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Silberpeis in 2 Jahren?

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1. Silberpeis in 2 Jahren? 65
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 22.02.06 11:08
Silber wird in 2-3 Jahren über 100 $/oz gehandelt!
Eine gewagte Aussage! Silber über 100 $/oz? Das heisst gegen Währungen pro Kilo:

3.215,00 US$
4.180,00 CHF (1,30 US$/CHF)
2.925,00 € (1,10 Euro/US$)
Verfasst von Rainer Meier am 18.02.2006 um 7:17 Uhr
Nachzulesen unter www.goldseiten.de

Die Gründe für einen Silberpreis-Anstieg wurden in den verschiedensten Gremien, Vorträgen, Referaten schon bis zum Abwinken durchgekaut und wiederholt, dass wir an dieser Stelle darauf verzichten wollen. Die Gemeinde der "Edelmetall-Experten" steigt fast täglich und expotentiell mit steigenden Kursen.

Betrachten wir den Silberpreis aus der Sicht eines Händlers und lassen die globale Verschwörung einmal beiseite. Der Silberchart von 1792 bis 2000 hatte annähernd das Bild eines Herz-Stillstandes. Mit wenigen Ausnahmen bewegte sich die Kurslinie waagerecht.

Wie bei Gold bildete sich eine Kaffee-Tassen-Formation, Chartisten mögen mir diesen Ausdruck verzeihen, mit einer klaren Tendenz nach oben. Wenn ein Markt im Allgemeinen und ein Metall im Besonderen über Jahre, Jahrzehnte regelrecht darnieder liegt, ist es eine Frage der Zeit, bis die Reaktion nicht auf sich warten lässt.

Wie wir an den Aktienmärkten gesehen haben, kann auch in einer "niemals endenden Boomphase" eine Korrektur eintreten, die Milliarden von Dollars, Euros und Schweizer Franken vernichten kann! Anleger und Investoren haben die schmerzliche Erfahrung 2000 - 2003 gemacht.

Unter Ausschluss der Anleger und Investoren, der Analysten sowieso, hat Silber im Jahr 1999 einen Siegeszug begonnen, der wohl erst in einem wahren Feuerwerk von Hysterie in sich zusammen brechen wird. Noch haben erst ein paar wenige "Auserwählte" das Silber entdeckt. Die breite Masse schwelgt, von Anlageberatern und Wirtschaftspresse beeinflusst, nach wie vor im Nirwana der hohen Aktienkurse. Wie lange noch ?

Betrachten wir den Markt in den letzten Tagen, stellen wir fest, dass es Marktteilnehmer gibt, die das Gold/Silber-Ratio spielen. (Sell Gold - Buy Silver 1 : 60 ) Noch sind diese Positionen eher klein, aber nicht unwichtig, weil sie einen Trend anzeigen. Der Verfasser rechnet damit, dass es in den nächsten Tagen zu einer Korrektur an den Edelmetall-Märkten kommen wird. So wie es scheint, erfolgt die Korrektur unter der Marke von 600 US$/oz bei Gold und unter der Marke von 10 US$/oz beim Silber.

Die Frage sei zugelassen, bis wohin kann die Korrektur bei Gold uns führen ?

Ohne politische und militärische Einmischung dürfte sich das Gold bei einem geordneten Rückzug auf 520 - 510 US$/oz verbilligen. Bei hektischem Rückzug kann es sein, dass der Markt erst bei 475 US$/oz zur Besinnung kommt. Im, für Anleger und Investoren, besten Fall, kann auch die Marke von 425 US$/oz erreicht werden.

Das wäre dann aber der ulitmative Punkt um Gold im Portefeuille kurzfristig auf über 50% zu gewichten! Weil der Sprung nach oben sehr schnell kommen würde und der Zug dann mit der Geschwindigkeit eines TGV (sorry: ICE) die Marke von 600 US$ nehmen dürfte. Ich erwarte allerdings bei Gold zur Zeit keine Preis-Übertreibung. Mit einem Kurs von 600 - 650 US$/oz (Ende 2006) wäre Gold dannzumal fair bewertet! Gold ist zudem zu "politisch" als dass zur Zeit ein Ausbruch nach oben möglich wäre.

Und Silber? Nach Jahren der Agonie erwarte ich eine wahre Preis-Explosion im Silber! Wir wollen hier die wichtigsten Gründe nur stichwortartig auflisten:

Die digitale Bildverarbeitung
Trinkwasser-Aufbereitung
Elektronik
Anleger und Investoren

Rein auf Grund der Preisentwicklung dürfte Silber das nächste Metall sein, dass für Furore sorgen kann und wird! Ein Gold/Silber-Ratio von 1 : 17 ist möglich, ja wahrscheinlich. Sie Fragen in welchem Zeitraum? Nun ich denke, dass wir ein solches Ratio in den nächsten 1 - 2 Jahren sehen werden.

Aufgrund der weltweiten hetrogenen Märkte (NYMEX, COMEX, TOCOM) sind Volatilitäten von noch nie da gewesem Ausmass möglich.

Ist Silber erst einmal im Fokus der Finanzgemeinde, sind die Spekulations-Tore und -Schleusen weit geöffnet. Der Verfasser geht davon aus, dass am Ende eine Hysterie den Silberpreis bis auf 250 US$/oz treiben könnte.

Warum? Die Grösse des Silbermarktes! Die Edelmetall-Märkte sind im Verhältnis klein!


Ein Vergleich:

Aktienmärkte: Total 14.000 Milliarden Dollar pro Tag
Devisenmarkt: 2.000 Milliarden Dollar pro Tag
Erölmarkt: 1.000 Milliarden Dollar pro Tag
Goldmarkt: 3 Milliarden pro Tag
Silbermarkt: 500 Millionen - 1 Milliarde pro Tag

Das geschätzte Vermögen von B. Gates, 47 US$ Mrd, würde ausreichen um den Silbermarkt zu kaufen! Allein in den USA warten täglich 7 - 10 US$ Milliarden Neu-Geld darauf, irgendwo gewinnbringend angelegt zu werden. Die Masse an Geld sucht und findet Anlage-Möglichkeiten.

Nach den Aktien-Börsen sind es jetzt die Rohstoffe und Edelmetalle, die in der Gunst der Anleger und Investoren liegen. Als das und die Gier nach schnellem Geld, wird den Silberpreis in die Höhe treiben. Darum ist ein Gold-Silber-Ratio von 1 : 2,5 keine Illusion.

Die einzige Frage die wir noch nicht schlüssig beantworten können, ist die, was kommt zuerst: Die Weltwirtschaftskrise, Terror, Krieg oder die Hype im Silberpreis?

Seien wir auf beides vorbereitet!


Zusammengefasst:

Gold wird eine Korrektur erfahren 480 evt. bis 425 US$/oz
Gold ab September 2006: 600 US$/oz
Silber, das Metall 2006: 10 - 75 US$/oz
Börsen: seitwärts und schwächer
Rohstoffe: DAS Gesprächsthema auch 2006!


Unsere Empfehlung:

Physisches AU/Ag als Long-Term-Investment: gem. Empfehlung ZPMO AG
Notvorrat: gem. Empfehlung ZPMO AG


© Rainer Meier, ZPMO AG


Angehängte Grafik: Silberchart.gif

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2554. Positive Marktstimmung treibt Silberpreis
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 10:37

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2555. Denken Sie langfristig immer in wahren Werten.
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 11:01
Denken Sie langfristig immer in wahren Werten.

Die nächsten 20 Jahre werden völlig anders aussehen, als die letzten 20 Jahre. Ein Bruch von gewaltigem Ausmaß steht bevor, dessen Vorboten wir heute bereits deutlich erkennen können. Die explosiven, exponentiellen Entwicklungen der letzten 20 Jahre werden an der Endlichkeit unseres Planeten brechen, brechen wie die Brandung am Fels. Die Faktenlage lässt keinen anderen Schluss zu.

Vermutlich jagen auch Sie täglich dem Geld hinterher und müssen für Ihr Geld hart arbeiten. Aber haben Sie schon einmal über das wirkliche Wesen des Geldes nachgedacht; nachgedacht über das, wofür Sie einen den größten Teil Ihrer Zeit aufbringen? Nachgedacht über die unvorstellbare Explosion unserer Verschuldung? Über die Demographie, die Baby-Boomer-Generation und die Bevölkerungsexplosion? Über Peak-Oil und unseren unstillbaren, maßlosen Energiehunger? Nur die wenigsten erkennen die engen Zusammenhänge und die unausweichlichen, katastrophalen Folgen dieser Entwicklungen.

Was ist Geld überhaupt? Wie kommt es in die Welt? Wieso wird eigentlich alles teurer? Muss das so sein? Wieso hat die "ganze Welt" Schulden? Werden diese Schulden eines Tages bezahlt werden? Was wird passieren, wenn die Baby-Boomer in Ruhestand gehen wollen? Was wird passieren, wenn Energie- und Rohstoffknappheit auf die gleichzeitig explodierende Weltbevölkerung trifft?
Man muss es als Alchemie bezeichnen, als die moderne Alchemie des 20. Jahrhunderts, den uralten Traum des Menschen, dass Geld Geld "macht", dass Geld nicht das Ergebnis einer produktiven Arbeit mit den Ressourcen unserer Welt ist, sondern dass Geld sich aus sich selbst heraus vermehrt. Zwar wissen wir heute, dass es keinem der Alchemisten je gelungen ist, Gold künstlich herzustellen; aber welche Konsequenz haben wir gezogen? Angesichts des unlösbaren Problems der Goldvermehrung haben wir ein Papiergeldsystem geschaffen und es vom beschränkten, nicht reproduzierbarem Gold losgelöst. Jetzt war die Geldvermehrung plötzlich kein Problem mehr, der "Stein der Weisen", das "Große Elixier" war gefunden, der Traum des Geldes, das sich leistungslos vermehrt ging scheinbar in Erfüllung. Auch die historischen Alchemisten glaubten lange an ihren Traum der Goldherstellung, aber am Ende scheiterten sie kläglich an der Natur des Goldes. Nicht zufällig wird es auch im 21. Jahrhundert wieder das Gold sein, an dem die nun modernen Alchemisten des 21. Jahrhunderts scheitern werden, weil Gold ihren Betrug über den Weg des Papiergeldes verraten wird.

