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Rohstoffe am Abend: US Öl über 78, Gold über 1.166 Dollar


29.07.2010 - 20:17:15 Uhr
rohstoffecheck.de

New York / Chicago / London (rohstoffecheck.de) – Die Ölmärkte herrscht am Donnerstagabend deutliche Kauflaune. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (September-Kontrakt) derzeit bei 78,30 Dollar (+1,31 Dollar). Der September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York bei 2,07 Dollar gegenüber dem Vortag 4 Cents fester gehandelt. Ein September-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird bei 2,10 Dollar ebenfalls 4 Cents fester gehandelt.

Gestern war der wöchentliche Ölmarktbericht der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung veröffentlicht worden. Demnach sind die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 7,3 Mio. Barrel gestiegen. Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 0,5 Mio. Barrel ausgeweitet. Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 0,9 Mio. Barrel geklettert.

In London notiert der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) bei 77,50 Dollar je Barrel 1,44 US-Dollar fester. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notiert hier bei 78,29 Dollar je Barrel 1,30 Dollar fester.

Die Futures für Edelmetalle tendieren ebenfalls stärker. Der Kurs für eine Feinunze Gold (August-Kontrakt) steigt um 6,20 Dollar auf 1.166,60 Dollar. Die Feinunze Silber (September-Kontrakt) notiert 17 Cents fester bei 17,62 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei 1.565,50 Dollar (+19,80Dollar) gehandelt.

Auch die Agrarrohstoffe tendieren stärker. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) notiert bei 19,49 Dollar je Pfund 0,62 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (September-Kontrakt) notiert 5,70 Cents fester bei 173,10 Dollar je Pfund. Kakao (September-Kontrakt) wird bei 3.031 Dollar je Tonne 21 Dollar fester gehandelt.

Der Mais-Future (September-Kontrakt) notiert 4,8 Cents fester bei 381,0 Cents. Bei Chicago-Weizen steigt der September-Kontrakt um 16,6 Cents auf 629,0 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt 10,6 Cents fester bei 988,6 Cents.

Folgende Daten wurden heute veröffentlicht:


Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland liegt im Juni in Deutschland gemäß der ILO-Arbeitsmarktstatistik bei 40,3 Mio. und damit um 0,3% über dem Vorjahresniveau. Zum Vormonat kletterte die Zahl der Erwerbstätigen um 41.000. Auch saisonbereinigt blieb ein Plus von 0,1%. Die Zahl der Erwerbslosen lag im Juni bei 3,0 Mio. und damit 0,7% unter dem Stand von vom Vormonat. Gegenüber Juni 2009 beträgt der Rückgang 9,3%.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im Juli saisonbereinigt um 20.000 zurückgegangen, ohne Bereinigung steigt die Zahl um rund 39.000 auf 3,192 Mio. Das sind 271.000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt demnach im Juli leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 7,6%. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,2% gelegen. Nach Angaben von Frank-Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, befindet sich die deutsche Wirtschaft "auf Erholungskurs", die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe sich weiter verbessert.

Die französischen Erzeugerpreise sind im Berichtsmonat zum Vormonat unverändert geblieben. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Anstieg um 3,5% nach zuvor 4,3%. Die französischen Importpreise sind im Berichtsmonat um 0,7% zum Vormonat angestiegen. Im Jahresvergleich lag Anstieg bei 7,5% nach zuvor 7,8%.

Die Verbraucherkredite in Großbritannien sind im Juni um 0,1 Mrd. Pfund zurückgegangen. Einen Monat zuvor hatten sie noch +0,3 Mrd. Pfund betragen.

Der italienische Geschäftsklimaindex ist im Juli auf 98,3 gestiegen von 96,3 im Monat zuvor.

Der Gesamtindex zur europäischen Geschäfts- und Verbraucherstimmung für Juli 2010 für die Euro-Zone notiert im Juli bei 101,3 nach zuvor 99,0 (revidiert von 98,7). Das Industrievertrauen liegt im Berichtsmonat bei -4 nach zuvor -6. Das Verbrauchervertrauen notiert zur gleichen Zeit bei -14 nach -17 im Vormonat. Der Gesamtindex für alle EU Mitgliedsstaaten notiert im Berichtsmonat bei 102,2 nach zuvor 100,3 (revidiert von 100,1). Das Industrievertrauen liegt zur selben Zeit bei -4 nach zuletzt -6, während das Verbrauchervertrauen bei -14 notiert, nach -15 im Monat zuvor.

Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone notiert im Juli bei 0,66. Im Vormonat hatte der Geschäftsklimaindex bei 0,40 gelegen. Die erste Veröffentlichung für Juni ist damit von 0,37 nach oben revidiert worden.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 457.000 gefallen. Erwartet wurden 450.000 bis 464.000 neue Anträge nach zuvor 468.000 (revidiert von 464.000).

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte ("Nat Gas Inventories") sind in der letzten Woche um 28 Bcf auf 2.919 Bcf gestiegen. In der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um 78 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 3.013 Bcf gelegen.
(29.07.2010/rc/a/m)

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