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BB African Opportunities (Lux)-Fonds: 08/2020-Bericht, Performanceminus von 1,7% - Fondsanalyse


25.09.2020 - 13:00:00 Uhr
Bellevue Asset Management

Küsnacht (www.fondscheck.de) - Der BB African Opportunities (Lux)-Fonds (ISIN LU0433847240/ WKN A0RP3D, EUR B) hat zum Ziel, ein langfristig attraktives und kompetitives Kapitalwachstum zu erwirtschaften, so die Experten der Bellevue Asset Management AG.

Er eigne sich daher besonders für Investoren mit einem Anlagehorizont von mindestens fünf bis sieben Jahren, die ihr Portfolio durch Anlagen in Aktien in aufstrebenden Schwellenländern diversifizieren wollten. Der Fonds weise die für Schwellenländer-Aktien typischen Anlagerisiken auf.

Der Fonds investiere vorwiegend in börsennotierte Unternehmen in den aufstrebenden Ländern Afrikas. Es seien insbesondere Länder Nordafrikas und der Sub-Sahara, die von zunehmendem Strukturwandel, Wirtschaftsreformen, Infrastrukturinvestitionen und hohen Rohstoffvorkommen profitieren würden. Der Fonds investiere aber auch in attraktive Anlageopportunitäten in Südafrika. Erfahrene Schwellenländerspezialisten, die mitunter selbst aus der Region stammen würden, würden auf profitable groß- und mittelkapitalisierte Unternehmen fokussieren, die von der starken Wachstumsdynamik der Region in besonderem Masse profitieren würden. Mittels eines fundamentalen Bottom-up und Top-down-Ansatzes würden die Spezialisten die attraktivsten Unternehmen auswählen und aus 50 bis 70 Titeln ein über Länder und Sektoren breit diversifiziertes Portfolio konstruieren.

Daten der Johns Hopkins University zufolge sei die Zahl aktiver COVID-19-Fälle in Afrika erstmals seit Ausbruch des Virus von über 330.000 Personen Ende Juli auf 240.000 im August gesunken. Getrieben worden sei diese Trendumkehr durch einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen und eine höhere Genesungsrate in Südafrika und Ägypten. Gestiegen sei die Zahl der Neuinfizierten jedoch in einigen anderen Ländern wie etwa Äthiopien, das Ägypten als Land mit den zweitmeisten Infektionsfällen in Afrika überholt habe, oder Marokko, das wieder Lockdown-Maßnahmen eingeführt habe.

Kaum zwei Monate nach Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs verzeichne der ägyptische Tourismussektor ermutigende Anzeichen einer Wiederbelebung. Die Auslastung bedeutender Resorts am Roten Meer sei auf 20 bis 40% nach fast 0% im Q2 2020 gestiegen. Auch einige andere Branchen hätten sich von ihrer coronabedingten Flaute erholt. Der PMI des Landes für Juli sei auf ein Einjahreshoch von 49,6 Zählern geklettert, was darauf hindeute, dass sich die Wirtschaft wieder der Wachstumszone nähere. Die Kerninflation habe im Juli ein Rekordtief von 0,7% (YOY) erreicht, während die Headline-Inflation mit 4,2% deutlich unter dem Jahresendziel der Notenbank von 9% +/-3% gelegen habe. Die CBE habe ihren Leitzins die vierte Sitzung in Folge unverändert beibehalten. Dies und der Rückgang der Inflation hätten dazu geführt, dass die ägyptischen Realrenditen zu den höchsten im Schwellenländerbereich zählen würden. Der EGX 30 habe 7,2% (MOM) zugelegt, da die stärkere Aktiennachfrage seitens lokaler Anleger die Nettoverkäufe ausländischer Investoren aufgewogen habe.

In Tunesien sei dem neu ernannten Premierminister die Bildung einer neuen Regierung innerhalb der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Frist gelungen. Er werde nun einem fragmentierten Parlament die Vertrauensfrage stellen. Der Aktienmarkt habe 2,8% (MOM) fester geschlossen.


In Marokko habe die Regierung ein Wiederaufbauprogramm zur Unterstützung der durch Corona gebeutelten Wirtschaft in Höhe von USD 13 Mrd. präsentiert, was in etwa 12% des BIP entspreche. Der Aktienindex habe 0,9% (MOM) nachgegeben, während der Dirham wegen der allgemeinen Schwäche des Greenback 2,1% gegenüber dem USD aufgewertet habe.