Um eine Prognose in die Zukunft zu wagen, richtet man seinen Blick gewöhnlich in die Vergangenheit. Was aber, wenn ein Fortschreiben der exponentiellen, explosiven Entwicklungen der letzten 20 Jahre auf die nächsten 20 Jahren in das buchstäblich Unmögliche führt? Die explosiven, exponentiellen Anstiege werden an der Endlichkeit unseres Planeten ihr Ende finden. Was heute noch eine mehr oder weniger stetige, kontrollierte Entwicklung ist, wird sich in den nächsten Jahren mit Brachialgewalt über unkontrollierte Wege entladen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Menschheit die Fakten doch noch zur Kenntnis nimmt und gegensteuert. Das vermeintlich so extrem unwahrscheinliche, undenkbare Ereignis, der Schwarze Schwan, wird er der Aulöser für die Veränderung sein?

Betrachtet man Wirtschaftsentwicklungen langfristig (engl.: long-term), so ist die Einheit einer Papierwährung nicht sinnvoll, weil sich die umlaufende Geldmenge und damit die Maßeinheit in diesen Zeiträumen stark verändert. Es ist dann erforderlich in realen, wahren Werten zu messen (engl.: real-term) und sich von den veränderlichen Maßeinheiten, wie z.B. der Papierwährung Euro, zu lösen. Es ist schlicht Unsinn, langfristige Betrachtungen in Papierwährungen vorzunehmen. Nichtsdestotrotz sind ebensolche Betrachtungen in den Medien aber üblich und führen regelmäßig zu völlig falschen, folgenschweren Schlüssen. Wir erliegen diesem Fehler, weil wir im Alltag alles in Papiergeld bewerten und eine Umstellung unseres Denkens nur mit großer Mühe möglich ist. In Wahrheit lebt unser Geldsystem aber gerade davon, dass wir seine wahre Natur nicht begreifen!

Tatsächlich ist bei langfristigen Betrachtungen jede andere Maßeinheit besser als die Papierwährung. Wenn Sie also wissen möchten, ob der Wert eines Liters Benzins in den letzten 50 Jahren tatsächlich gestiegen ist, dann fragen Sie sich nicht nach dem Euro- bzw. DM-Preis damals und heute, sondern fragen Sie sich besser, wieviel Brötchen Sie für einen Liter Benzin damals und heute hergeben hätten müssen. Die Einheit "Brötchen" ist allemahl besser als der Euro, weil der reale, wahre Wert eines Brötchens zwar schwankt, sich aber bei weitem nicht so stark verändert, wie der Wert des Euro. Damals wie heute reichen zehn Brötchen, um die Familie satt zu bekommen, jetzt versuchen Sie das mal mit einem Euro. Vor 50 Jahren gelang Ihnen das mit umgerechnet 1,96 DM problemlos!

Klingt verrückt? Richtig, um die Realität zu erkennen muss man einiges "verrücken"! Brötchen haben allerdings als Maßeinheit einige Nachteile. So ist es zum Beispiel sehr mühevoll herauszufinden, wieviel Brötchen Sie vor 50 Jahren für einen Liter Benzin hätten bezahlen müssen. Es gibt aber eine Maßeinheit, die sich wesentlich besser für den langfristigen Wertvergleich eignet: Gold, die älteste Währung der Welt. Statt der Brötchen wählt man eine Unze Gold, das sind 31,105 Gramm.

Bei RealTerm finden Sie langfristige Betrachtungen gemessen in der Einheit Gold. Lassen Sie sich in die Welt der realen Werte entführen! Sie werden staunen!

Am Ende aber erwachen die Massen. Sie begreifen plötzlich, dass Inflation vorsätzliche Politik ist und auch endlos so weitergehen wird. Es kommt zur "Katastrophenhausse". Jeder ist nur noch bemüht, sein Geld gegen "reale" Güter einzutauschen, ganz gleich, ob er sie braucht oder nicht, ganz gleich, wie viel Geld er für sie bezahlen muss. Innerhalb kürzester Zeit, innerhalb weniger Wochen oder gar Tagen wird Geld dann nicht mehr als Tauschmittel benutzt. Es wird zu einem Fetzen Papier. Niemand will mehr etwas gegen Geld abgeben.
    Ludwig von Mises, Wirtschaftswissenschaftler in "Human Action", 1949

Link:
http://www.realterm.de/

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2556. Wahre Worte von einem Bankdirektor
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 11:04
Das moderne Bankensystem erzeugt Geld aus dem Nichts. Dieser Prozess ist vielleicht der erstaunlichste Taschenspielertrick, der jemals erfunden wurde. Das Bankwesen wurde in Schlechtigkeit empfangen und in Sünde geboren. Die Bankiers besitzen die Erde. Nehmen Sie sie ihnen weg, aber lassen Sie ihnen die Macht zur Geldschöpfung, und mit einem Federstrich werden sie genug Geld schöpfen, um die Erde wieder zurückzukaufen. Wenn Sie ihnen hingegen die Macht zur Geldschöpfung nehmen, dann werden alle großen Vermögen, wie meines, verschwinden; und sie sollten verschwinden, denn dies wäre eine zum Leben glücklichere und bessere Welt. Aber wenn Sie weiterhin die Sklaven der Bankiers sein und die Kosten Ihrer eigenen Sklaverei bezahlen wollen, dann lassen Sie es zu, dass die Bankiers weiterhin Geld schöpfen und die Kreditvergabe kontrollieren.

Lord Josiah Stamp, Direktor der Bank of England (1928-1941)

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2557. Von Andrew Gause, Geldhistoriker
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 11:08
Man muss sich über unser Bankwesen der Mindestreserven klarmachen, dass es dem Kinderspiel "Die Reise nach Jerusalem" gleicht: Solange die Musik spielt, gibt es keine Verlierer.      

Andrew Gause, Geldhistoriker

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2558. DAX in Unzen Gold
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 11:48
DAX in Unzen Gold: Betrachtet man den Deutschen Aktienindex DAX über lange Zeiträume, so ist die Einheit der deutschen Währung (€ bzw. DM) nicht sinnvoll, weil sich die Geldmenge über lange Zeiträume stark erhöht (Inflation) und damit der Wert der Währungeinheit in diesen Zeiträumen stark absinkt. Hier wurde deshalb als Alternative die Maßeinheit eine Unze Gold verwendet (=31,105g), der dominierende Einfluss der Geldmengenausweitung damit ausgeschaltet. Zusätzlich ist die vorhandene, d.h. geförderte Goldmenge auf der Welt in rot eingetragen; angenähert betrug die Goldförderung in den letzten 50 Jahren etwa 1,6% des Weltlagerbestandes.
Unter einigen, vereinfachenden Annahmen kommt man zu dem Ergebnis, dass es drei wesentliche, systematische Einflussfaktoren gibt, die das Verhältnis DAX/Gold langfristig verschieben können: a) die kontinuierlich steigende Weltgoldmenge, b) der fallende Anteil Deutschlands am Weltbruttosozialprodukt sowie c) der Anstieg des DAX Performanceindexes relativ zum DAX Kursindex. Bereinigt man die Entwicklung des Verhältnisses DAX/Gold um diese genannten drei Einflussfaktoren, so sollte das Verhältnis in einer industrialisierten Gesellschaft etwa konstant sein. Wie man empirisch feststellt, pendelt die Relation DAX/Gold tatsächlich mit einer Periode von etwa 36 Jahren um einen annähernd konstanten Wert (Kreditzyklus). Die grau skizzierte Prognose im Graphen unterstellt genau diese zyklische Wiederholung des Verhältnisses DAX/Gold, wobei das Jahr 1971 etwa dem Jahr 2007 gleichgesetzt wurde. Um das prognostizierte Verhältnis DAX/Gold in seiner absoluten Höhe direkt ablesen zu können, wurden die um etwa 36 Jahre in die Zukunft verschobene, graue Kurve um die drei oben genannten Einflussfaktoren rechnerisch bereinigt. Auf diese Weise erhält man eine interessante, überraschend treffsichere Prognose, die sich natürlich noch an der zukünftigen Entwicklung messen lassen muss.
Diese ungewohnte Betrachtungsweise des DAX führt weiter zu der verblüffenden Erkenntnis, dass langfristige, reale Wertzuwächse aus Aktien von durchschnittlichn 8% und mehr nur eine Illusion sind, vorgegaukelt einerseits durch die Entwertung unserer Währung und andererseits durch jahrzehntelange Zyklen mit erheblichen Abweichungen von der zur erwartenden, durchschnittlichen Entwicklung.


