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Ölmarkt: Eingefroren


01.03.2021 - 13:30:00 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise machten in der letzten Woche noch einmal 3,5% auf 65,19 USD/b (Brant) gut, so Christian Reuter und Thomas Wybierek von der NORD/LB.

Angesichts der doch recht dramatischen Ereignisse in den texanischen Fördergebieten sei das jedoch eine eher enttäuschende Entwicklung. Wie im Laufe der Woche zunehmend deutlich geworden sei, habe der Wintersturm im Mittleren Westen der USA in der Woche zum 19. Februar die gesamte Energieversorgung eingefroren. Betroffen gewesen seien auch die Förderung und Verarbeitung von Rohöl und Erdgas. Die Lage sei zunächst mehr als unübersichtlich gewesen. Im Per-mean-Becken sei die Produktion offenbar fast völlig zum Erliegen gekommen.


Experten würden den landesweiten Ausfall für die Woche inzwischen mit etwa 4 Mio. b/d ansetzen und den durchschnittlichen Verlust im Februar bei 1 Mio. b/d sehen. Da der Frost auch Anlagen und Ausrüstungen beschädigt habe und man die Produktion nur schrittweise hochfahren könne, werde die Rückkehr zur alten Menge einige Wochen dauern und sich bis in den März hineinziehen. All das habe den Ölpreis nur kurz auf 67,50 USD/b (Brent (ISIN XC0009677409/ WKN nicht bekannt)) hieven können. Kein Zeichen für eine ausgeprägte Knappheit. Offenbar erwarte der Markt keine wesentliche Beeinträchtigung der weltweiten Ölversorgung.

Das nächste Treffen der OPEC+ finde ja auch schon am Donnerstag dieser Woche statt. Der Club habe sich zuletzt schwer getan, einen Weg aus der Krise zu finden. Der force de majeur vergrößere aber nun den Spielraum bei den Verhandlungen und nehme so Druck aus dem Kessel. Man könne die Förderung erhöhen, ohne das Preisniveau zu gefährden.

Neben den Folgen des Wetters werde man außerdem die Quartalsabschlüsse der wichtigen nord-amerikanischen Schieferölproduzenten genau analysieren. Noch lägen nicht alle vor. Es zeichne sich aber ab, dass es viele Unternehmen im vierten Quartal 2020 dank rigorosen Kosteneinsparungen in die schwarzen Zahlen geschafft hätten. Klar sei bereits, dass sie ihr Produktionsvolumen 2020 - trotz Einbruch des Ölpreises - im Vorjahresvergleich konstant hätten halten können. Eingedenk der steilen Produktionsrückgangskurven der Schieferbohrungen und Disziplin bei den Investitionen keine Selbstverständlichkeit. Die Guidances für 2021 würden sich auf ein Fördervolumen von 13,1 Mio. b/d summieren, was etwa 1 Mio. b/d über dem Niveau von 2019 liege. Entsprechend würden die Analysten der NORD/LB ihre Prognose im Durchschnitt unangetastet lassen. (Ausgabe 9 vom 01.03.2020) (01.03.2021/ac/a/m)






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