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Sichere Häfen wie Gold verstärkt gesucht


12.06.2019 - 13:30:00 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Risikoaversion an den Finanzmärkten ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen, so die Analysten der DekaBank.

US-Präsident Trump habe mit der Androhung der Zölle gegenüber Mexiko verdeutlicht, dass er gewillt sei, Zölle nicht nur als protektionistische Maßnahme, sondern auch als politische Waffe zur Durchsetzung seiner Ziele einzusetzen. Damit erreiche das vom Handelskonflikt ausgehende Risiko eine größere Dimension. Entsprechend sei auch die Wahrnehmung unter den Finanzteilnehmern: Sichere Häfen wie US- oder deutsche Staatsanleihen sowie Gold seien verstärkt gesucht worden. Weitere Eskalationsstufen im Handelsstreit würden nicht unwahrscheinlich erscheinen, was entsprechende Auswirkungen auf die Konjunktur und die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken - und schließlich auch auf die Goldpreisprognosen der Analysten der DekaBank - zur Folge hätte.

Perspektiven: Gold gelte weltweit als Krisenwährung. Entsprechend steige der Goldpreis in Krisenzeiten oft stark an. Üblicherweise sinke er wieder, wenn eine Krise abflaue. Die vergangenen konjunkturell guten Jahre für die Weltwirtschaft hätten verdeutlicht, dass der Goldpreis in Zeiten ohne akute Krisen vor allem vom Zinsniveau in den USA beeinflusst werde. So habe die von den USA ausgehende Straffung der Geldpolitik in den vergangenen Jahren eine große Rolle gespielt. Die Renditen seien zwar nur langsam nach oben gegangen, weil das Tempo der Leitzinsanhebungen in den USA sehr moderat gewesen sei. Dennoch hätten höhere Zinsen grundsätzlich auf den Goldpreis gedrückt. Nun könnte der Zinserhöhungszyklus in den USA seinen Höhepunkt erreicht haben. Die weitere Goldpreisentwicklung werde stark davon abhängen, ob die Notenbanken in den USA und Europa ihre geldpolitische Straffung überhaupt noch fortführen würden. Zugleich sei die politische Unsicherheit aufgrund der Handelskonflikte recht hoch, was jederzeit für stärkere Preisschwankungen sorgen könne. Auf sehr lange Sicht würden die Analysten der DekaBank dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zutrauen. (12.06.2019/ac/a/m)




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