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Rohöl: Preisauftrieb hält an, USA als potenziell preislimitierender Faktor


16.04.2019 - 12:10:00 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nachdem die Ölpreise seit dem Tiefpunkt Ende Dezember bereits über ein Drittel zulegen konnten, treiben angebotsseitige Sorgen die globalen Ölnotierungen vergangenen Freitag auf ein frisches Jahreshoch bei USD 71,79 pro Barrel Brent (+2% w-o-w), so die Analysten der Nord LB.

Selbst preisbelastende Neuigkeiten um größer als erwartete US-Öllagerbestände, anziehende US-Bohraktivitäten und abgeschwächte Wachstumsaussichten in China seien aktuell nicht in der Lage den Preisauftrieb zu stoppen.


Im Rahmen der signifikanten Aufwärtsrisiken rund um die Exportentwicklungen in Libyen, Venezuela und den Iran würden einige Marktbeobachter bereits wieder Preise von USD 80 pro Barrel Brent in greifbarer Nähe sehen. Auch wenn eine völlige Einstellung der im Mai auslaufenden US-Ausnahmegenehmigungen für Importeure iranischen Öls zusammen mit einer unveränderten OPEC Förderpolitik und kriegsbedingten Ausfällen in Libyen ein entsprechendes Preispotenzial berge, würden die Analysten die Ölpreise strukturell jedoch weiterhin eher entlang der Marke von USD 70 erwarten.

Den Ölpreis-limitierenden Faktor stelle hierbei nach Einschätzung der Analysten die USA dar, welche sowohl die Zielsetzung geringerer Ölpreise verfolge, als auch über den nötigen Einfluss auf den Ölmarkt verfüge. Neben dem wieder anziehenden US-Fördermengenwachstum dürfte US-Präsident Trump im Kampf um geringere Ölpreise bereits in den kommenden Wochen den Druck auf den Verbündeten und de-facto OPEC-Führer Saudi Arabien hinsichtlich einer Förderausweitung verstärken (die OPEC entscheide am 25.-26. Juni über die kommende Förderpolitik).

Darüber hinaus sei sich die US-Regierung über das Preissteigerungspotenzial bewusst, welches bei einer völligen Abschaffung der Ausnahmegenehmigungen für Iran-Importe beim aktuell fragilen Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage inbegriffen sei. Diesbezüglich würden die Analysten eine unkoordinierte Auflösung der Ausnahmegenehmigungen ohne fixierte Förderausweitungen andernorts für unwahrscheinlich halten, womit die Aufwärtsrisiken nicht in voller Härte schlagend werden sollten. Ein erhöhtes Volatilitätsrisiko bestehe jedoch in den nächsten Wochen und Monaten fraglos. Der positive Trendkanal dürfte sich kurzfristig fortsetzen. (Ausgabe vom 15.04.2019) (16.04.2019/ac/a/m)





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