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Ölmarkt: Eskalation im Handelskonflikt verschärft Ängste um Abschwächung globaler Nachfrage


14.08.2019 - 13:21:56 Uhr
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Während die Sorgen der Ölmarktteilnehmer vor einem Monat noch auf das knapper werdende Ölangebot fokussiert waren, verpufft die Verschärfung des Konflikts rund um den Iran zurzeit vollständig in der Marktwahrnehmung, so die Analysten der DekaBank.

Die Ölpreise seien spürbar gesunken, weil eine Abschwächung der Ölnachfrage befürchtet werde. Die erneute Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China, den beiden größten Ölnachfragern der Welt, verschärfe die Ängste um eine Abschwächung der Weltkonjunktur und eine daraus resultierende Abschwächung der globalen Ölnachfrage. Träte diese ein, so drohte im Prognosezeitraum wieder ein Überangebot am weltweiten Ölmarkt. So wären die OPEC-Länder und ihre Verbündeten wohl gezwungen, über weitere Produktionskürzungen nachzudenken.

In der ersten Jahreshälfte 2019 habe sich der globale Ölmarkt weitgehend im Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage befunden. Dieses Gleichgewicht angesichts des reichlichen Angebots dadurch erreiche, dass die OPEC-Länder zusammen mit Russland für Januar bis Juni 2019 eine Produktionsdrosselung beschlossen und umgesetzt hätten. Anfang Juli sei diese Vereinbarung für neun Monate, also bis März 2020 verlängert worden. Dies erscheine notwendig, um den Ölmarkt auch in der zweiten Jahreshälfte 2019 im Gleichgewicht zu halten und nicht erneut ein Überangebot entstehen zu lassen. Denn die stark steigende US-Ölförderung verdränge zunehmend das Ölangebot aus den OPEC-Ländern, während die weltweite Nachfrage nach Rohöl aufgrund der geringeren Wachstumsdynamik nur moderat zunehme.

Die Analysten der DekaBank würden damit rechnen, dass der Ölpreis bis Ende 2020 im Durchschnitt etwas über 60 US-Dollar verharren werde, wobei auch mittelfristig ein nennenswerter Preisaufschlag der Sorte Brent gegenüber WTI bestehen bleiben werde. (Ausgabe August/September 2019) (14.08.2019/ac/a/m)




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