Quelle: http://www.realterm.de/

Angehängte Grafik: daxingold_log.png

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2559. Silberpreisentwicklung ab 1792
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 12:34

Angehängte Grafik: silberpreis_in_dollar_ab_1792.png

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2560. Silberpreis in Dollar inflationsbereinigt
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 12:42
Silberpreis pro Unze in US-Dollar: Silber, das Gold des kleinen Mannes, das rastlose Metall, ist neben Gold das zweite "monetäre" Edelmetall. Silber war wie Gold lange Zeit Münzmetall und Anker vieler Währungssysteme. Es unterscheidet sich dennoch ganz wesentlich von Gold. Zwar ist sein Vorkommen in der erreichbaren Erdkruste wesentlich größer als das von Gold, dennoch liegt Silber nicht tonnenweise in den Tresoren der Zentralbanken. Es gibt wesentlich weniger gefördertes Silber als Gold auf der Welt, weil Silber wegen seiner außergewöhnlichen, physikalischen Eigenschaften als Industriemetall in verschiedenen Anwendungen zwingend benötigt wird und dabei zum großen Teil wieder verloren geht. Aufgrund der geringen Lagerbestände ist Silber wesentlich volatiler im Preis, mit vergleichsweise geringen Summen lassen sich heftige Preisausschläge verursachen, eine marktbeherrschende Stellung großer Marktteilnehmer erscheint aktuell sehr wahrscheinlich. Wie auch die Geschichte der Gebrüder Hunt zeigt, eignet sich der Silbermarkt damit für Manipulationen in besonderer Weise.

Im Graphen ist die rote Kurve zu betrachten, denn nur diese berücksichtigt die Inflation des US-Dollar. Dabei wird zur Inflationsmessung der amerikanische Konsumentenpreisindex CPI-U verwendet. Da dieser Preisindex aus politischen Gründen die Inflation deutlich unterschätzt, ist zusätzlich auch eine Inflationsbereinigung über die Geldmenge M2 der USA in blau eingetragen; diese dürfte die Realität am besten wiedergeben. Die schwarze Kurve mit den nominellen Preisen hingegen ist nicht sinnvoll, auch wenn diese in der Öffentlichkeit zu Vergleichzwecken üblicherweise herangezogen wird.

Angehängte Grafik: silberindollar.png

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2561. Silber in Euro inflationsbereinigt zum Vergleich
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 12:44

Angehängte Grafik: silberineuro.png

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2562. Besser kann man es nicht erklären
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 12:48
Es gibt heute keine Behörde, die für die Zahlungsversprechen Alexanders, Julis Cäsars, Ludiwg XIV., Peter des Großen, Napoleons oder Hitlers aufkommt. Sie waren zu ihrer Zeit mächtige Männer, aber keine Bank der Welt wird heute ihre Schecks einlösen. Wenn man jedoch einen Goldbarren nimmt, der einst in ihren Schatztruhen lag, erhält man den Gegenwert dafür überall in der Welt. Die Dauerhaftigkeit und Universalität des Goldes verleiht ihm eine geldgleiche Autorität, die kein anderes Geld besitzt.

William Rees-Mogg, englischer Journalist

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2563. Von Henry Thornton (1760 - 1815)
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 12:54
Wir gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass die Stelle, auf der wir stehen, fest ist und dass sich alle anderen Dinge um uns herum bewegen. Ein Mensch in einem Boot sieht, wie sich die Küste vor seinen Augen entfernt, und die Doktrin der ersten Philosophen war es, dass sich die Sonne um die Erde bewegte und nicht die Erde um die Sonne. Es ergeben sich in der Folge ähnliche Vorurteile: Wir gehen davon aus, dass die Währung, die sich in unser aller Händen befindet und mit der wir selbst in Verbindung gebracht werden, fest ist, der Preis des Metalls sich jedoch ändert; in Wirklichkeit ist es aber die Währung jeder Nation, die sich verändert und es ist das Metall, das eher festen Charakter hat.

Henry Thornton (1760-1815), britischer Ökonom und Philanthrop
in "An Enquiry into the Nature and Effects of the Paper Credit of Great Britain", 1802

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2564. Öl in US-Dollar und Gold, lineare Darstellung:
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 12:57
Die Darstellung des Ölpreises in US-Dollar und Gold im Vergleich ist eine eindrucksvoller Beweis für die Inflation (Geldmengenausweitung). Bis 1971 gab es eine Goldeinlösegarantie der USA, zuletzt wurden 35 US-Dollar in eine Unze Gold getauscht. 1971 musste US-Präsident Nixon die Goldeinlösegarantie aufkündigen. Was war passiert? Die USA finanzierten unter anderem den Vietnamkrieg über Kredit und damit über eine enorme Ausweitung der Geldmenge. Die Welt wurde förmlich mit Dollar überschwemmt. Als Frankreich seine Dollarreserven in Gold einlösen wollte, hatten die USA nicht genügend Gold. Die USA waren praktisch zahlungsunfähig. In der Konsequenz kündigte US-Präsident Nixon einfach die Goldeinlösepflicht auf. Kriege sind teuer und zerstören Werte und müssen daher immer schon nach sehr kurzer Zeit über Kredit finanziert werden. In einem goldgedeckten Währungssystem lässt sich Kredit und damit die Geldmenge aber nicht beliebig ausweiten. Die in der Graphik eingetragenen, historischen Ereignisse, Krisen und Kriege, zeugen von einer Wiederholung der Geschichte.

Sprachlich müssen die beiden Begriffe "Inflation" und "Teuerung" klar voneinander abgegrenzt werden. Der entscheidende Grund für die fortwährende Geldentwertung liegt in der Inflation (Geldvermehrung) durch die Notenbanken, die Folge dieser Inflationierung ist dann (früher oder später) die Teuerung (Preissteigerung). Am Beispiel Öl soll gezeigt werden, wie der heute fälschlicherweise synonyme Gebrauch der beiden Begriffe "Inflation" und "Teuerung" in den Medien gerne missbraucht wird. Politiker, ja selbst Fachleute wie Notenbankchefs, behaupten, dass der steigende Ölpreis Inflation verursache und stempeln damit bewusst oder ahnungslos Unschuldige, wie das Öl und die Spekulanten, zu Sündenböcken. Gleichzeitig sind sie aber selbst die Wurzel des Übels und als Täter am Werk, indem sie in immer unverantwortlicherer Weise die Geldmenge "aus dem Nichts" erhöhen. Richtig ist somit genau das Gegenteil: der in US-Dollar steigende Ölpreis ist eine Folge der unverantwortlichen Geldmengenausweitung der amerikanischen Zentralbank, ist also eine Folge der Inflation und gerade nicht deren Ursache. Misst man den Ölpreis in einer harten Währung, die sich nicht beliebig vermehren lässt, in realen Werten also, wie z.B. Gold, dann zeigt sich dem verblüffenden Betrachter, dass der Ölpreis im Vergleich praktisch nicht angestiegen ist. Zusammengefasst ist also nicht der Ölpreis gestiegen, sondern der Wert des Dollars gefallen, ein entscheidender Unterschied.

Der Staatsbankrott der USA in 1971 und die damit verbundene Aufkündigung der Goldeinlösepflicht ist im Übrigen nichts weiter als eine schönfärberische Umschreibung eines großen Betruges. Die USA hatten den Schuldnern, wie zum Beispiel Frankreich, die Einlösung der Dollarschulden in Gold zugesichert, damit stand das Gold der USA bereits im Eigentum von zum Beispiel Frankreich. Die Aufkündigung der Goldeinlösepflicht durch die USA war demnach schlicht eine Enteignung, ein Diebstahl oder eleganter, eine Währungsreform mit Eigentumsverletzung. Und heute? Heute wird diese Enteignung einfach offen für jeden einsehbar fortgeführt, es wird sich gar nicht mehr die Mühe gemacht zu behaupten, dass der Dollar durch etwas gedeckt ist. Sie wollen wissen, wie dieser Betrug damals der Öffentlichkeit "verkauft" wurde? Nun, es wurden Spekulanten für die Dollarkrisen verantwortlich gemacht, die dem Dollar den "totalen Krieg" erklärt hätten, aber sehen Sie selbst:

Angehängte Grafik: oil_lin.png

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2565. Roland Baader, deutscher Publizist
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 13:00
Wenn früher böse Buben Frösche mit einem Strohhalm aufgeblasen und zum Platzen gebracht haben, nannte man das Tierquälerei. Wenn heute Zentralbanken und Regierungen dasselbe mit ganzen Volkswirtschaften machen, nennt man das moderne Geld- und Konjunkturpolitik.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2566. Werden die Zinsen in der Euro-Zone gesenkt?
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 31.10.11 18:48
http://www.orf.at/stories/2087107/
Wirtschaft schwächelt stärker als erwartet

Die Staats- und Regierungschefs der weltweit führenden Volkswirtschaften fahren Ende der Woche mit schlechten Zahlen zum G-20-Gipfel: Nach Einschätzung von OECD-Experten wird das Wachstum 2012 vor allem in der Euro-Zone deutlicher schwächer ausfallen als erwartet. Die OECD forderte am Montag daher „mutige Entscheidungen“ von den Wirtschaftsnationen und empfahl der EZB, die am Donnerstag erstmals unter der Leitung Mario Draghis tagt, eine Senkung der Leitzinsen, um die Spannungen an den Finanzmärkten abzumildern.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2567. Interview mit Adreas Otto
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 01.11.11 06:55
Andreas Otto: Auf dem Weg zu einem neuen Weltwährungssystem

von Daniel Haase 31.10.11 16:39:19


Am Dienstag, den 8. November 2011, wird Andreas Otto in der Handelskammer Hamburg den Vortrag
„Inflation & Staatsbankrott - Investieren in hochinflationären Zeiten“ halten. Im Vorfeld sprach ich mit dem Gründer und Herausgeber des Noah Briefes über seine Einschätzungen zu währungspolitischen Entwicklungen.

Daniel Haase: In deinen Noah-Briefen verweist Du immer wieder auf einzelne Wortmeldungen hochrangiger, internationaler Politiker und Notenbanker, die auf eine kommende Neuordnung des Weltwährungssystems hindeuten. Wie würdest Du den aktuellen Stand einschätzen?

