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Kaffee: Aktuelle Bodenbildung bietet attraktiven Long-Einstieg


30.06.2020 - 11:30:00 Uhr
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Kaffee wird von den meisten Menschen nicht nur gerne getrunken, sondern der Rohstoff ist bei Tradern auch aufgrund seiner hohen Volatilität sehr beliebt, so Carsten Stork vom Online-Anlegermagazin "Der Aktionär".

Preisschwankungen von 50 Prozent und mehr in kurzer Zeit seien keine Seltenheit. Da Brasilien mit Abstand der größte Produzent weltweit sei, habe die brasilianische Währung und Wirtschaftspolitik einen massiven Einfluss auf die Preisentwicklung von Kaffee.


Der Rohstoff gehöre zu den so genannten "Soft Commodities", viele dieser Produkte hätten bereits im April und Mai aufgrund der Coronakrise Tiefststände verzeichnen müssen, nicht so Kaffee: Hier sei ein neues Jahrestief erst am 15. Juni erreicht worden. Nun sei bekannt geworden, dass die brasilianische Regierung beschlossen habe, den Top-Kaffeeproduzenten des Landes mit einer Rekordfinanzhilfe unter die Arme zu greifen, damit diese nicht zu den aktuell niedrigen Preisen verkaufen müssten. Damit würden die Befürchtungen sinken, dass Brasilien den Markt auf diesem Niveau mit Kaffee überschwemmen könnte und das aktuelle Kursniveau bei knapp unter einem US-Dollar werde für einen Long-Einstieg attraktiv.

Nachdem der Kaffee-Future im Dezember 2019 noch bei einem Stand von 142,45 US-Cent notiert habe, sei er bis zum 5. Februar bis auf 97,55 US-Cent gefallen, um danach bis auf 130,65 US-Cent am 26. März 2020 anzusteigen. Am 15. Juni habe der Kaffee-Future ein vorläufiges Jahrestief bei 94,55 US-Cent erreicht.

Brasilien sei seit eineinhalb Jahrhunderten bei der Kaffeeproduktion weltweit führend. Da die Produktionskosten von der lokalen Wirtschaft abhängen würden, stehe der Preis für Kaffee in engem Zusammenhang mit dem Brasilianischen Real. Der Terminmarkt verwende den US-Dollar als Preismechanismus für Kaffee. Daher könne die Wechselkursbeziehung zwischen dem US-Dollar und dem Brasilianischen Real einen erheblichen Einfluss auf den Preis für Kaffeebohnen auf der ganzen Welt haben. Anders formuliert: Ein schwacher USD und damit ein starker Real mache es für brasilianische Produzenten unattraktiv die Kaffeeproduktion zu erhöhen. Seit dem vorläufigen Jahreshoch von einem US-Dollar bei 5,89 Brasilianischen Real sei die Währung um gut zehn Prozent gefallen.

Der Long-Einstieg bei Kaffee sei seit 2019 knapp unter der Marke von einem US-Dollar bereits fünf Mal erfolgreich gewesen. Nach Durchbrechen dieser signifikanten Marke sei es zu beachtlichen Kurssteigerungen gekommen. (30.06.2020/ac/a/m)






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