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LBBW Nachhaltigkeit Renten R-Fonds: 01/2020-Bericht, Wertzuwachs von 1,0% - Fondsanalyse


18.02.2020 - 11:30:00 Uhr
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Mehr als 50% des Vermögens des LBBW Nachhaltigkeit Renten (ISIN DE000A0X97K7/ WKN A0X97K) werden nach dem Grundsatz der Risikostreuung in Staatsanleihen (derzeit meist europäische), Pfandbriefen und Unternehmensanleihen (derzeit meist in EUR denominierte) angelegt, die nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dabei könne auch in Anleihen aus den Emerging Markets investiert werden, die nach denselben Grundsätzen ausgewählt würden. Die Auswahl der Papiere erfolge durch eine strenge Nachhaltigkeitsprüfung der sozialen und ökologischen Qualität von Unternehmen und Ländern als Kombination von Ausschlusskriterien und dem Best-in-Class-Ansatz. Die Grundlage bilde derzeit die Datenbasis der ISS ESG, einem weltweit führenden Anbieter von Nachhaltigkeitsanalysen. Beispielsweise würden Firmen ausgeschlossen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes in kontroversen Branchen wie Rüstung, Atomenergie, Alkohol oder Agrar-Gentechnologien erwirtschaften würden. Des Weiteren würden Staaten/Firmen ausgeschlossen, die gegen Menschenrechte verstoßen würden, Kinderarbeit und Korruption zulassen würden sowie Staaten im Besitz von Atomwaffen, mit hohem Anteil an Atomenergie im Energiemix, hohen Rüstungsausgaben oder negativer Klimaschutzpolitik. Danach erfolge die Anlage nach der Ausstellerqualität unter Einbeziehung des Konjunktur- und Zinsumfeldes.

Mit der Tötung des hochrangigen iranischen Offiziers Qasem Soleimani auf irakischem Gebiet hätten die USA für einen turbulenten Jahresstart an den Kapitalmärkten gesorgt. Die Gemüter hätten sich relativ schnell wieder beruhigt, bis dann das Corona-Virus in China für erneute Unruhe gesorgt habe. Die Finanzmarktakteure hätten versucht, die ökonomischen Konsequenzen einer möglichen Epidemie zu ermessen und erneut mit Verunsicherung reagiert. So habe die Mehrzahl der weltweiten Aktienindices den Januar mit einer negativen Wertentwicklung beendet, beispielweise habe der EURO STOXX 50 um 2,78% nachgegeben.


Erfreulich sei gewesen, dass dank des "Phase-1-Deals" eine weitere Eskalation des Handelskonflikts der USA mit China habe vermieden werden können. Die noch verbleibenden Themen dürften vor Abschluss eines möglichen "Phase-2-Deals" jedoch noch gewichtige Streitpunkte darstellen. Während sich die konjunkturelle Lage rund um den Globus in den vergangenen Wochen aufgehellt habe, habe hierzulande der ifo-Geschäftsklimaindex für eine gewisse Ernüchterung gesorgt. Gemäß Konsensschätzung sei ein Indexstand von 97,0 Punkten erwartet worden, der ifo-Index sei allerdings auf 95,9 Punkte zurückgefallen. Insbesondere im Dienstleistungssektor habe sich die Stimmung spürbar eingetrübt. Am letzten Tag des Monats habe Großbritannien nach 47 Jahren seine Mitgliedschaft in der Europäischen Union beendet. Sehr anspruchsvoll erscheine die nun folgende Klärung der künftigen Handelsbeziehungen zu Großbritannien bis Ende 2020.

Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen habe im Januar um mehr als 20 Basispunkte nachgegeben und im Monatsverlauf wieder die Marke von -0,40% unterschritten. Die US-Notenbank habe vorerst an ihrer abwartenden geldpolitischen Haltung festgehalten.

Den gewichtigen geopolitischen Belastungsfaktoren zum Trotz hätten Euro-Unternehmensanleihen mit ihrer Wertentwicklung insgesamt einen gelungenen Auftakt ins neue Jahr verzeichnen können. Während in den letzten Monaten des Vorjahres steigende Staatsanleihe-Renditen in der Eurozone einen Belastungsfaktor für den Gesamtertrag dargestellt hätten, habe sich dieser Effekt im Januar 2020 umgekehrt. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen guter Bonität (BBB- oder besser) abbilde, habe mit diesem Rückenwind eine Wertentwicklung von rund 1,2% erzielen können, obgleich sich die Risikoprämien nur unwesentlich verringert hätten. Damit sei der Auftakt wie im Vorjahr gut ausgefallen, nachdem die Investmentkategorie 2017 und 2018 mit einer negativen Wertentwicklung gestartet sei.

Unternehmensanleihen schwächerer Bonität (BB+ und darunter) hätten hieran nicht anknüpfen können. Allerdings sei auch hier kein Minus zu verzeichnen gewesen: Der - diese Werte abbildende - Index ICE BofAML HNE0 habe einen Gesamtertrag nahe der 0%-Marke für den Januar ausgewiesen. Im Vergleich zu den Pendants besserer Bonität seien bei den Hochzinsanleihen die Risikoprämien im Januar angestiegen, was auf den Gesamtertrag gedrückt habe. Das zuvor erreichte sehr hohe Bewertungsniveau in Verbindung mit den erwähnten Unsicherheitsfaktoren habe eine Erklärung für die schwächeren Erträge der riskanteren Papiere im Vergleich mit den bonitätsstärkeren Alternativen geboten.

Der LBBW Nachhaltigkeit Renten habe im Monat Januar erfreulich ins Jahr starten können und vor allem durch den Rückgang bei den Zinsen zugelegt. Die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer habe sich im Vergleich zum Vormonat leicht erhöht. Der Schwerpunkt der Anlagen habe im mittleren Laufzeitenband gelegen. Der Bestand an Unternehmensanleihen habe den größten Anteil am Fondsvermögen gebildet, gefolgt von Pfandbriefen. Auf Basis der Nachhaltigkeitskriterien seien im Monatsverlauf keine Verkäufe getätigt worden. (Stand vom 31.01.2020) (18.02.2020/fc/a/f)





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