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Rohstoffpreise dürften mittelfristig steigen


12.06.2018 - 12:20:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Für die Rohstoffpreise insgesamt war es ein Monat ohne eindeutige Richtung, so die Analysten der DekaBank.

Das stärkste Plus hätten die Industriemetallpreise verbucht, die zum Teil auf die Protektionismus-Nachrichten reagiert hätten. Auch die Energierohstoffe hätten sich etwas verteuert, diesmal getrieben durch den Anstieg bei der Brent- und der Erdgasnotierung. Der Preis für WTI habe sich hingegen wegen des Überflusses der US-Ölproduktion verbilligt.


Heterogen sei es bei den Edelmetallen zugegangen. Silber, welches zur Hälfte für die industrielle Verwendung genutzt werde, sei auf der Welle der höheren Industriemetallpreise geschwommen. Bei Gold hingegen, das nur zu ca. 10% von der Industrie nachgefragt werde, sei am Ende ein leichter Preisrückgang übrig geblieben, und dies trotz der neuen Gefahren rund um die Themen Handelskrieg und Italien. Die Gelassenheit der Goldmarktteilnehmer sei bemerkenswert, decke sich aber mit der Sicht der Analysten, dass die bestehenden politischen Risiken das grundsätzlich konstruktive Bild für Konjunktur und Kapitalmärkte in ihren Grundfesten nicht erschüttern würden.

Doch die zunehmende Besorgnis der Märkte bezüglich der Fortdauer des Konjunkturaufschwungs einerseits und die politisch bedingten Knappheitssorgen andererseits dürften die Rohstoffmärkte weiter in Atem halten. Mit Blick auf die von den Analysten erwartete etwas langsamere Gangart der Weltwirtschaft sollten die Rohstoffpreise unter hohen Schwankungen tendenziell weiter steigen, jedoch mit nachlassender Aufwärtsdynamik.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. Bis vor ein paar Jahren seien die Rohstoffmärkte stark durch die steigende Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern aufgrund des wirtschaftlichen Aufholprozesses dominiert worden. Die bis zur Finanzkrise deutlich gestiegenen Preise hätten damals eine Investitionswelle im Rohstoffsektor losgetreten. In dieser Zeit seien die Produktionskapazitäten bei vielen Rohstoffen sogar so spürbar ausgeweitet worden, dass nicht nur die steigende Nachfrage problemlos habe bedient werden können, sondern zunehmend Überkapazitäten bei der Rohstoffproduktion entstanden seien. Die Folge sei ein über mehrere Jahre herrschender Abwärtstrend der Rohstoffpreise gewesen, der seit 2016 beendet sei. Das niedrige Preisniveau habe bewirkt, dass die Investitionstätigkeit gebremst worden sei.

In Verbindung mit der anhaltenden Zunahme der globalen Rohstoffnachfrage dürften die Rohstoffpreise mittelfristig steigen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Rohstoffinvestitionen starke Preisschwankungen auftreten könnten. (Ausgabe Juni / Juli 2018) (12.06.2018/ac/a/m)






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