Da die Zahl der COVID-19-Neuinfektionen die dritte Woche in Folge rückläufig gewesen sei, habe Südafrikas Präsident Ramaphosa den Lockdown-Status innerhalb des Landes von Stufe 3 auf Stufe 2 gesenkt, wodurch fast alle Beschränkungen für wirtschaftliche Aktivitäten aufgehoben worden seien. Diese Entscheidung sei in einem angespannten sozialen Umfeld gefallen, das durch wirtschaftliche Not und eine hohe Arbeitslosigkeit angeheizt worden sei. Zudem hätten die Medien Korruptionsvorwürfe hinsichtlich des Missbrauchs von COVID-19-Fördermitteln erhoben.

COSATU, die größte südafrikanische Gewerkschaft, habe einen für Anfang Oktober geplanten Generalstreik angekündigt, um gegen das vermeintliche Versäumnis der Regierung zu protestieren, die im Zusammenhang mit den Korruptionsfällen aufgeführten ANC-Mitglieder zu bestrafen. Auf der infolge des steigenden politischen Drucks anberaumten Sitzung des Nationalen Exekutivausschusses habe der ANC beschlossen, der Korruption bezichtigte ANC-Führungskräfte ihrer Amtspflicht zu entbinden. Drohende Streiks würden nun zusätzlich die dunkle Stimmung verstärken, die über der Erholung der südafrikanischen Wirtschaft liege, die bereits mit der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten kämpfe. Die südafrikanische Börse sei auf der Stelle getreten und der Rand habe 0,8% fester gegenüber dem USD notiert.

Das nigerianische BIP sei im 2Q 2020 um 6,1% (YOY) gefallen, was die Produktionseinbußen in den meisten Branchen mit Ausnahme des Finanz- und Telekomsektors widerspiegele. Ein weiteres Indiz für eine Verschlechterung des Geschäftsumfelds stelle Shoprites Absicht dar, seine Aktivitäten in Nigeria einzustellen. Der größte afrikanische Einzelhändler habe daher den Verkaufsprozess für eine Mehrheitsbeteiligung an seiner inländischen Tochtergesellschaft eingeleitet. An der Devisenfront seien die Probleme von Diageos Ableger in Nigeria bei der Refinanzierung eines Fremdwährungsdarlehens in Höhe von USD 23,0 Mio. ein zusätzlicher Beweis dafür, dass der derzeitige USD-Mangel das normale Funktionieren von Unternehmen beeinträchtige. Die Gefahr einer längeren Devisenknappheit schade nicht nur dem Vertrauen der Anleger in die Fähigkeit der Notenbank, ihren Verpflichtungen nachzukommen, sondern stelle zudem ein wesentliches Hindernis für die Aussichten auf eine Erholung nach COVID-19 dar.

Nigerianische Aktien hätten 2,6% (MOM) fester geschlossen, getrieben durch lokale Anleger, die einen Teil ihrer Liquidität in wenige Blue Chips investiert hätten, da heimische Renditen auf Mehrjahrestiefs gefallen seien.

In Kenia hätten Frühindikatoren darauf hingedeutet, dass das BIP im Juli wieder in die Wachstumszone zurückgekehrt sei, was ermutigend wäre, sofern nicht eine zweite Infektionswelle die Schwachstellen in den Kreditbüchern der Banken verstärke, die mit der ersten Welle einhergegangen seien. Kenianische Aktien hätten den Monat mit einem Plus von 4,8% (MOM) beendet.

Die Experten der Bellevue Asset Management AG unterbrachen die taktische Reduzierung ihrer Positionen in Ägypten und profitierten von der durch lokale Kleinanleger getriebenen positiven Dynamik. Obwohl sich die regionalen Spannungen im August nicht verschärft hätten, beobachte man die Lage weiterhin aufmerksam, da ihre Entwicklung auf kurze Sicht als positiver oder negativer Impulsgeber fungieren könnte. Zu guter Letzt hätten die Experten Gewinne bei Goldminenaktien mitgenommen, da der Goldpreis an Schwung verloren habe, und neue Positionen im Energiesektor eröffnet. (Stand vom 31.08.2020) (25.09.2020/fc/a/f)






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