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Preiskrieg drückt Ölpreis auf 17-Jahrestief - nun stehen die Zeichen auf dynamische Erholungsbewegung


26.03.2020 - 10:10:00 Uhr
DZ BANK

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreisnotierungen setzten ihre Abwärtsbewegung in den vergangenen Wochen ungebremst weiter fort, so die Analysten der DZ BANK.

Nach der Aufkündigung der Allianz zwischen der OPEC und anderen führenden Ölförderländern außerhalb des Preiskartells würden sich Saudi-Arabien und Russland als mächtigste Vertreter der beiden Interessengruppen einen erbitterten Preiskampf liefern und ihre Förderquoten weiter nach oben fahren. Da gleichzeitig die weltweite Ölnachfrage angesichts der weltweiten Anstrengungen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie weiter einbreche, seien die Ölpreise zuletzt auf ein 17-Jahrestief abgerutscht. Mittlerweile dürften alle negativen Faktoren auf dem aktuellen Niveau mehr als ausreichend eingepreist sein. Nachdem sich die Ölpreise zuletzt oberhalb der Marke von 25 USD hätten stabilisieren können und keine neuen Tiefststände markiert worden seien, sei Brent Crude Oil nun reif für eine kräftige Erholungsbewegung.

Die internationale Staatengemeinschaft ziehe im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie alle Register. Angesichts der deutlich steigenden Zahl von Neuinfektionen außerhalb Asiens seien von der internationalen Staatengemeinschaft weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung der neuartigen Lungenerkrankung in Kraft gesetzt worden. So seien Flüge im In- und Ausland nur noch in Ausnahmefällen erlaubt, während Ausgangssperren und die Ausweitung von Quarantäneschutz-Zonen in immer mehr Staaten für ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen sorgen würden. Auch wirtschaftlich seien die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mittlerweile deutlich spürbar.


Immer mehr Unternehmen würden ihre Produktion zum Schutz ihrer Mitarbeiter vor einer möglichen Corona-Infektion deutlich zurückfahren, während die Nachfrage in vielen Schlüsselsektoren wie der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau deutlich einbreche. Daher würden führende Wirtschaftsinstitute für das laufende Kalenderjahr mit einem deutlichen Einbruch des BIP in vielen Schlüsselregionen wie Europa und den USA rechnen. Daher dürfte auch die Ölnachfrage weiter einbrechen, wobei unter anderem Goldman Sachs für 2020 von einem Nachfragerückgang von mindestens 1,1 Millionen Barrel pro Tag ausgehe.

Unterdessen würden sich Saudi-Arabien und Russland nach der Aufkündigung der OPEC+-Allianz einen erbitterten Preiskrieg liefern und ihre Ölproduktion weiter nach oben fahren. Dadurch wolle man zumindest einen Teil der durch den Ölpreiseinbruch verursachten Einnahmeausfälle durch höhere Absätze kompensieren und gleichzeitig unliebsame Konkurrenz wie die US-Schiefergas-Produzenten aus dem Markt drängen. Saudi-Arabien habe in diesem Zusammenhang angekündigt, seine Ölproduktion von zuletzt mehr als 10 Millionen Barrel ab Anfang April auf mehr als 12 Millionen Barrel pro Tag hochzufahren, während Russland seine Ölförderung ebenfalls um bis zu 500.000 Barrel pro Tag hochfahren wolle.

Angesichts der weiter sinkenden Ölnachfrage im Zuge der Coronavirus-Pandemie hätten sich die Ölpreise zuletzt deutlicher unter Druck gezeigt. Allerdings scheine mittlerweile ein Großteil der negativen Nachrichten auf dem aktuellen Niveau eskomptiert zu sein. Für diese These spreche die Tatsache, dass unter anderem China und Indien zuletzt das sehr moderate Preisniveau zur Aufstockung ihrer Lagerbestände genutzt hätten.

Die Ölpreisnotierungen hätten sich nach den deutlichen Abschlägen der vergangenen Wochen und Monate zuletzt etwas stabilisieren können. Dabei falle auf, dass in den vergangenen Handelstagen Rücksetzer im Bereich der Marke von 25 USD mit Käufen beantwortet worden seien. Dies deute auf eine Stabilisierung der Ölpreisnotierungen auf dem zuletzt deutlich ermäßigten Niveau hin, was nun ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis für eine dynamische Erholungsbewegung ergebe. (Ausgabe vom 25.03.2020) (26.03.2020/ac/a/m)






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