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Industriemetallpreise schlagen sich weiterhin wacker


16.05.2018 - 15:48:29 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zwar signalisiert der Welt-Einkaufsmanagerindex derzeit ein etwas moderateres globales Wachstum als noch vor ein paar Monaten, doch die Industriemetallpreise schlagen sich weiterhin recht wacker, so die Analysten der DekaBank.

Den stärksten zwischenzeitlichen Preisanstieg in den vergangenen vier Wochen habe Aluminium verbucht. Die Anfang April verhängten US-Sanktionen gegen Russland würden zu einer Verknappung von Rohaluminium führen, was tendenziell die Preise nach oben treibe. Versöhnlichere Töne hätten zuletzt jedoch wieder eine Abwärtsbewegung ausgelöst.


Auch am Nickelmarkt werde immer wieder befürchtet, die US-Regierung könne Sanktionen gegen russische Nickelproduzenten verhängen und damit die schon bestehende Knappheit an Nickel verschärfen. Das Metall werde nicht nur für die Herstellung von Edelstahl benötigt, sondern zunehmend für die Herstellung von Nickelbatterien für Elektroautos. Infolgedessen habe der Nickelpreis seine Aufwärtsbewegung fortgesetzt und zwischenzeitlich ein Dreijahreshoch erreicht.

Der Kupferpreis habe sich im vergangenen Monat leicht abwärts bewegt. Die International Copper Study Group rechne für 2018 mit einem Angebotsüberschuss bei dem Industriemetall. Auch bei Blei und Zink sei es nach unten gegangen. Bei beiden Metallen werde eine Ausweitung der Produktion erwartet, da bleibe wenig Fantasie für steigende Preise. Für die nächsten Monate würden die Analysten angesichts der Abschwächung der Konjunktur bei den Industriemetallen tendenziell mit einer schwächeren Entwicklung rechnen.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. Bis vor ein paar Jahren seien die Rohstoffmärkte stark durch die steigende Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern aufgrund des wirtschaftlichen Aufholprozesses dominiert worden. Die bis zur Finanzkrise deutlich gestiegenen Preise hätten damals eine Investitionswelle im Rohstoffsektor losgetreten. In dieser Zeit seien die Produktionskapazitäten bei vielen Rohstoffen sogar so spürbar ausgeweitet worden, dass nicht nur die steigende Nachfrage problemlos habe bedient werden können, sondern zunehmend Überkapazitäten bei der Rohstoffproduktion entstanden seien. Die Folge sei ein über mehrere Jahre herrschender Abwärtstrend der Rohstoffpreise gewesen, der seit 2016 beendet sei.

Das niedrige Preisniveau habe bewirkt, dass die Investitionstätigkeit gebremst worden sei. In Verbindung mit der anhaltenden Zunahme der globalen Rohstoffnachfrage dürften die Rohstoffpreise mittelfristig steigen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Rohstoffinvestitionen starke Preisschwankungen auftreten könnten. (Ausgabe Mai/Juni) (16.05.2018/ac/a/m)





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