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Ölmarkt von Überangebot dominiert


14.03.2018 - 10:11:28 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Ölmarkt scheint auch mittelfristig gut versorgt zu sein, so die Analysten der DekaBank.

Darauf würden auch die jüngsten Prognosen für die globale Entwicklung von Ölnachfrage und Ölangebot hindeuten, die die Internationale Energieagentur IEA und das US-Energieministerium EIA veröffentlicht hätten. Letzteres habe die Prognose für die US-Ölförderung nochmals angehoben. Dies stehe im Einklang mit der IEA-Prognose, dass in den kommenden Jahren der Zuwachs der globalen Ölnachfrage weitgehend alleine durch die Zunahme der US-Ölproduktion gedeckt werden könne. Für die OPEC bedeute dies, dass es für das Kartell schwer werde, seine Produktionskürzungen in absehbarer Zeit zurückzunehmen, geschweige denn seine Ölförderung auszuweiten, ohne damit einen Preisrückgang zu riskieren. All dies spreche aus Sicht der Analysten dafür, dass die Ölpreise auch mittelfristig nicht deutlich über 60 US-Dollar je Barrel ansteigen würden.

Der globale Ölmarkt werde nach wie vor von einem Überangebot dominiert, und auch mittelfristig zeichne sich eine ausreichend gute Versorgungssituation ab. Um das Überangebot abzubauen, hätten sich die OPEC-Mitglieder und einige Nicht-OPEC-Länder darauf geeinigt, von Januar 2017 bis Ende 2018 ihre Ölförderung zu drosseln. Zugleich steige aber die US-Ölförderung kräftig an. Es werde erwartet, dass die zunehmende globale Ölnachfrage in den kommenden Jahren zu einem großen Teil komplett durch die Mehrproduktion in den USA abgedeckt werden könne. Der Abbau der hohen Lagerbestände schreite im Prognosezeitraum also nur langsam voran. Denn US-Präsident Trump unterstütze die Förderung von fossilen Energieträgern. Dadurch werde die US-Fracking-Ölproduktion nur noch durch den Wirtschaftlichkeitsaspekt begrenzt.

Und die Kosten der unkonventionellen US-Ölförderung seien in den vergangenen Jahren massiv gesunken. Trotz der niedrigen Ölpreise würden die USA ihre Förderung und damit das Ölangebot ausweiten und hierdurch das Potenzial für Ölpreisanstiege begrenzen. Die mittelfristige Ölpreisentwicklung werde maßgeblich von den Produktionskosten der US-Fracking-Unternehmen beeinflusst, und in diesem Bereich sei der technische Fortschritt enorm. Die Preissetzungsmacht der OPEC am Ölmarkt sei also sehr gering. Daher dürfte sich Rohöl im Prognosezeitraum bis Ende 2019 nicht nennenswert verteuern. Die Analysten würden mittelfristig mit Ölpreisen im Schnitt um 55 bis 60 US-Dollar je Barrel rechnen. (Ausgabe März/ April 2018) (14.03.2018/ac/a/m)




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