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Sorge vor erneutem Überangebot lastet auf dem Ölmarkt


15.09.2020 - 09:06:06 Uhr
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der Preisdruck an den Ölmärkten setzte sich in der zweiten Septemberwoche fort und sorgte mit signifikanten Abschlägen zu Beginn der Handelswoche für einen Bruch des seit Krisenbeginn andauernden Erholungstrends, so Niklas von Perbandt und Christian Reuter von der NORD/LB.

Die Leitsorte Brent (ISIN XC0009677409/ WKN nicht bekannt) habe zum Handelsschluss bei USD 39,79 pro Fass notiert, um 6,7% niedriger als noch eine Woche zuvor. WTI (ISIN XC000A0G9CM8/ WKN nicht bekannt) habe um 6,5% nachgegeben und bei USD 37,20 pro Barrel geschlossen.


Nachdem sich die Märkte in den vergangenen Wochen recht schwankungsarm verhalten hätten, zeige sich aktuell die oft mahnend angeführte Anfälligkeit des fragilen Marktes gegenüber schlechten Nachrichten. Die Herabsetzung der offiziellen Verkaufspreise Saudi-Arabiens habe bereits Anfang September ein trübes Bild für das kurzfristige Marktgleichgewicht gezeichnet. Zudem seien zuletzt wieder die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China in den Fokus der Marktteilnehmer gerückt und auch ein stärkerer US-Dollar sei den Ölimporten außerhalb der USA nicht zuträglich. Das nun mit der angekündigten Aufhebung der Blockade libyscher Exportterminals zusätzlich die Möglichkeit für ein erhöhtes Ölangebot auf dem Weltmarkt bestehe, trage zur schwachen Performance des schwarzen Goldes bei.

Positivere Signale, wie rückläufige Ölbohrungen in den USA oder die vorübergehenden Förderausfälle im Golf von Mexiko aufgrund von Evakuierungen durch Hurrikan Sally würden in diesem Umfeld verpuffen. Generell scheine sich der Markt aktuell wieder auf eine schwierigere Phase einzustellen.

Zum Beginn der Asia Pacific Petroleum Conference in Singapur, einer Leitmesse für den internationalen Ölhandel, habe sich nun Trafigura - der weltweit zweitgrößte unabhängige Ölhändler - mit einer der Prognose herausgewagt, in der ein physisches Überangebot bis Jahresende sowie Preise knapp unterhalb von USD 40 bis Jahresende erwartet würden. Das Trafigura mit dieser Einschätzung nicht alleine sei, würden erhöhte Aktivitäten auf dem Chartermarkt für Supertanker zeigen, die in Zeiten der Überversorgung als schwimmende Zwischenlager verwendet würden. Die Mittel um erneute Überversorgungen abzuwenden hätte die OPEC+, die sich im Laufe dieser Woche zu Gesprächen über die Einhaltung der bestehenden Fördermengendrosselung zusammenfinde. Eine weitere Förderkürzung werde allerdings von Marktbeobachtern als unwahrscheinlich eingestuft. Bis auf weiteres würden die Analysten der NORD/LB ihre Prognosen unverändert halten. (Ausgabe 38 vom 14.09.2020) (15.09.2020/ac/a/m)






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