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Wave XXL-Optionsscheine auf thyssenkrupp: Die Essener sind noch längst nicht am Ziel - Optionsscheineanalyse


11.10.2018 - 09:30:00 Uhr
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS3Y9R4/ WKN DS3Y9R) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS537B5/ WKN DS537B) der Deutschen Bank auf die Aktie von thyssenkrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) vor.

thyssenkrupp tue es tatsächlich. Der Industrie- und Stahlkonzern wage die Aufspaltung. Trotzdem heiße dies nicht, dass nun der erhoffte Befreiungsschlag geglückt sei.

Es komme nicht besonders häufig vor, dass ein Vorstandschef und der Chefaufseher eines DAX-Konzerns innerhalb kurzer Zeit den Hut nehmen würden. Doch so sei es gekommen, als CEO Heinrich Hiesinger und Aufsichtsratschef Ulrich Lehner thyssenkrupp im Sommer dieses Jahres verlassen hätten. An der Börse habe das Stühlerücken an der Konzernspitze für einen Vertrauensverlust gesorgt. Zumal diese Abgänge auch das Ringen um die zukünftige Ausrichtung des Industriekonglomerats deutlich gemacht hätten. In diesem Ringen hätten auch große Finanzinvestoren wie Cevian, die sich als Großaktionäre betätigt hätten, eine wichtige Rolle gespielt. Keine leichte Aufgabe für den ehemaligen thyssenkrupp-Finanzchef Guido Kerkhoff. Dieser habe den Chefposten übergangsweise übernommen. Doch ihm scheine es gelungen zu sein, die verschiedenen Interessen zusammenzuführen.


Entsprechend großer Jubel habe an der Börse geherrscht, als thyssenkrupp am 27. September 2018 die Aufspaltung verkündet habe. Etwas wogegen sich der Konzern lange Zeit gewehrt habe. Bereiche wie die Aufzugsparte oder das Werkstoffgeschäft würden voneinander getrennt. Es entstünden zwei unabhängige börsennotierte Unternehmen: thyssenkrupp Industrials (Aufzüge, Anlagenbau, Automobilzulieferung) und thyssenkrupp Materials (Werkstoffe, Marineschiffbau, Stahl). Demnach werde der 50-Prozent-Anteil an dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata Steel im Bereich Materials beheimatet sein.

Darüber hinaus seien die wichtigsten Positionen in der Geschäftsführung neu besetzt worden. Der bisherige Interimschef Guido Kerkhoff solle in den nächsten fünf Jahren CEO sein, während sich Prof. Dr. Bernhard Pellens zukünftig um den Aufsichtsratsvorsitz des Konzerns kümmern werde. Dem Vorstand komme die Aufgabe zu, in den kommenden Monaten die Details der Neuausrichtung auszuarbeiten und für Zustimmung zu werben.

Auch wenn an der Börse anfänglich großer Jubel angesichts der Aufspaltungspläne geherrscht habe, habe die thyssenkrupp-Aktie in der Zwischenzeit große Teile ihrer zwischenzeitlichen Gewinne wieder abgegeben. Offenbar sähen Investoren neben den Chancen große Risiken. thyssenkrupp drohe das Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Dem einstmals stolzen Industriekonglomerat und DAX-Gründungsmitglied drohe nach der Aufspaltung der Abstieg aus der ersten deutschen Liga. Zudem sei die Neuausrichtung nicht zum Nulltarif zu haben, auch wenn sie mit hohen Bilanzgewinnen, vor allem in der Aufzugsparte, verbunden sein sollte. Gleichzeitig würden sich die verschiedenen Sparten auch nach der Aufspaltung weiterhin in schwierigen Märkten bewegen. Zuletzt habe vor allem das Marinegeschäft mit Herausforderungen zu kämpfen gehabt, während die Stahlsparte von den weltweiten Handelsstreitigkeiten betroffen sein könnte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der thyssenkrupp-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,11, die Barriere bei 14,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 5,09; Barriere bei 23,60 Euro) auf fallende Kurse der thyssenkrupp-Aktie setzen. (Stand vom 09.10.2018) (11.10.2018/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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