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Palladium: Weshalb Anleger besonders wachsam sein sollten


31.07.2020 - 13:55:00 Uhr
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - Die Sorge vor einer zweiten Coronawelle beziehungsweise einer anhaltenden ersten Welle, die damit einhergehende Befürchtung einer langanhaltenden Phase schwachen Wachstums und die zuletzt wieder schärfer gewordenen Töne zwischen den beiden Dauerkonkurrenten China und USA: Es gibt einige gute Gründe, weshalb Gold (ISIN XC0009655157/ WKN 965515) derzeit besonders stark nachgefragt wird und in der Nähe des Allzeithochs notiert, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Dass sich auch Palladium zuletzt recht robust präsentiert habe, überrasche hingegen schon. Seit dem Tief Mitte März habe der Kurs des weißen Edelmetalls um rund 25 Prozent zugelegt. Anders als Gold werde Palladium (ISIN XC0009665529/ WKN nicht bekannt) aber nicht - beziehungsweise nur in einem sehr überschaubaren Umfang - von Investoren nachgefragt, sondern in erster Linie von der Industrie. Rund 80 Prozent des Angebots würden in den Automobilsektor fließen, wobei das meiste Palladium für die Katalysatorenproduktion für Benzinfahrzeuge benötigt werde. Dies erkläre auch, dass Palladium vor der Coronakrise jahrelang der Star unter den Edelmetallen gewesen sei und der Preis kräftig zugelegt habe. Schließlich sei die Nachfrage nach Benzinfahrzeugen vor allem aufgrund des Dieselskandals und verschärfter Abgasvorschriften stark gestiegen.

Dass sich Palladium aber derzeit so stabil zeige, sei auch bei näherer Betrachtung schwer nachvollziehbar. Immerhin sei die Nachfrage aus der Autobranche drastisch eingebrochen - und zwar so sehr, dass der Palladiummarkt 2020 erstmals seit 2011 wieder einen Angebotsüberschuss aufweise. Kurzum: Für Palladium werde die Luft nach oben zunehmend dünner. (31.07.2020/ac/a/m)




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