|
 |
WTI-Ölpreis um 2 USD gestiegen 30.07.2010 - 16:29:35 Uhr
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Mit der freundlichen Eröffnung an der Wall Street stieg der WTI-Ölpreis binnen nur einer Stunde um 2 USD je Barrel, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Neben den steigenden Aktiennotierungen hätten der schwache US-Dollar, das anhaltend hohe Interesse der Privatanleger, der mysteriöse Vorfall in der Straße von Hormus und die Auflösung von Stopp-Losses dazu beigetragen. Zum einen hätten bereits zur Eröffnung binnen weniger Minuten über 2 Millionen Anteile des größten Öl-ETFs, US Oil Fund, die Besitzer gewechselt. Zum anderen bleibe ungeklärt, was den Supertanker der Firma Mitsui an der Küste Omans beschädigt habe. Man gehe mittlerweile von einem Angriff oder einer Kollision mit einem U-Boot oder einer Seemine aus.
Ein Anschlag in der Meeresenge, durch die 40% der globalen seewärtigen Ölexporte transportiert würden, hätte gravierende Folgen für den Ölpreis. Wichtig für den massiven Preisanstieg dürfte aber auch der Durchbruch des gleitenden 200-Tages-Durchschnitts bei 77,8 USD je Barrel gewesen sein, der zu neuen Käufen bzw. Rückkäufen der ausstehenden Shorts führen würde.
Die US-Erdgaslagerbestände seien in der Vorwoche um 28 Mrd. Kubikfuß gestiegen und damit deutlich weniger als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Die Lagerbestände hätten damit bereits 3,1% unter dem Niveau des Vorjahres gelegen, wobei sich der Angebotsüberhang weiter verringert habe.
Der Trend eines unterdurchschnittlichen Lageraufbaus könnte sich in den kommenden Wochen fortsetzen. Zum einen werde in weiten Teilen der USA bis in den August hinein mit anhaltend hohen Temperaturen gerechnet, wodurch der Energiebedarf für Klimaanlagen steige. Zum anderen könne es aufgrund von Tropenstürmen jederzeit zu neuerlichen Produktionsausfällen im Golf von Mexiko kommen.
Der US-Erdgaspreis sollte daher seinen Aufwärtstrend der vergangenen Tage fortsetzen und recht schnell die Marke von 5 USD je mmBtu in Angriff nehmen. Ein erneuter Rückgang des Ölpreises könnte dabei helfen, weil die Analysten weiterhin von einer hohen Anzahl an "Long Öl/Short Gas" Geschäften ausgehen würden, die dadurch womöglich zurückgeführt würden. (30.07.2010/ac/a/m)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|