Andreas Otto: Die Hinweise, dass im Hintergrund längst an einem neuen Weltwährungssystem gearbeitet wird, häufen sich:

Unabhängig vom Euro wächst international der Wunsch nach einer akzeptablen Alternative zum Dollar. Dies gilt insbesondere für die aufstrebenden Schwellenländer mit ihren gewaltigen, inflationär bedrohten Devisenreserven. Sowohl aus Russland als auch aus China gab es mehrere öffentlich gewordene Reformvorschläge. Aber selbst Frankreichs ehemalige Finanzministerin Christine Lagarde favorisiert nach meinen Informationen mit dem Bancor eine neue Weltwährung. Mittlerweile ist Madame Lagarde Chefin des Internationalen Währungsfonds.

Daniel Haase: Wie könne ein neues Weltwährungssystem aussehen und wann wird es kommen?

Andreas Otto: Eine Reform wird kommen, wenn das alte Währungssystem vollends funktionsuntüchtig wird und für alle ersichtlich vor dem Zusammenbruch steht. Bis dahin werden die Politiker kaum pro-aktiv handeln, sondern wie hierzulande Getriebene bleiben. In Europa sind wir weiterhin voll und ganz mit lebensverlängernden Maßnahmen für den Euro beschäftigt. Inzwischen wurde zuviel Geld und „politisches Kapital“ investiert, als dass von einer Rettung der Währungsunion noch abgelassen werden könnte.

Daniel Haase: Die Aktienmärkte feierten in der Vorwoche bereits den „großen Wurf“ in Sachen Euro-Rettung. Berechtigt oder nicht?

Andreas Otto: Es wurde wiederum nur Zeit gekauft und vermutlich nicht einmal besonders viel. Nur die Bankschulden Griechenlands um 50% zu reduzieren, reicht bei Weitem nicht aus. Ohne drastischen Schuldenschnitt auch gegenüber den übrigen, öffentlichen Gläubigern wird es kaum zu einer Gesundung kommen. Außerdem ist das Land in Sachen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Hauptkonkurrenten Türkei (Tourismus) seit „Rettungsbeginn“ sogar noch weiter zurückgefallen. Innerhalb der Euro-Zone hat Griechenland kaum Chancen auf eine nachhaltige Erholung. Der Euro-Austritt wird irgendwann zur Existenzfrage.

Daniel Haase: Die Renditen zehnjähriger, italienischer Staatsanleihen überschreiten derweil schon wieder die kritische 6%-Marke. Im August und September begann laut ifo-Chef Hans-Werner Sinn eine in den Zentralbank-Bilanzen meßbare Kapitalflucht. Wie lange lässt sich der Kollaps noch hinauszögern?

Andreas Otto: Die jüngste angebliche Euro-Rettung verschlimmert die Probleme Italiens. Um es klar zu sagen: Mit Sparen wird auch Italien die Schuldenmisere nicht mehr in den Griff bekommen. Der Point-of-no-Return ist wie in Griechenland längst überschritten. Vielleicht kann durch die Markteingriffe des Euro-Rettungsfonds EFSF etwas Zeit erkauft werden. Doch ich bin skeptisch, ob sich Investoren angesichts der absehbaren Risiken mit einer bloßen Teilgarantie von 20% anfreunden können. Außerdem stellt sich die Frage nach der Werthaltigkeit solcher Garantien. Schließlich wurde der Verzicht in Griechenland als freiwillig deklariert, so dass beispielsweise getätigte Kreditausfallversicherungen nicht greifen werden. Man wird sehen, ob Investoren auch in Zukunft noch im gleichen Ausmaß Anleihen der Eurozonenperipherie kaufen, wenn, wie die Erfahrung jetzt zeigt, diese Risikoabsicherungen jederzeit durch politische Entscheidungen als praktisch wertlos erklärt werden können.

Daniel Haase: Du hast eine Reihe historischer Hyperinflationen studiert und hierzu unter anderem auch im Smart Investor publiziert. Gibt es einen roten Faden für derartige Entwicklungen?

Andreas Otto: Im Grunde geht es immer darum, dass Staaten die Grenzen ihrer Verschuldungsmöglichkeiten weit überschritten haben und irgendwann vor der Alternative Staatsbankrott oder Druckerpresse stehen.

Daniel Haase: Ist Dir ein historischer Fall bekannt, wo sich Regierungen, denen der Weg zur Druckerpresse offen stand, gegen Inflation und für den Zahlungsausfall entschieden hätten?

Andreas Otto: Nein. Zu wirklichen Bankrotten kam es eigentlich nur, wenn die Schulden in fremder, nicht „nachdruckbarer“ Währung bestanden, so zuletzt in Argentinien. Weder in den großen, politisch bestimmenden Staaten der Euro-Zone und erst Recht nicht in Amerika, Großbritannien oder Japan ist dies ein realistisches Szenario. Bei uns wird nicht die Regierung, sondern die Währung bankrott gehen (Hyperinflation).

Daniel Haase: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch. Ich freue mich schon auf Deinen Hamburger Vortrag am 8. November.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2568. Erstes Ofper der Euro-Schuldenkrise
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 01.11.11 10:08
31.10.2011 17:25
http://www.cash.ch/news/boerse_ausland/rss/...rstes_opfer-1095080-598

Drei Jahre nach dem Untergang der US-Investmentbank Lehman Brothers steht schon wieder eine namhafte Wall-Street-Firma vor dem Aus.


Der Wertpapierhändler MF Global beantragte am Montag in New York Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts. Es ist das erste grössere Opfer der Euro-Schuldenkrise an der Wall Street.

MF Global wickelt etwa für Hedgefonds deren Geschäfte mit Währungen, Derivaten oder Rohstoffen ab. Das Haus hatte aber auch selbst mit europäischen Staatsanleihen im Volumen von 6,3 Milliarden Dollar (rund 4,5 Mrd Euro) spekuliert - das scheint MF Global zum Verhängnis geworden zu sein.

Die Marktturbulenzen, die das Drama um die Rettung von Griechenland ausgelöst hatten, haben schwer auf MF Global gelastet. Die Firma fuhr alleine im dritten Quartal einen Verlust von 192 Millionen Dollar ein. Die Rating-Agenturen Moody's und Fitch stuften die Kreditwürdigkeit in der Folge auf Ramschniveau herunter. Der Kurs des börsennotierten Wertpapierhändlers war in der vergangenen Woche um 67 Prozent eingebrochen.

Die jetzige Pleite erinnert an den Bankrott von Lehman Brothers vor drei Jahren, ist in den Ausmassen aber nicht vergleichbar: MF Global hat mit annähernd 2900 Mitarbeitern gerade mal ein Zehntel der Mannstärke von Lehman Brothers. Zudem sind die Verflechtungen innerhalb der Finanzbranche weit weniger stark ausgeprägt als bei der damals viertgrössten Investmentbank der Welt.

Bankaktien unter Druck

Die Bankaktien gaben im frühen New Yorker Handel allerdings nach: Die Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley sowie die führenden Grossbanken JPMorgan Chase, Citigroup und Bank of America verloren zwischen 3 und 6 Prozent. Die Titel der Deutschen Bank bauten ihre Verluste in Frankfurt auf 9 Prozent aus. UBS gaben 6,4 Prozent nach, Credit Suisse 4,4.

Der Insolvenzantrag bedeutet allerdings nicht automatisch das Ende von MF Global. Das Unternehmen kann unter Aufsicht des Gerichts weiterarbeiten und versuchen, wieder auf die Beine zu kommen oder einen Käufer zu finden. Dabei müssen die Gläubiger aber üblicherweise auf grosse Teile ihrer Forderungen verzichten.

Lehman Brothers war kein Neuanfang vergönnt. Die Investmentbank war im September 2008 unter der Last von Fehlspekulationen auf dem US-Hypothekenmarkt zusammengebrochen und hatte damit um ein Haar die gesamte Finanzwelt mit in den Abgrund gerissen. Überall auf der Welt mussten die Steuerzahler rettend einspringen. Bis heute warten die Gläubiger von Lehman auf ihr Geld.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2569. Der Crash Course
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 04.11.11 19:44
Sehr lesenswert oder auch auf Video toll erklärt.

Viel zu lesen oder zu sehen.
20 Kapitel

Unter diesem Link für den, der etwas Zeit zur Verfügung hat.
http://www.chrismartenson.com/crashcourse/deutsch

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2570. Geldschöpfung der Banken
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 07:38
Hier nochmals verständlich erklärt

http://www.chrismartenson.com/crashcourse/deutsch/...7-geld-schopfung

Wenn wir je verstehen wollen, was in der Finanzwelt gerade vor sich geht, dann müssen wir damit beginnen Geld zu verstehen und wie es geschaffen wird. Deshalb werden wir diesen Prozess der Geldschöpfung hier untersuchen.

Lassen Sie mich Ihnen John Kenneth Galbraith vorstellen. Er lehrte viele Jahren an der Harvard University und war politisch aktiv. Er diente den Regierungen von Franklin D. Roosevelt, Harry S. Truman, John F. Kennedy, und Lyndon B. Johnson. Neben anderen Aufgaben war er unter Kennedy Botschafter der USA in Indien.

Er war einer der wenigen, der zweimal die ‚Presidential Medal of Freedom’[1] erhielt. Ganz offensichtlich eine bemerkenswerte Persönlichkeit.

Über Geld machte er die berühmte Aussage: „Das Verfahren, wie Geld geschaffen wird, ist so einfach, dass sich unser Verstand dagegen wehrt.“ Genau darüber wollen wir nun reden.

Sollten Sie diesen Teil nicht auf Anhieb verstehen, machen Sie sich keine Sorgen. Das Entstehen von Geld ist eine wahrhaft bizarre Angelegenheit, besonders wenn man beginnt darüber nachzudenken.

