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Endlos Turbo Short 70,066 Open End auf Brent-Öl: Abwärtsbewegung bleibt intakt! - Optionsscheineanalyse


13.02.2020 - 11:20:00 Uhr
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl einen Endlos Turbo Short 70,066 Open End (ISIN DE000DF9X8E6/ WKN DF9X8E) mit dem Basiswert Brent Crude Future Contract vor.

Die Ölpreisnotierungen hätten ihre Abwärtsbewegung in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Hintergrund seien Befürchtungen über einen deutlichen Nachfragerückgang bei Rohöl im Zuge des sich rasch ausbreitenden Coronavirus. Die zuletzt von Seiten der OPEC+-Gemeinschaft in Aussicht gestellten zusätzlichen Kürzungen der Ölfördermengen seien an den Terminmärkten kaum auf positive Resonanz gestoßen. Nachdem Brent auch den Support bei 55 USD nicht habe verteidigen können, würden die Analysten an ihrem übergeordneten Short-Szenario festhalten.

Die rasche Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung in China sorge auch an den Terminmärkten für deutlich fallende Notierungen bei Brent Crude Oil. Nachdem mittlerweile einige größere Provinzen mit mehr als 40 Millionen Einwohnern in China unter Quarantäne gestellt und der Flugverkehr von und nach China drastisch zurückgefahren worden sei, würden Experten von einem deutlichen Einbruch der Ölnachfrage nicht nur in China ausgehen. Jüngsten Erhebungen zufolge habe sich der Ölverbrauch in China seit Ausbruch des Coronavirus von 11 auf 8 Millionen Barrel pro Tag verringert. Der britische Ölmulti BP gehe davon aus, dass sich die weltweite Ölnachfrage durch den Coronavirus um 0,5 Millionen Barrel pro Tag verringern dürfte, was in Verbindung mit der anziehenden Ölproduktion vor allem der Nicht-OPEC-Länder wie den USA zu weiter sinkenden Notierungen führen dürfte.

Die Reaktion der OPEC+-Gemeinschaft auf den herben Kurseinbruch bei den Ölpreisen habe nicht lange auf sich warten lassen. In einem am vergangenen Mittwoch eilig einberufenen Krisentreffen habe ein Beratungs-Komitee der OPEC empfohlen, weitere Förderkürzungsmaßnahmen im Gesamtvolumen von 0,6 Millionen Barrel pro Tag umzusetzen, um kurzfristig auf der Angebotsseite gegenzusteuern. Ob es tatsächlich zu weiteren Förderkürzungen der OPEC+-Allianz komme, bleibe indessen unklar. Denn Russland als wichtigstes Nicht-OPEC-Mitglied habe vor dem Anfang März geplanten OPEC+-Treffen signalisiert, dass man eine weitere Kürzung der Ölfördermenge durch die OPEC+-Allianz angesichts der Auswirkungen des Coronavirus für verfrüht halte.

Da die überwiegende Mehrheit der OPEC-Staaten weiteren Förderkürzungen ohnehin aus wirtschaftlichen Interessen sehr skeptisch gegenüberstehe, dürfte aus Sicht der Analysten Saudi-Arabien als führendes Mitglied des Ölkartells wohl den Löwenanteil der neu geplanten Stützungsmaßnahmen allein zu tragen haben. Damit scheinen die Bären unseres Erachtens zumindest kurzfristig weiter die besseren Karten zu haben, so die Analysten der DZ BANK. Dafür spreche die Tatsache, dass positive News-Impulse wie deutlich rückläufige Produktionsdaten der OPEC-Staaten für Dezember wieder abverkauft worden seien. Steigende US-Öllagerbestände oder Meldungen über deutlich sinkende chinesische Ölimporte seien hingegen mit fallenden Kursen quittiert worden, was nach Einschätzung der Analysten für ein weiterhin bearisches Sentiment spreche.


Brent habe seine Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD in den vergangenen Handelstagen weiter beschleunigt. Nachdem zuletzt auch die Marke von 55 USD unterschritten worden sei, sollte sich die Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten des letzten Verlaufstiefs bei 54 USD nun fortsetzen. Es biete sich aus Sicht der Analysten an, den Stop-Kurs bei bestehenden Short-Positionen auf 60 USD nachzuziehen.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 70,072 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 70,072 USD. Das Produkt reagiere grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eigne sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollten. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete.

Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Ausgabe vom 12.02.2020) (13.02.2020/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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