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Stimmungseintrübung an den Rohstoffmärkten


10.07.2018 - 14:46:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Das Schreckgespenst eines Handelskriegs mit negativen Folgen für die Weltwirtschaft und damit auch für die globale Rohstoffnachfrage beunruhigt derzeit die Rohstoffmarktteilnehmer, so die Analysten der DekaBank.

Dies spiegele sich auch darin wider, dass die spekulativen Wetten auf steigende Rohstoffpreise im Zuge der allgemein sinkenden Risikobereitschaft an den Märkten in nennenswertem Umfang zurückgenommen worden seien. Vor allem die Industriemetalle hätten im vergangenen Monat durch die Bank spürbar an Wert verloren. Am stärksten betroffen gewesen seien Kupfer und Zink mit einem Preisrückgang um über 10%. Von den Edelmetallpreisen seien insbesondere Silber, Platin und Palladium von den sinkenden Industriemetallpreisen mit nach unten gezogen worden, also diejenigen mit einer stärkeren industriellen Verwendung. Lediglich die Energierohstoffe hätten sich angesichts der Tatsache verteuert, dass Rohöl kurzfristig aus vielerlei Gründen knapp werden könnte: Aufgekündigtes Iran-Atomabkommen durch die USA, anhaltender Produktionsrückgang in Venezuela und politische Unruhen in Libyen.


Bis auf weiteres dürfte die US-Politik einen ungewöhnlich großen Einfluss auf die Rohstoffpreise haben. Insofern werde der drohende Handelskrieg weiterhin für hohe Schwankungen bei den Rohstoffpreisen sorgen. Solange allerdings unsere Erwartung des anhaltenden globalen Wirtschaftswachstums Bestand hat, gehen wir weiterhin von in der Tendenz leicht steigenden Rohstoffpreisen im Prognosezeitraum aus, so die Analysten der DekaBank.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. Bis vor ein paar Jahren seien die Rohstoffmärkte stark durch die steigende Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern aufgrund des wirtschaftlichen Aufholprozesses dominiert worden. Die bis zur Finanzkrise deutlich gestiegenen Preise hätten damals eine Investitionswelle im Rohstoffsektor losgetreten. In dieser Zeit seien die Produktionskapazitäten bei vielen Rohstoffen sogar so spürbar ausgeweitet worden, dass nicht nur die steigende Nachfrage problemlos habe bedient werden können, sondern zunehmend Überkapazitäten bei der Rohstoffproduktion entstanden seien. Die Folge sei ein über mehrere Jahre herrschender Abwärtstrend der Rohstoffpreise gewesen, der seit 2016 beendet sei. Das niedrige Preisniveau habe bewirkt, dass die Investitionstätigkeit gebremst worden sei.

In Verbindung mit der anhaltenden Zunahme der globalen Rohstoffnachfrage dürften die Rohstoffpreise mittelfristig steigen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Rohstoffinvestitionen starke Preisschwankungen auftreten könnten. (Ausgabe Juli/August 2018) (10.07.2018/ac/a/m)






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