Es handelt sich hierbei eigentlich um einen sehr einfachen Prozess, der aber vielleicht gerade deshalb schwierig zu akzeptieren ist. Als Erstes lassen Sie uns ansehen, wie Banken Geld erschaffen. Losgelöst von der Frage, woher es kommt:

Nehmen wir einmal an, eine Person kommt in die Stadt und hat 1.000 Dollar in der Tasche. Glücklicherweise hat gerade eine brandneue Bank eröffnet, die noch keine Einlagen besitzt. Die 1.000 Dollar werden in der Bank hinterlegt und nun hat die Person ein Guthaben von 1.000 Dollar (das Bankkonto), und die Bank hat eine Schuld von 1.000 Dollar in Gestalt eben diesen Kontos. Es gibt eine Vorschrift im Bankgewerbe, ein Bundesgesetz, das den Banken erlaubt, einen Teil des Geldes, das bei ihnen hinterlegt ist, an andere auszuleihen.

Theoretisch dürfen Banken bis zu 90% der bei ihnen hinterlegten Gelder ausleihen. Wie wir aber später sehen werden, ist das tatsächliche Verhältnis näher bei 100% als bei 90%.

Da die Banken nur einen Teil, eine Fraktion, des hinterlegten Geldes als Reserve zurückbehalten müssen, lautet die Bezeichnung für diese Verfahrensweise „fractional reserve banking“.

Zurück zu unserem Beispiel. Wir haben also eine Bank mit 1’000 Dollar hinterlegtem Geld. Banken verdienen aber kein Geld, indem sie darauf sitzen. Vielmehr machen sie ihr Geld damit, dass sie das Geld zu einem Zinssatz borgen und es zu einem höheren Zins weiter verleihen.

Da jede Bank bis zu 90% ausleihen kann, findet die Bank in unserem Beispiel eine Person, die sich genau $900 leihen will.

Dieser Kreditnehmer gibt dieses Geld dann aus, indem er das Geld einer anderen Person gibt, vielleicht seinem Buchhalter, der seinerseits wiederum das Geld bei einer Bank hinterlegt.

Nun kann es dieselbe Bank sein oder eine andere/, aber das ändert in der Sache nichts. Mit dieser neuen Einlage hat die Bank nochmals $900, mit denen sie arbeiten kann. Also findet sie jemanden, der 90% dieser Summe leihen will, d.h. $810.

Uns so wird ein weiteres Darlehen gewährt, diesmal in der Höhe von $810, das ausgegeben und wieder in der Bank hinterlegt wird. Damit steht eine frische Einlage vom $810 für einen Kredit zur Verfügung. Also leiht die Bank 90% von $810, oder/ $729 aus.

So geht es weiter bis wir letztlich feststellen, dass die ursprüngliche Einlage von 1.000 Dollarzu einem Gesamtbetrag von $10'000 angeschwollen ist. Ist das alles echtes Geld? Darauf können Sie wetten, besonders, wenn es sich dabei um Ihr Bankkonto handelt.

Aber wenn sie genau hinschauen, dann erkennen Sie, dass wir hier eigentlich drei Dinge haben.

Als Erstes haben wir $1'000, die als Reserve in der Bank gehalten werden, dann gibt es insgesamt $10'000 auf verschiedenen Bankkonten und schließlich $9000 Dollar an neuen Schulden. Die ursprünglichen 1.000 Dollarwerden nun von der Bank vollständig als Reserve gehalten, aber jeder neue Dollar, die gesamten $9'000, entstand durch ein Darlehen und ist durch eine Schuld gleicher Höhe gedeckt. Wie geht’s Ihrem Verstand? Wehrt er sich?

Sie sind sicher schon darauf gekommen, dass die Bank nicht in der Lage wäre, die ganzen $10'000 auszubezahlen, falls alle Leute, die Geld in der Bank haben, gleichzeitig versuchen würden, es abzuheben – weil sie es schlicht nicht hat. Die Bank hätte nur die 1.000 Dollar als Reserve.

Sie werden ebenfalls bemerken, dass dieser Mechanismus, der Geld aus neuen Einlagen schafft, großartig funktioniert… solange kein Schuldner pleite geht.

Wenn das passiert, dann wird es heikel. Aber das ist eine andere Geschichte, dazu kommen wir später.

Für den Moment will ich, dass Sie verstehen, wie Geld durch Darlehen in die Welt kommt.

Umgekehrt “verschwindet” Geld, wenn Darlehen zurückbezahlt werden. So wird Geld erschaffen. Und ich möchte Ihnen vorschlagen, es selber zu überprüfen.

Sie können das bei der US Notenbank tun, die ein handliches Comic Buch herausgegeben hat, dem ich dieses schöne Beispiel entnommen habe.

Sie finden den Link auf unserer Website unter „Essential Articles“. Sie werden vielleicht bemerkt haben, dass ich etwas sehr wichtiges ausgelassen habe, und das sind die Zinsen.

Wo kommt das Geld her, um all die Darlehenszinsen zu bezahlen?

Wenn die Darlehen ohne Zinsen zurückgezahlt werden, dann können wir die ganze Transaktionsreihe rückgängig machen. Aber wenn wir einen Zins einrechnen, dann gibt es plötzlich nicht genug Geld, um alle Darlehen zurückzuzahlen.

Offensichtlich fehlt hier ein ganzes Stück in der Geschichte. Wir müssen herausfinden, was es damit auf sich hat. Dabei werden wir auch das Rätsel auflösen, woher die ursprünglichen 1.000 Dollar herkamen.

Was ist also der Zweck von all dem? Warum haben wir diese Minuten damit verbracht, den Mechanismus der Geldentstehung zu studieren?

Um die Bedeutung und die Auswirkungen unserer enormen Schulden einzuschätzen, müssen sie verstehen, wie diese Schulden entstanden sind. Das ist der eine Grund.

Der wichtigere hängt mit den exponentiellen Grafiken zusammen, die wir in Kapitel 3 angeschaut haben.

Aber an dieser Stelle sind wir noch nicht ganz. Fahren wir zunächst fort.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2571. Die US Notenbank
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 07:49
http://www.chrismartenson.com/crashcourse/deutsch/...die-us-notenbank

Jetzt werden wir herausfinden, wo Geld geschaffen wird. Das Verfahren funktioniert wie folgt:

Angenommen der Kongress benötigt mehr Geld als er hat.

Ich weiss, das ist etwas weit her geholt! Vielleicht hat er eine regelrecht historische Dummheit begangen, wie z.B. die Steuern gesenkt während er zwei Kriege gleichzeitig führt. Nun, der Kongress selbst hat kein Geld und wird wegen der zusätzlichen Ausgaben also eine Anfrage an das Finanzministerium richten.

Sie mögen überrascht oder empört sein, aber vielleicht auch nicht, wenn Sie erfahren, dass das Finanzministerium von der Hand in den Mund lebt und selten mehr als für einige Wochen Geld hat, wenn überhaupt.

Das Finanzministerium wird, um das nötige Geld zu beschaffen, einen Bündel Staatsanleihen drucken./ Das ist das Instrument, mit dem sich die US-Regierung Geld borgt.

Eine Anleihe hat einen Nennwert, das ist der Wert zu dem sie verkauft wird. Ferner ist sie mit einem bestimmten Zins verbunden, der dem Besitzer gezahlt wird. Wenn Sie also eine Anleihe mit einem Nennwert von $100 kauften, mit einem Zins von 5%, dann würden Sie für diese Anleihe $100 bezahlen und in einem Jahr $105 zurückerhalten.

Staatsanleihen werden im Zuge geplanter, regelmässiger Auktionen verkauft und man kann definitiv sagen, dass diese Anleihen mehrheitlich von den grossen Banken/ gekauft werden, wie in letzter Zeit von denen Chinas und Japans.

Auf diesen Auktionen kaufen die Banken die Anleihen, und der Verkaufserlös wandert in die Schatullen/ des Finanzministeriums, von wo aus er auf die üblichen staatlichen Programme und Haushaltspositionen verteilt wird.

Ich hatte versprochen, Ihnen zu zeigen, wie Geld ins Leben gerufen wird, und das ist bisher nicht geschehen, nicht wahr? Die Anleihen werden mit Geld gekauft, das bereits existiert.

Geld wird auf dem Wege dieses Vorgangs geschaffen: die Federal Reserve, das ist die US-Zentralbank, kauft einer Bank eine Staatsanleihe ab. Die FED macht dabei folgendes: Sie überweist einfach Geld im Nennwert der Anleihe an die andere Bank und übernimmt den Besitz der Anleihe. Die Anleihe wird für Geld eingetauscht.

Woher ist nun dieses Geld gekommen? Ich bin froh, dass Sie  danach fragen. Es wird aus dünner Luft, aus dem Nichts geschaffen –und zwar in dem Moment, wo die Federal Reserve diesen Schuldschein kauft.

Neues Notenbankgeld wird immer gegen Schulden eingetauscht.
Nun können wir eine Überschrift über diese Seite setzen: „Alle Dollars werden durch einen Schuldanspruch in die Welt gesetzt.“

Sie glauben mir nicht?

Hier ist ein Zitat aus einer Publikation der Notenbank mit dem Titel „Einfach gesagt“:

„Wenn Sie oder ich einen Scheck ausstellen, muss unser Konto genügend Guthaben aufweisen, um diesen Scheck zu decken. Wenn aber die Notenbank einen Scheck schreibt, besteht kein Bankguthaben, welches den Scheck deckt. Wenn die Notenbank einen Scheck ausstellt, dann erschafft sie Geld“.

Wow! Das nenne ich aussergewöhnliche Macht. Während ich und Sie arbeiten müssen, um an Geld zu kommen und es mit Risiko anlegen, um es nicht verfallen oder gar wachsen zu lassen, kann es die FED einfach drucken, soviel und wann es ihr beliebt, und dann verleiht sie es über die US-Regierung an uns - mit Zinsen.

