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Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf WTI-Öl - Der Fall und Aufstieg - Zertifikateanalyse


07.04.2020 - 11:00:00 Uhr
Bank Vontobel Europe AG

München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist WTI Light Sweet Crude Öl (ISIN XC000A0G9CM8/ WKN nicht bekannt) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Der durch den Corona-Shutdown bedingte Nachfragerückgang in Kombination mit einer erhöhten Förderung habe den Ölpreis im März auf Talfahrt geschickt. Nun scheine sich die Lage etwas zu beruhigen und der Preis des schwarzen Goldes habe sich am Donnerstag ein wenig fangen können. Handle es sich aktuell um einen günstigen Einstiegszeitpunkt? Gewisse Faktoren sprächen zumindest dafür, dass sich der Ölpreis längerfristig wieder erholen könnte.

Seit Anfang Jahr habe der Ölpreis massive Einbußen hinnehmen müssen. Die Sorte Brent habe seit Jahresanfang über 60% seines Wertes verloren und sei am Montag der letzten Woche unter die Marke von 23 US-Dollar gefallen - ein so tiefer Stand wie seit dem Jahr 2002 nicht mehr. Der Sorte WTI sei es nicht besser ergangen, sie sei auf einen Preis von unter 20 US-Dollar pro Barrel gesunken - ebenfalls ein Tiefstand, wie er seit Jahren nicht mehr gesehen worden sei.

Die Gründe für den Einbruch lägen einerseits im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland und andererseits würden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Ölpreis drücken. Denn mit dem Stillstand der Wirtschaft sinke auch der weltweite Energieverbrauch. Fahrzeuge stünden vielerorts still, Produktionsstätten seien heruntergefahren worden und die Luftflotten vieler Airlines stünden im Moment auf dem Boden. Kein Wunder also, dass die Ölnachfrage erheblich zurückgegangen sei. Und ausgerechnet in dieser Krisenzeit tobe der Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland, welche die Fördermengen trotz der reduzierten Nachfrage erhöht hätten. Die Folge: Ein weltweites Überangebot an Öl.

Gegen Ende der letzten Woche habe sich der Ölpreis jedoch etwas fangen können; ein Tweet von US-Präsident Trump habe die Hoffnung auf Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Russland geschürt. Außerdem hätten überraschend starke Konjunkturdaten aus China den Ölpreis gestützt. Spreche dies für eine Bodenbildung? Man wisse es nicht.

Es gebe aber verschiedene Faktoren, die längerfristig für eine Erholung des Ölpreises sprechen dürften: Sobald sich die Corona-Krise abschwäche und die Gesellschaft wieder zur Normalität zurückkehren könne, werde die Produktion wiederaufgenommen werden, sodass auch die Nachfrage nach Öl wieder ansteigen dürfte; die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland, die Fördermengen zu kürzen, dürfte den Preis zusätzlich stabilisieren.


Die Möglichkeiten, in Öl zu investieren, seien vielfältig. Die Direktinvestition in Rohöl sei wenig praktikabel, denn sie gehe mit hohen Lagerkosten einher. Außerdem zahle das schwarze Gold weder Zinsen noch Dividenden. Eine Alternative wäre die Investition in Futures, was für die meisten Anleger nicht möglich oder nur mit hohem Aufwand und Kosten verbunden sei.

Eine wesentlich praktikablere Alternative wäre eine Anlage in Ölförderer und Öl-Dienstleistungsunternehmen. Die Kurse von Ölförderern seien in der Regel stark mit dem Ölpreis korreliert, sie würden sich also tendenziell in dieselbe Richtung bewegen. Sollte sich also der Ölpreis in naher Zukunft erholen, dann dürften auch die die Ölförder-Aktien wieder zulegen. Die in Zeichnung liegenden Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) auf die Öl-Unternehmen könnten also eine attraktive Investitionsmöglichkeit darstellen. Der Anleger trage das Emittentenrisiko.

Eine weitere Investitionsmöglichkeit biete der Vontobel Oil-Strategy-Index, der einen kombinierten Ansatz zwischen Aktienanlagen und Futures verbinde. Je nach Form der Ölpreis-Futures-Kurve bilde er phasenweise ein Investment entweder in Aktien oder in Futures ab. In einer Contango-Konstellation (die Spotpreise lägen über den Terminkursen) entstünden Rollverluste bei einer Investition in Futures. Um Rollverluste in einer Contango-Situation zu minimieren, folge der Index in dieser Situation Öl-Aktien. Lägen die Spotpreise unter den Terminkursen (Backwardation-Situation), reflektiere der Index ein Investment in Futures und partizipiere an möglichen Rollgewinnen. Anleger würden das Emittentenrisiko tragen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Zertifikat (ISIN DE000VE99HG7/ WKN VE99HG) auf den 4X Long Index (ISIN CH0353661140/ WKN A2BNRZ) linked to WTI Light Sweet Crude Oil Future V2, Faktor 4,00. Das Papier habe einen Bewertungskurs in Höhe von USD 26,08. Das Bezugsverhältnis betrage 5. Die Schwelle betrage USD 20,60. Der Geldkurs liege bei EUR 2,25. Der Briefkurs werde bei EUR 2,27 gesehen. (Stand: 07.04.2020, 11:00)

Interessant sei auch das Zertifikat (ISIN DE000VF46DD1/ WKN VF46DD) mit Faktor -4,00 auf den 4X Short Index (ISIN CH0286842122/ WKN A162GH) linked to Light Sweet Crude Oil (WTI) Future. Es habe einen Bewertungskurs in Höhe von USD 26,08. Die Schwelle liege bei USD 31,56. Der Bezugsverhältnis werde bei 5 gesehen. Der Geldkurs liege bei EUR 2,71, wobei der Briefkurs bei EUR 2,74 gesehen werde. (Stand: 07.04.2020, 11:00)

Außerdem könnte das Open-End Bull Partizipationszertifikat (ISIN DE000VN6SG00/ WKN VN6SG0) auf Vontobel Oil-Strategy Index (ISIN DE000A0YLBD7/ WKN A0YLBD) interessant sein. Der Geldkurs liege bei EUR 72,10 und der Briefkurs bei EUR 74,60. Der anfängliche Ausgabepreis betrage EUR 134,58. (Stand: 07.04.2020, 11:09) (07.04.2020/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.






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