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Rohöl: Wie gewonnen, so zerronnen - Erster Wochenverlust seit November trotz angespannter Lage


13.01.2020 - 16:00:51 Uhr
Nord LB

Hannover (www.rohstoffecheck.de) - Das noch junge Jahr beginnt für die globalen Ölmärkte mit einem Paukenschlag, die wiederholt als eine Art Seismograph der Weltpolitik agieren, so die Analysten der Nord LB.

Nachdem sich die Marktteilnehmer eine kurze Verschnaufpause vom Hin und Her im sino-amerikanischen Handelskonflikt hätten gönnen können, würden nun die Spannungen im Mittleren Osten das Geschehen am Ölmarkt dominieren. In Folge der Tötung des für das Mullah Regime bedeutsamen Generals Soleimani durch das US-Militär am 3. Januar und der Sorge vor einem entsprechenden Vergeltungsschlag aus Teheran seien die globalen Ölnotierungen auf mehrmonatige Höchststände gestiegen. Es sei kurzzeitig die Marke von USD 70 überschritten worden.


Angesichts der bisher moderaten militärischen Antwort des Irans sowie hoher US-Lagerbestandsdaten hätten die Ölpreise zuletzt wieder deutlich nachgegeben. Zum Handelsschluss am Freitag habe das Barrel Brent letztlich bei USD 65,31 auf dem Niveau des Jahreswechsels notiert. Dabei habe das Minus von rund 4% den ersten Wochenverlust seit Ende November dargestellt.

Der seit Anfang Oktober vorherrschende Positivtrend der Ölpreise bleibe zwar vorerst intakt, die Volatilität sei jedoch anlassbezogen deutlich erhöht. Nach dem Eingeständnis des versehentlichen Abschusses eines Passagierflugzeugs durch die iranischen Revolutionsgarden wachse der innenpolitische Druck auf die iranische Führung. Derweil seien aus dem Weißen Haus nach dem Vergeltungsschlag auf eine US-Militärbasis im Irak ohne Todesopfer wieder deeskalierende Töne zu vernehmen.

Selbst die Neuaufnahme der Gespräche zum iranischen Atomprogramm stehe nun wieder im Raum. Zusammen mit überraschend hohen Rohöllagerbeständen in den USA habe dies für die deutlichen Kursrückgänge zum Wochenausklang gesorgt. Eine eindeutige Tendenz der Ölnotierungen sei in der aktuellen Gemengelage nur schwer abzuleiten. Neuen Input zur fundamentalen Versorgungslage verspreche sich der Markt von den in dieser Woche anstehenden Januarberichten der EIA, IEA und OPEC. Derweil würden die Analysten die Risikoprämien aufgrund der weiterhin unsicheren Lage im Persischen Golf leicht anheben. (13.01.2020/rc/a/e)






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