In Anbetracht der Tatsache, dass über 3.800 Papierwährungen (sowie einige aus Metall), durch Misswirtschaft wertlos gemacht wurden, wäre es dann nicht angebracht, ein wachsames Auge darauf zu werfen, ob die Notenbank mit unserer Geldeinheit verantwortungsvoll umgeht?

Nun wissen wir, dass es da draussen zwei Sorten Geld gibt. Die erste ist der Bankkredit, Geld, geschaffen durch Kredit, wie wir hier gesehen haben. Bankkredit ist ein Art Geld, die mit einer Schuld in gleicher Höhe einhergeht und durch deren Rückzahlung ausgelöscht wird. Eine Schuld, auf die Zinsen bezahlt werden müssen.

Die zweite Art ist Geld, welches aus dünner Luft geschaffen wird, was wir hier in dieser Phase sehen.

Das Verfahren, durch das Geld geschaffen wird, ist so einfach, dass unser Verstand davor zurückschreckt. Also sorgen Sie sich nicht, wenn Sie sich dieses Kapitel noch mehrere Male anschauen müssen. Ich hatte Leute, die viermal oder häufiger an meinen Seminaren teilgenommen haben und sagten, dass sie erst jetzt beginnen würden, es wirklich zu begreifen.

Wie auch immer, wenn Sie das alles verstanden haben, es „gepackt“ haben, dann herzlichen Glückwunsch! Klopfen Sie sich auf die Schultern, denn es ist nicht einfach.

Was wir jetzt über Geld gelernt haben erlaubt uns, zwei weitere äusserst wichtige Schlüsselgedanken zu formulieren.

Der Erste ist, dass alle Dollar durch Schulden gedeckt sind. Auf der Ebene der Geschäftsbanken wird Geld durch Darlehen in die Welt gesetzt. Auf der Ebene der Noten- bzw. Zentralbank wird Geld einfach aus dünner Luft geschaffen und dann gegen verzinsliche Staatschulden eingetauscht. In beiden Fällen wird das Geld durch Schulden gedeckt.

Schulden, die Zinsen abwerfen. Aus diesem Schlüsselgedanken heraus können wir eine wirklich tiefgreifende Aussage machen, nämlich, dass jedes Jahr mindestens soviel neues Geld in die Welt geliehen werden muss, wie im jeweiligen Jahr Zinsen auf alle neuen noch ausstehenden Schulden anfallen.

Wenn wir diese Aussage etwas umdrehen, könnten wir sagen, dass die Geldmenge in jedem Jahr mindestens um den gängigen Zinssatz für neue Bankkredite zunehmen muss.

Jedes Jahr muss die Geldmenge um einige Prozente wachsen.

Weil unser auf Schulden aufgebautes Geldsystem stetig um einige Prozente wachsen muss, ist es ein exponentielles System - schon vom Konzept her. Eine Begleiterscheinung dessen ist, dass die Menge der Schulden/
im System immer größer als die Menge an Geld/ sein wird.   Ich werde das nicht werten und sagen: „das ist gut“ oder „das ist schlecht“.

Es ist einfach so wie es ist. Da Sie nun den Aufbau des Systems kennen, wird es Ihnen leichter fallen zu verstehen, dass der Spielraum für zukünftige, wirtschaftliche Entwicklungen nicht unbegrenzt, sondern an die Regeln des Systems gebunden ist.

All das führt uns zum vierten Schlüsselgedanken, nämlich dass immerwährende Aufblähung im heutigen Bankensystem eine Notwendigkeit darstellen.

Wir können sogar eine Regel aufstellen: Jedes Jahr muss soviel an neuen Krediten aufgenommen bzw. vergeben werden, wie es im jeweiligen Jahr ausstehende Zinszahlungen gibt.

Ohne eine stete Ausweitung der Geldversorgung, könnten die vergangenen Schulden nicht bezahlt werden, und die Zahlungsunfähigkeit würde sich im ganzen System ausbreiten und es möglicherweise zerstören.

Zahlungsunfähigkeit ist die Achillesferse eines auf Schulden beruhenden Geldsystems, wie wir es am Beispiel mit den Geschäftsbanken im vorhergehenden Kapitel gesehen haben.

Aus diesem Grunde sind alle institutionellen und politischen Kräfte unserer Gesellschaft darauf aus, dies zu vermeiden.

Das Bankensystem muss stetig wachsen – nicht weil es richtig oder falsch ist, sondern weil es einfach darauf ausgelegt ist.

Es ist eine Eigenschaft dieses Systems, so wie das Verbrauchen von Benzin eine Eigenschaft des Motors in meinem Auto ist. Ich könnte wünschen und hoffen, dass mein Auto mit Stroh fährt, aber das wäre Zeitverschwendung, denn ein Auto ist nun einmal nicht so konstruiert.

Da wir um die Notwendigkeit stetigen Wachstums wissen, fällt es uns leichter, sachlich begründete Annahmen darüber zu treffen, was zu erwarten ist. Und wir können daraus sinnvolle Maßnahmen ableiten, die unsere Aussichten verbessern.

Philosophischer ausgedrückt: Wir könnten uns fragen, wie es um die langfristige Lebensfähigkeit eines Systems bestellt ist, das ständig wachsen muss, aber auf einem kugelförmigen Planeten existiert.

Die Schlüsselfrage ist, „Kann unser heutiges Geldsystem auf eine Weise verändert werden, so dass es stabil, gerecht und nützlich ist, auch wenn es nicht wächst?“

Die Frage lautet also: Was geschieht, wenn ein von Menschen geschaffenes Geldsystem, das aufgrund seiner Beschaffenheit wachsen muss, Kopf voran in die physikalischen Grenzen/ eines kugelförmigen Planeten rennt?

Ich bin davon überzeugt, dass ich diesen Zusammenprall zu meinen Lebzeiten noch sehen werde, und es könnte sein, dass er bereits begonnen hat. Ich bin äusserst gespannt, was dabei heraus kommt.

Aber, wenn Sie in Ihrer Betrachtung der Zukunft flexibel sind, dann haben Sie die Gelegenheit, das Beste aus der Zukunft zu machen, was auch immer kommen wird.

Das sind packende, aufwühlende und wahrlich noch nie da gewesene Zeiten. Ich für meinen Teil, bin davon begeistert, gerade jetzt und/ hier mit Ihnen zu leben.

Nun, das ist zugegebenermassen eine wahrlich ungeheuerliche Vorstellung. Einige würden wohl sagen, dies sei nicht so sehr interessant als vielmehr beängstigend. Nun, wenn Sie erwarten, dass die Zukunft wie die Vergangenheit aussieht, dann nehme ich an, ist es beängstigend.

Aber, wenn Sie in Ihrer Betrachtung der Zukunft flexibel sind, dann haben Sie die Gelegenheit, das meiste aus der Zukunft zu machen, was auch immer daher kommt. Das sind packende, belebende und wahrlich noch nie dagewesene Zeiten. Ich zum Beispiel bin davon begeistert, gerade jetzt und hier mit Ihnen zu leben.

Im nächsten Kapitel werden wir sehr wichtigen, historischen Kontext zur Geschichte unseres Geldsystems betrachten. Wir werden erfahren, dass man unser Geldsystem entweder als ein ausgereiftes Meisterstück der Evolution oder als ein im historischen Maßstab kurzes Experiment können, das keine 37 Jahre alt ist.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2572. Unser Geldsystem ist
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 08:16
ein exponentielles System das von den Banken und Notenbanken betrieben
wird.
Das verleiht den Banken und auch den Staaten wie z.B. den USA enorme
Macht über uns alle.

Die USA finanziert seine Kriege mit Geld, das aus dem Nichts erzeugt wird.
Das muß man sich einmal vorstellen.
Leider dürfte es ja bald wieder so weit sein wenn man sich in den Medien umhört.

Die Finanzkrise die wir haben ist eine Schuldenkrise und diese Schulden
werden durch den Zins unseres Kreditgeldes jedes Jahr mehr und daran kann
sich nichts ändern weil nur die Banken und Zentralbanken das Monopol
zur Gelderschaffung haben und es nur gegen Zins verleihen.

Für mich selbst ist es jedenfalls gefährlich diesem System zu vertrauen,
da jedes exponetielles System nicht lange funktionieren kann.

Es ist damit zu rechnen das wie in der Geschichte schon so oft die Menschen
um ihre hart erarbeiteten Ersparnisse betrogen werden.
Um das System aufrecht zu erhalten wird den Banken jedes Mittel recht sein.

Das Schlimme an unserem Geldsystem ist aber, das man es so schwer
verstehen kann.
Wenn man es einmal verstanden hat wie es funktioniert, kann man es wiederum
nur schwer glauben, das es wirklich so ist.

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2573. Marktbericht von Markus Blaschzok am 4.11
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 09:13

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2574. Verkäufe der Silberanlagemünze
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 11:24
Australien Koala 2007 - 2010
Demnach müßte die 2008er 1 oz Münze wertvoller werden als die 2007er.

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=17749

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2575. Kangaroo 1987 - 2010
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 11:27
Hier hat die 2001 Münze die geringste Auflage

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=17751

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2576. Die globale Goldproduktion 2011
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 05.11.11 11:36

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2577. Gold und Silber mit neuer Dynamik
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 06.11.11 15:15
Gold und Silber mit neuer Dynamik

Mario Draghi, der neue Präsident der Europäischen Zentralbank, lässt mit der Zinssenkung ein Zeichen setzen und warnt gleichzeitig vor einem Konjunktureinbruch. Er hat den Ernst der Lage erkannt. Zinssenkung und Warnung sind eher psychologisch motiviert. Es geht, abgesehen von der Signalwirkung, in erster Linie um die Bankenrettung. Die folgenden Überlegungen zeigen, warum.

Als Thorsten Polleit von Barclays Capital neulich im Rahmen einer Wirtschaftswoche-Diskussion auf die Zwangskapitalisierung der Banken angesprochen wurde, antwortete er mit einigen enthüllenden Zahlen: „Die Banken in Euro-Land haben zusammen ein bilanzielles Eigenkapital von 2200 Milliarden, aber eine Bilanzsumme von 32.500 Milliarden Euro. Das sind 337 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In den USA beträgt dieses Verhältnis nur 80 Prozent.“ Auf die Frage nach den Konsequenzen gab Polleit die Antwort: „Es läuft vermutlich auf eine teilweise Verstaatlichung der Banken hinaus.“

Knackpunkt ist nicht allein die viel zu hohe Bilanzsumme im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, also zum Wert aller hergestellten Güter und erbrachten Dienstleistungen eines Jahres, sondern gerade auch die geringe Ausstattung mit Eigenkapital. Es beim aktuell niedrigen Kursniveau der Aktien zu erhöhen - etwa der Deutschen Bank oder Commerzbank, der französischen, italienischen oder erst recht der griechischen Banken –, wäre viel zu teuer und würde bedeuten, dass in Zukunft jegliche Gewinne auf eine Unzahl von Aktien verteilt werden müssten. Die Folge bestünde in einem Kurskollaps.

Ist in einem solchen Umfeld die Verstaatlichung wirklich eine realistische Alternative? Die Antwort lautet wie bei Radio Eriwan: Im Prinzip ja, und zwar deshalb, weil sich keine weitere anbietet – es sei denn, die Banken fahren ihr Kreditgeschäft drastisch zurück, sodass sie weniger Eigenkapital benötigen. Dann bestünde die Folge nicht im Kurskollaps, sondern in einer Wirtschaftskrise vom Typ Depression. Da die niemand haben will, ist die Verstaatlichung unausweichlich, egal, ob teilweise oder ganz.

Und deren Folge? Die Antwort von Polleit: Die Banken werden mit dem Geld, das sie dann bekommen, etwas tun müssen. „Sie können Kredite vergeben oder Anleihen kaufen. So oder so bringen sie das frische Geld in Umlauf. Das würde über kurz oder lang zu höherer Inflation führen.“ Seiner Meinung nach ist die Depression aus heutiger Sich allerdings noch nicht vom Tisch.

Solche Gedankenspiele einschließlich unzähliger Ober- und Untervarianten gehen derzeit durch viele kluge Köpfe. Von daher erklärt sich zu einem großen Teil das Hin und Her an den Aktien-, Edelmetall-, Rohstoff-, Anleihe- und Devisenmärkten. Solange nichts Richtungweisendes geschieht, außer dass die Verhandlungen der Euro-Länder wieder einmal in die so und so vielte Runde gehen, ist weiter mit dem Hin und Her zu rechnen.

Was bedeutet das für Gold und Silber? Mit Gold lässt sich eine Inflation gut überstehen, und sogar im Fall der Depression dürften Goldbesitzer viel besser davonkommen als die Besitzer sonstiger Anlagen. Was den letzten Punkt angeht, könnte man argumentieren, Anleihen, zumal Staatsanleihen, seien wegen ihrer Verzinsung besser als Gold. Doch das dürfte sich in der Regel als Trugschluss erweisen. Denn falls Schuldner – auch staatliche - wegen der Depression weder Zinsen zahlen noch Schulden tilgen können, haben ihre Gläubiger hohe Verluste.

Für Silber gilt, obwohl sein Preis sich während der vergangenen Jahrzehnte im Trend wie der Goldpreis entwickelte, bei einer Depression wahrscheinlich etwas anderes: Da es zum Teil – viel mehr als Gold – auch ein von der Konjunktur abhängiges Industriemetall ist, könnte es sich vom Gold nach unten abkoppeln. Dagegen würde sein Preis bei einer Inflation sogar kräftiger steigen als der Goldpreis.

Welche Signale senden beide Edelmetalle aktuell aus? Weiterhin positive, jedenfalls was ihre zukünftige Preisentwicklung angeht. Denn sie bewegen sich bereits seit vielen Wochen auf hohem Niveau hin und her, ohne Anstalten zu machen, unter ihr Zwischentief vom Sommer zu fallen. Sie legen also wieder einmal eine längere Pause in ihrem langjährigen Aufwärtstrend ein. Dass dabei die absoluten – nicht die prozentualen – Preisschwankungen größer ausfallen als während der früheren Pausen, sollte niemanden stören.

Kann es mit den Preisen nicht trotzdem abwärts gehen? Gesetzt den Fall, es käme wie schon im Herbst 2008 zu einer globalen Liquiditätskrise, dann besteht diese Möglichkeit durchaus. Aber warum soll es ausgerechnet zu so einer Krise kommen, da doch zumindest in den westlichen Industrieländern alle Zentralbanker, die Politiker sowieso, mit dem Geld nur so um sich werfen? Gefährlich könnte es allerdings werden, ohne dass man die Gefahr in irgendeiner Weise quantifizieren kann, falls das undurchsichtige Kreditgeschäft in China zusammenbrechen und den Westen zum Teil mitreißen würde. Dann dürfte es einen kurzen Schock einschließlich temporärer Liquiditätskrise geben – und danach eine Geldschwemme, von der die Edelmetallpreise prozentual noch stärker profitieren würden als von 2009 bis zum Sommer 2011.

Hinter den hier angestellten Überlegungen zur kommenden Preisentwicklung steckt natürlich auch die Erwartung, dass Großanleger immer noch nicht hinreichend mit Gold eingedeckt sind, schon gar nicht mit Silber. Das lässt sich Jahr für Jahr daran erkennen, dass die ETF-Bestände, nur hin und wieder für einige Zeit unterbrochen, nachhaltig steigen. In weiten Anlegekreisen galt Gold noch bis weit ins Jahr 2009 hinein als Exot. Dass es zusammen mit Silber eine Anlageklasse für sich bildet und zur Diversifikation großer Vermögen ebenso beiträgt wie Aktien, Immobilien und Cash, dieser Gedanke hat sich unter den Verwaltern von Milliardengeldern erst seit 2010 richtig durchgesetzt.

Als die Bild-Zeitung im August dieses Jahres publikumswirksam auf Seite 1 Goldbarren zur Verlosung preisgab, dachten viele Anleger: Wenn dieses Massenblatt, ein klassischer Kontra-Indikator, sich derart stark für Gold macht, ist dessen Preis in Gefahr. Tatsächlich fiel der Goldpreis danach, erholte sich bis jetzt aber wieder. Aus der Sicht von Tradern war die Bild-Zeitung also ein sehr guter Indikator. Dagegen hatte sie für langfristig orientierte Anleger nur insoweit Bedeutung, als sich danach nochmals günstige Einstiegspreise ergaben. Gold ist ebenso wie Silber ein internationales Anlagemedium; was in Deutschland mit den Edelmetallen geschieht, hat insofern nur marginale Bedeutung.

Neben Großanlegern gehören seit 2010 auch immer mehr Zentralbanken zu den aktuellen und potenziellen Goldkäufern. Beide Käufergruppen entwickeln eine Dynamik, die es noch nicht gab, als die Schmuckindustrie das meiste Gold abnahm. Die neue Dynamik strahlt auf Händler und die Masse der Anleger aus. Dadurch ergeben sich manchmal wilde Preissprünge, ohne dass es dazu eines äußeren Anlasses bedarf. Fazit: Gold und Silber in physischer Form, also als Barren und Münzen, aber auch als Aktien trotz noch so unruhiger Preise stur durchhalten!

Manfred Gburek, 3. November 2011

Wertpapier: Silverado Gold Mines

2578. Staatsbankrott und Konkursverschleppung
2166 Postings, 2198 Tage Silberlöwe , 06.11.11 16:56
Veröffentlicht von Roland Baader am 06.03.2006 um 6:58 Uhr

Ich habe den Artikel schon mal vor ein paar Jahren reingestellt.
Weil so viel von dem bis jetzt eingetroffen ist stelle ich ihn noch mal rein hier.

Staatsbankrott und Konkursverschleppung

Alle reinen Papierwährungen enden im vollständigen Verlust ihrer Kaufkraft. Das ist keine Frage des ob, sondern nur des wann. Es gibt in der Geschichte kein einziges Gegenbeispiel. Die Existenz von Zentralbanken verhindert diesen Prozeß nicht, sondern ist sogar eng mit ihm verbunden. So ist beispielsweise die Kaufkraft des Dollars vor der Gründung der FED (im Jahr 1913) mehr als hundert Jahre lang konstant geblieben, hat aber seither 92% eingebüßt. Der sog. Stabilitätsweltmeister unter den Währungen, die frühere D-Mark, hat dazu sogar nur die Hälfte der Zeit benötigt.

Für Papiergeldwährungen gibt es eine zweite eiserne Regel: Alle Staaten mit reinen Papierwährungen enden früher oder später im Staatsbankrott. Ungewiß bleibt nur, ob es zum offen erklärten Bankrott kommt (selten und meist nur nach Kriegen) oder (üblicherweise) zum verschleierten Bankrott mit langer Konkursverschleppung. Vorher schon, in "Normalzeiten" läuft ein "verlagerter Bankrott" ab, nämlich der Steuerkonkurs - das heißt der Konkurs unzähliger Bürger aufgrund von Steuerzahlungen sowie der permanente Vermögensverlust aller Bürger durch Inflation.


