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Rohstoffe am Abend: Ölwerte verlieren, Edelmetalle gewinnen


30.07.2010 - 20:22:37 Uhr
rohstoffecheck.de

New York / Chicago / London (rohstoffecheck.de) – Die Ölmärkte geben am Freitagabend Zurückhaltung. An der New Yorker Nymex notiert leichtes US-Öl (September-Kontrakt) derzeit bei 77,94 Dollar (-0,42 Dollar). Der September-Kontrakt für eine Gallone Heizöl wird in New York bei 2,07 Dollar gegenüber dem Vortag unverändert gehandelt. Ein September-Kontrakt für eine Gallone Unverbleites Benzin wird bei 2,10 Dollar ebenfalls unverändert gehandelt.

Am Mittwoch war der wöchentliche Ölmarktbericht der Energy Information Administration (EIA) zur US-amerikanischen Lagerhaltung veröffentlicht worden. Demnach sind die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 7,3 Mio. Barrel gestiegen. Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im Wochenvergleich um 0,5 Mio. Barrel ausgeweitet. Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten um 0,9 Mio. Barrel geklettert.

In London notiert der Future für Brent Crude (September-Kontrakt) bei 77,19 Dollar je Barrel 0,40 US-Dollar leichter. Das leichte US-Öl WTI (September-Kontrakt) notiert hier bei 77,82 Dollar je Barrel 0,54 Dollar leichter.

Die Futures für Edelmetalle tendieren hingegen stärker. Der Kurs für eine Feinunze Gold (August-Kontrakt) notiert 12,40 Dollar fester bei 1.180,80 Dollar. Die Feinunze Silber (September-Kontrakt) notiert 36 Cents fester bei 17,98 Dollar. Gleichzeitig wird die Feinunze Platin (Oktober-Kontrakt) bei 1.572,80 Dollar (+9,40 Dollar) gehandelt.

Auch die Agrarrohstoffe tendieren stärker. Der Zucker-Future (Oktober-Kontrakt) notiert bei 19,55 Dollar je Pfund 0,05 Cents fester. Der Future für Arabica-Kaffee (September-Kontrakt) notiert 2,25 Cents fester bei 175,25 Dollar je Pfund. Kakao (September-Kontrakt) wird bei 3.065 Dollar je Tonne 26 Dollar fester gehandelt.

Der Mais-Future (September-Kontrakt) notiert 10,0 Cents fester bei 389,2 Cents. Bei Chicago-Weizen steigt der September-Kontrakt um 26,2 Cents auf 653,60 Cents je Scheffel. Bei Sojabohnen notiert der November-Kontrakt 10,4 Cents fester bei 998,4 Cents.

Folgende Daten wurden heute veröffentlicht:

Die japanische Arbeitslosenquote liegt im Juni saisonbereinigt bei 5,3% und ist damit zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten ist zum Vorjahr um 20.000 bzw. 0,3% auf 62,80 Mio. gesunken. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenzahl um 40.000 bzw. 1,1% auf 3,44 Mio.

Die japanische Industrieproduktion ist im Juni zum Vormonat in der vorläufigen Fassung um 1,5% gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte die Produktion in der Industrie um 17,0%.


Die japanischen Verbraucherpreise sind im Juli zum Vorjahr um 0,7% gefallen. Auf Monatssicht blieben die Preise unverändert. Die Kernrate ohne verderbliche Lebensmittel und ohne Energie sank auf Jahresbasis um 1,5%, auf Monatssicht verlor der Index um 0,1%.

Der Verbraucherpreisindex für Tokio ist im Juni gegenüber dem Vorjahr um 1,2% gefallen. Zum Vormonat ist der Preisindex um 0,6% gefallen. In der Kernrate (ohne verderbliche Lebensmittel und Energie) ist der Preisindex zum Vorjahr um 1,4% gesunken, gegenüber dem Vormonat um 0,3% zurückgegangen.

Das schweizerische KOF Konjunkturbarometer für Juli notiert wie im Vormonat bei 2,23 . Im Mai hatte es bei 2,16 gelegen.

Die italienischen Erzeugerpreise sind im Juni zum Vormonat um 0,2% gestiegen. Auf Jahressicht sind die Preise der Erzeuger um 3,4% geklettert. Die Jahresteuerung lag in Italien im Juli nach vorläufigen Angaben bei +0,4% nach 0,1% im Vormonat. Im Vergleich zum Juli 2009 stiegen die Preise um 1,7%.

Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone für Juli geht von einer Jahresteuerung von 1,7% aus. Im Monat zuvor hatte die Jahresteuerung bei 1,4% gelegen.

Für Juli notiert der EuroCOIN Indikator bei 0,40. Im Monat zuvor hatte er noch bei 0,46 gestanden.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone bleibt im Juni bei 10,0%. Bereits im Vormonat hatte sie bei 10,0% gelegen. Ein Jahr zuvor hatte sie 9,5% betragen. Die Arbeitslosenquote im Bereich der 27 EU-Mitglieder ist im Berichtsmonat unverändert bei 9,6% geblieben. Im Vergleichsmonat des Vorjahres hatte sie nur bei 9,0% gelegen.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist nach erster offizieller Schätzung im zweiten Quartal um 2,4% gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich 2,5 bis 3,0%. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 3,7% gelegen (revidiert von 2,7%). Die persönlichen Ausgaben für den Konsum ("Personal Consumption Expenditures", PCE) sind laut erster öffentlicher Schätzung in der Jahresrate um 1,6% gestiegen nach 1,9% im Quartal zuvor. Der Chain Deflator hat um 1,8% zugelegt. Gerechnet wurde mit einem Plus im Bereich 0,7 bis 1,1% nach zuvor noch 1,0%.

Der US-amerikanische Arbeitskostenindex ist im zweiten Quartal um 0,5% gestiegen nach zuvor 0,6%. Gerechnet worden war mit einem erneuten Anstieg in Höhe von 0,5%.

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im Juli bei 62,3. Erwartet wurde er im Bereich 56,3 bis 58,5. Im Vormonat hatte der Index noch bei 59,1 gestanden.

Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im Juli bei 67,8 nach 66,5. Es war erwartet worden, dass die Veröffentlichung bei 67,5 revidiert werden würde.
(30.07.2010/rc/n/m)



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