustimmung für eine deutliche Einschränkung der Fördermenge abzuzeichnen, da viele OPEC-Länder angesichts klammer Staatskassen an einer hohen Ölproduktion würden festhalten wollen.

Die Reaktion auf die Ankündigung einer Erneuerung des Förderkürzungspakts zwischen der OPEC und Russland an den Terminmärkten lasse nach Meinung der Analysten darauf schließen, dass die Talfahrt bei Brent Crude Oil zunächst gestoppt sein dürfte. Vor allem die Tatsache, dass negative News-Impulse wie die erneute Rekord-Ölproduktion in den USA nicht mehr zu neuen Tiefs bei Brent geführt hätten, sei ihres Erachtens bullisch zu werten. Positive Nachrichtenimpulse wie die Ankündigung der kanadischen Provinz Alberta, die Ölproduktion um 325.000 Barrel pro Tag zurückzufahren, seien hingegen in Verbindung mit der Aussicht auf einen neuen Kürzungspakt zwischen Russland und Saudi-Arabien mit Kursaufschlägen quittiert worden.

Brent habe sich zuletzt unterhalb der Marke von 60 USD pro Barrel stabilisieren können. Dabei seien keine neuen Verlaufstiefs markiert worden, was nach Einschätzung der Analysten auf eine kurzfristige Bodenbildung hindeute. In diesem Zusammenhang biete es sich an, die bestehende Short-Position bei Brent Crude Oil auf dem aktuellen Niveau glattzustellen. Im Gegenzug biete sich ihrer Einschätzung nach bei Rücksetzern im Bereich der Marke von 62,50 USD der Aufbau von Long-Positionen an. Ein Stopp-Loss biete sich hier im Bereich der Marke von 58 USD an.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Mini-Future Long auf den Basiswert Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Basiswerts gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stünden verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel sei ein Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,673 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,667 USD. Werde die Knock-Out-Barriere berührt, komme es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals. (Ausgabe vom 05.12.2018) (06.12.2018/oc/a/r)






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