"Entschuldung" durch Inflation


Besonders beliebt als Konkursverschleppungsmethode ist die Inflation. So "entschuldet" sich z.B. der deutsche Staat - bei einer Staatsschuld von 1,5 Bio. Euro und einer angenommenen Inflation von 4% - um sagenhafte 60 Mrd. Euro pro Jahr. Eine besonders unmoralische Methode, weil sie die Bürger - zusätzlich zu den 60 Milliarden - noch einige hundert Milliarden an Vermögens- und Ersparnisverlusten kostet. Hinzu kommen die Schädigungen durch die "kalte Progression". So bezeichnet man den Vorgang, bei dem mehr und mehr Leute durch nominell (inflationär) aufgeblähte Einkommen in immer höhere Stufen der Steuerprogression rutschen, ohne tatsächlich (real) mehr verdient zu haben.

Wechselt die Inflation irgendwann vom Schritt in den Trab und schließlich in den Galopp, so wird die betroffene Währung irgendwann nicht mehr akzeptiert. Dann bleibt als Lösung nur eine Währungsreform. Die Deutschen mussten das im 20. Jahrhundert zweimal erleben. Der Ruin der Währung ist jedoch keine notwendige Voraussetzung des Staatsbankrotts; dieser kann auch aufgrund schierer Überschuldung erfolgen, läuft dann aber meistens "in Häppchen" ab.

Gängige Verschleppungsmethoden sind:


1. die Erhebung von Sondersteuern (siehe Solidaritätszuschlag und "Reichensteuer"),
2. riskante Beschaffung von Finanzmitteln (siehe Eichels verheerende Kurzfrist-Umschuldungen trotz historischer Niedrigstzinsen sowie die Cross Border-Leasinggeschäfte der Kommunen),
3. die Zurückweisung von Forderungen aus (angeblich) rechtlichen Gründen (siehe die Restitutionsverweigerung für Enteignungen während der sowjetischen Besatzungszeit),
4. der zeitliche Aufschub von Zins- oder Tilgungszahlungen,
5. Kurszerfall der Schuldpapiere bei sinkendem Rating,
6. Zwangskonvertierungen (Umtausch in andere Schuldpapiere),
7. Zahlungseinstellung bei politischen Umwälzungen (Weigerung der "neuen Herren", die Schulden der Vorgänger zu übernehmen),
8. Umstellung der Geldeinheit,
9. Verkauf des "Tafelsilbers" (siehe die Verkaufsabsichten der neuen Koalition) und etliches mehr.

Dem Einfallsreichtum der politischen Konkursverschlepper sind keine Grenzen gesetzt.


Staatsbankrotte keine Einzelfälle

Auch wenn die Staatsbankrotte (vorläufig noch) in entfernten Ecken der Erde stattfinden, sind sie keinesfalls seltene Erscheinungen. Die Rating-
Agentur Standard & Poor’s zählte im Jahr 2002 fünf Länder, welche die Zahlungsunfähigkeit erklärten, und per August 2003 (Berichtszeitpunkt)
lagen weitere drei Fälle vor sowie 26 Fälle von Ländern in Zahlungsverzug gegenüber Obligationen-Gläubigern oder Banken. Wer meint, in Deutschland könne das nicht passieren, ist ein hoffnungsloser Romantiker. Die Konkursverschleppung kann sich in reichen Ländern nur länger hinziehen.

Warum nun schulden sich die Staaten in einem Maße auf, das den Staatsbankrott unvermeidlich macht? Die vordergründige Antwort lautet: Weil es für den Staat nichts Leichteres gibt. Als sich in einer reinen Papierwährung fast beliebig zu verschulden. Wichtiger ist die Frage: Warum tut er das - ausnahmslos und immer wieder?

Antwort 1: Die permanente Aufschuldung des Staates steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Mechanismen der Macht. Die Herrschaft von Menschen über Menschen kann nur auf zwei Wegen erfolgen: Entweder mit dem Schwert (mit Waffen) oder mit der Methode Brot und Spiele. Letztere war nicht nur die Methode von Herrschern im alten Rom, sondern ist auch das Lebenselixier der Demokratie und trägt dort die Namen Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat und Umverteilung. Spätestens dann (meistens schon vorher), wenn die fiskalkleptokratische Abzocke des Volkes zum Zweck des Stimmenkaufs (Machtgewinn oder Machterhalt) so weit getrieben wurde, daß der Steuerertrag nicht mehr steigt, sondern sinkt (Laffer-Kurve), greift die politische Kaste zum Mittel der Verschuldung.

Antwort 2: Die permanente Aufschuldung ist auch eine Folge der "Keynesianischen Perversion". Hierbei handelt es sich um die ökonomischen Irrlehren, die der englische Ökonom Lord Keynes ab 1935 verbreitet hat und die von den politischen Eliten begierig aufgenommen wurden. Sie konnten damit nämlich ihren - allen Gesetzen der Ökonomie zuwiderlaufenden - Aktivitäten eine (schein-) wissenschaftliche Legitimation verleihen. Kern dieser VoodooÖkonomie ist die weitverbreitete Illusion, der Staat könne (und solle) mittels Geld-, Zins- und Fiskalpolitik die Konjunktur steuern, das Wirtschaftswachstum anregen und der Arbeitslosigkeit entgegenwirken.

In fiat money-Systemen funktioniert die Geld- und Zinspolitik fast ausschließlich auf dem Wege der Mehrverschuldung aller Sektoren (Staat, Unternehmen, Private). Wann immer sich eine Konjunktur-Delle ankündigt oder steigende Arbeitslosigkeit, greifen Politik und Notenbanken - getreu den Keynes’schen Lehren - zur Schuldenerhöhung und zur Erzeugung von Liquiditätsschwemmen. Der Staat tätigt höhere Ausgaben, die Unternehmen werden mit der Politik des leichten Geldes und sinkender Zinsen zu Mehr- und Neuverschuldung für Investitionen und für immer fragwürdigere Geschäfte angeregt, und die Privatleute werden - ebenfalls mit niedrigen Zinsen und Krediterleichterungen - zu steigenden Konsumausgaben verführt. Alles das läuft auf Mehrverschuldung hinaus. Anders können Geldmenge und Liquidität nicht erhöht werden. Diese Perversion führt zur Überschuldung aller Sektoren sowie zu Fehlinvestitionen und Inflation (entweder auf den Güter- oder Immobilienoder Aktienmärkten - oder überall). Die erzeugte Inflation setzt Anreize für weitere Verschuldung. Hierauf folgen früher oder später Crash und Krise. Je länger das Spiel vorher lief, desto heftiger und tiefer ist der Absturz. Die staatliche Geld-, Fiskalund Zinspolitik im fiat money-System ist auf längere Sicht geradezu eine Garantie für den Zusammenbruch. Je nach Schwere, Dauer und Häufigkeit der Krisen folgen irgendwann Staatsbankrott, Verarmung der Bevölkerung, Ausrottung des Mittelstands und oft auch eine politisch-ideologische Radikalisierung - bis hin zu Krieg und Revolution. Ein Mechanismus des Irrsinns und der Verantwortungslosigkeit.


Betrug am Bürger

Das makabre Geschehen hat auch mit dem besonderen Charakter der Staatsschulden zu tun. Staatsschulden heißen zwar genauso "Schulden" wie Privatschulden (Schulden von Unternehmen und Privatpersonen), sind jedoch völlig anderer Natur. Zwar stehen ihnen, wie bei den privaten Schulden auch, Forderungen in gleicher Höhe gegenüber, aber keineswegs die gleiche Leistungskraft und die gleichen Sicherungswerte. Während private Kredite meist in produktive Investitionen gesteckt werden, deren Erträge die Verzinsung und Tilgung der Schulden gewährleisten, fließen Staatschulden-Gelder weit überwiegend in den staatlichen oder privaten Konsum und sind somit als Ertragsgrundlage für Verzinsung und Rückzahlung verloren. Der Staat verfügt niemals über eigenes Geld, weil er keine unternehmerische Wertschöpfung betreibt. Was er ausgibt, muß er den Bürgern wegnehmen. Deshalb kann er auch die Zinsen (und eventuelle Tilgungen) für seine Schulden niemals aus der eigenen Tasche bezahlen, sondern muß dafür den Steuerzahler melken. Was der Staat dem einen Teil der Bürger (z.B. den Gläubigern von Staatsanleihen) schuldet, muß stets von anderen (oder denselben) Bürgern in Form von Steuern bezahlt werden.


Gibt es auch Licht im Tunnel?

In dem Moment, wenn diese "anderen Bürger" nicht mehr zahlen können - z.B. aufgrund von Finanzkrisen oder von wirtschaftlicher Depression - ist das makabre Täuschungs- und Illusionsspiel zu Ende. Es bleibt dem Staat dann nur noch der Ausweg über Bankrott oder Währungsreform. Das aber stellt nichts anderes dar als eine staatlich erzwungene Totalenteignung - also ein Generalbankrott - aller Bürger. Kaum jemand kann sich dem entziehen, weil die Herrschaftseliten die Menschen vermittels des Bestechungssystems Sozialstaat unentrinnbar an den Bankrottanwärter Staat gekettet und in fast vollständige Abhängigkeit gebracht haben. Wer ein Leben lang mit Steuern, Sozialabgaben, Inflation und Währungszerfall geschröpft worden ist, sieht sich nicht mehr in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Fast die gesamte Bevölkerung ist dann von einem Bankrotteur abhängig, der mit Sicherheit scheitern und sie mit in den Abgrund reißen wird. Aber genau ihn, den Sozialstaat, lieben die Menschen. Wenn der Spruch "Liebe macht blind" irgendwo gilt, dann im Verhältnis der Bürger zum Sozialstaat. Doch vergessen wir nicht: All diese Perversionen sind nur mit Falschgeld (Papiergeld) finanzierbar. Mit echtem Geld (Gold-Silbergeld) ließe sich der ganze illusionistische und zerstörerische Budenzauber nicht veranstalten. Wer Leviathan zähmen will, muß ihm sein Mastfutter - das beliebig vermehrbare Papiergeld - entziehen.


© Roland Baader
Quelle: aus SmartInvestor, 2/2006

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