Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
 Rohstoffe
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Newsletter
 

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


 
 

Starker Ölpreisverfall als Folge der Eskalation im Handelskonflikt


12.06.2019 - 13:16:11 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Eskalation im Handelskonflikt hatte einen starken Ölpreisverfall zur Folge, so die Analysten der DekaBank.

Denn die Gefahren für die Weltwirtschaft und damit für die weltweite Ölnachfrage hätten deutlich zugenommen und die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Solange aber der weltwirtschaftliche Aufschwung intakt bleibe, würden die Analysten der DekaBank keine Veranlassung sehen, ihre Ölpreisprognose nach unten zu revidieren. Der globale Ölmarkt sei aus fundamentaler Sicht, also mit Blick auf das Ölangebot und die Ölnachfrage, recht ausgeglichen und liefere hierfür keine Argumente. Die Ölmarktteilnehmer dürften aber hin- und hergerissen bleiben zwischen Sorgen um die Ölnachfrage (wegen Handelskonflikt und Abschwächung der Weltkonjunktur) und Sorgen um ein knapperes Angebot (wegen Iran und Venezuela), was für anhaltend hohe Schwankungen beim Ölpreis spreche.

Perspektiven: Während am Ölmarkt zur Jahresmitte 2018 - auch aufgrund der erwarteten US-Sanktionen gegen den Iran - noch Angst vor Knappheit geherrscht habe, habe sich dies gegen Ende 2018 umgekehrt. Einige große Produzenten wie Saudi-Arabien, Russland und die USA hätten ihre Ölförderung im Verlauf von 2018 ausgeweitet, um die iranische Angebotslücke zu füllen. Mit dem faktischen Wegfall der Sanktionseffekte gegen den Iran (aufgrund umfangreicher Ausnahmen) sei der globale Ölmarkt Ende 2018 überraschend in eine Überversorgung gerutscht. Deshalb hätten die OPEC-Länder zusammen mit Russland ab 2019 eine Produktionsdrosselung beschlossen, die den weltweiten Ölmarkt im ersten Quartal 2019 wieder weitgehend ins Gleichgewicht gebracht habe. Nach der Ankündigung des Endes der Ausnahmen bei den Sanktionen gelte es nun, diese Balance zwischen globaler Nachfrage und globalem Angebot zu halten. Die weltweite Nachfrage nach Rohöl dürfte in den kommenden Jahren aufgrund der geringeren Wachstumsdynamik nur moderat zunehmen. Nicht zuletzt wegen der stark steigenden US-Ölförderung sei für den Prognosezeitraum kein Versorgungsengpass am Rohölmarkt zu erwarten. Die Analysten der DekaBank würden damit rechnen, dass der Ölpreis bis Ende 2020 im Durchschnitt etwas über 60 US-Dollar verharren werde, wobei auch mittelfristig ein nennenswerter Preisaufschlag der Sorte Brent gegenüber WTI bestehen bleiben werde. (12.06.2019/ac/a/m)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 2007 - 2019 rohstoffecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG