Der bekannteste Rohstoff-Index - S&P GSCI - ist seit Juni um 20 % gefallen. Experten warnen, dass er noch weitere 20 % verlieren wird (Handelsblatt-Artikel unten).
Ich erwarte schon seit geraumer Zeit, dass die Rohstoff-Preise ihren jahrelangen Höhenflug angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche und Finanzkrise nicht fortsetzen können. Die Wende beim Öl deutete sich bereits Ende Juni an:
Im Gegensatz zu vielen Anderen, die nun "bei Rücksetzern nachkaufen" wollen, bin ich der Ansicht, dass die Trendwende bei den Rohstoffen aus den o. g. fundamentalen Gründen nachhaltig sein wird. Dies vereinbart sich auch gut mit dem langjährigen Konjunkturzyklus (Grafik unten, "Stadium 6").
Rohstoff-Währungen wie der Austral-Dollar haben in der letzten Woche - im Tandem mit den Rohstoffen - ebenfalls deutlich verloren. Dazu hab ich einen Thread "Devisen-Trading nach fundamentalen Kriterien" aufgemacht:
EUR/AUD ist seit Threaderöffnung von 1,65 auf aktuell knapp 1,70 gestiegen.
Mir fiel in der bisherigen Ariva-Diskussion zum Thema Rohstoffe auf, wie Viele hier unreflektiert die Argumente der "großen Adressen/Fonds" nachbeten, die angesichts der Kursschwäche bei Aktien besonders warm ihre vermeintlich sicheren Rohstoff-Fonds empfehlen. Das Totschlag-Argument der "unendlichen Nachfrage" aus Asien bzw. den BRIC-Staaten wird kaum kritisch hinterfragt. Dabei machte die FTD vorgestern explizit die Schwäche in China für den Ölpreisrückgang verantwortlich (eine These, die ich nicht teile - meines Erachtens ist die globale Wirtschaftsschwäche der Grund, keine punktuelle in China).
07.08.2008 , 12:32 Uhr Alle Segemente sind betroffen Rohstoffpreise brechen auf breiter Front ein
Seit Anfang Juli gibt es deutliche Kurskorrekturen an den Rohstoffmärkten. Einige Analysten warnen aufgrund der zuletzt pessimistischen Konjunkturprognosen vor einer aufkommenden Rezession und erwarten weiter sinkende Preise. Andere Experten empfehlen einige Rohstoffe wieder zum Kauf.
HB DÜSSELDORF. Der weltweit bekannteste Rohstoffindex, der S&P GSCI, verlor beispielsweise seit Anfang Juli fast 20 Prozent. Ähnlich hoch war die Korrektur beim Reuters/Jeffries CRB Index, die älteste Benchmark für diese Anlagekategorie. Der CRB, der sich aus dem arithmetischen Mittelwert von Rohstoffpreisen an den Terminmärkten errechnet, verzeichnete im Juli 2008 mit zehn Prozent jedoch den größten Rückgang seit März 1980.
Der Rückgang betrifft alle großen Bereiche. Von Energieträgern über industrie- und Edelmetallen bis hin zu den Agrarrohstoffen - fast alle Rohstoffe verloren deutlich. Rohöl fiel beispielsweise in den vergangenen vier Wochen von 140 auf mittlerweile 114 US-Dollar, Gold von 986 auf 879 Dollar.
Hintergrund sind die zuletzt pessimistischen Konjunkturprognosen, die nicht nur eine Rezession in den USA, sondern auch in Europa nach sich ziehen könnten. Die Volkswirtschaften in Europa könnten sich den negativen Einflüssen der US-Talfahrt wohl nicht entziehen [Dass die Entkopplungs-Theorie eine Illusion ist, diskutieren wir im US-Bärenthread bereits seit letzten Sommer - A.L.], sagt Hans-Jürgen Klisch, geschäftsführender Direktor der US-Investmentbank Raymond James & Associates. Der Experte verweist in diesem Zusammenhang auch auf die tiefgreifenden Probleme der Automobilindustrie in diesen Regionen. Bekanntlich bewirken der Bau und die Nutzung von Automobilen eine starke Rohstoff-Nachfrage.
"Die aktuelle Schwäche der Rohstoffmärkte könnte darauf hindeuten, dass die Gefahren einer weltweiten Rezession unterschätzt werden", sagt Eugen Weinberg, Rohstoff-Analyst der Commerzbank.
Eine konjunkturelle Talfahrt dürfte, so die Befürchtung der Marktteilnehmer, zu einem Rückgang der Rohstoffnachfrage und in diesem Kontext zu weiter sinkenden Preisen führen. Auf absehbare Zeit sei mit einer geringeren Nachfrage zu rechnen, so dass die Rohstoffindizes in den kommenden zwölf Monaten um weitere 20 Prozent fallen dürften, prognostiziert Dina Cover von der TD Bank Financial Group in Toronto.
Doch es gibt auch andere Stimmen. Rohstoffguru Jim Rogers schätzt die Fundamentaldaten dieser Märkte weiter als "erstaunlich" gut ein. Der Bullenmarkt für Rohstoffe werde noch eine ganze Weile andauern, erklärte Rogers bei einer Investorenkonferenz in Gold Coast, der zweitgrößten Stadt im australischen Bundesstaat Queensland. Ein Ende des Aufwärtstrends hält er basierend auf historischen Wirtschaftszyklen 2020 für möglich. "In der letzten Phase des Zyklus werden die Preise astronomische Höhe erreichen, jeder wird dann in Rohstoffe investieren", sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Im April 2006 hatte Rogers prognostiziert, der Ölpreis werde auf 100 Dollar je Barrel und der Goldpreis auf 1000 Dollar je Unze klettern. Beide Prognosen haben sich in der Zwischenzeit bestätigt. In diesem Jahr erreichten die Preise für Kupfer, Gold, Eisenerz, Kohle und Öl allesamt Rekordstände, nicht zuletzt aufgrund der rapide steigenden Nachfrage aus Indien und China. "Wir werden immer wieder Einbrüche bei den Rohstoffen sehen", sagte Rogers. Dann empfehle es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren, die Hausaufgaben zu machen und gegebenenfalls nachzukaufen.
Vor allem bei Edelmetallen mehren sich die Stimmen, dass der Rückgang nur von kurzer Dauer sei. Vor allem Gold rückt in den Fokus. "Gold wird sich besser entwickeln als andere Anlageklassen - egal, ob wir für die Zukunft von einem inflationären oder von einem deflationären Umfeld ausgehen", sagt Charles Nedoss vom Finanzhaus Peak Trading, Rosenthal Collins in Chicago. "Wir glauben, dass Gold im Jahr 2009 auch wegen der angespannten geopolitischen Situation neue Rekordpreise erzielen wird", so Nedoss.
Ähnlich sehen das die Rohstoffexperten der Commerzbank, die spätestens im vierten Quartal 2008 mit einem nachhaltigen Anstieg des Goldpreises über 1000 Dollar rechnen. Gründe seien die mangelnde Attraktivität alternativer Anlagen in inflationären Zeiten. Hinzu komme die die jahreszeitlich bedingte hohe Schmucknachfrage, die den Goldpreis in den kommenden Monaten zusätzlich beflügeln dürfte.
Auch Credit Suisse hält am positiven Ausblick für Edelmetalle fest. „Die aktuelle Korrektur dürfte gute Einstiegsmöglichkeiten an den angeschlageneren Märkten eröffnen“, schrieb die Schweizer Bank Ende Juli in ihrem Rohstoffausblick. „Platin dürfte auf dem aktuellen Preisniveau besonders hohes Wertsteigerungspotenzial bieten“.
Der Chart unten zeigt die Ölpreisentwicklung seit der Ankündigung von QE2, das neues Spielgeld für die Zockerbanken verspricht. In anderen Rohstoffen wie Baumwolle, Zucker und Metallen wie Palladium gab es seit dem Sommer teils Preisverdoppelungen.
@Lehna: Die Weltbevölkerung hat sich seit Sept. 2010 NICHT um 23 % erhöht ;-) Die Argumente, die Du vorträgst, sind die gleichen, die die Rohstoff-treibenden Hedgefonds den Medien als Pseudo-Rechtfertigung unterbreiten. Sie werden von den Medien meist unkritisch übernommen. Teils haben die Medien auch ein "Eigeninteresse" an solchen Thesen, weil sie über Anzeigen viel Geld von Rohstoff-Fonds erhalten. Gerade im Internet sind Portale auf diese Art Banderolenwerbung angewiesen.
wurde durch QE2 "nach oben gerettet". Glückwunsch, Dr. Bernanke. Die Ölindustrie und die Zockerbanken werden Ihnen die Füße küssen.
Aber sorry, ich vergaß, dass die Fed ja nur der "institutionalisierte" Ableger von GS, JPM und Co. ist, denen die private Fed ja auch "gehört". Washington nickt nur alle paar Jahre den jeweils neuen Blasen-Koch ab.
Denn die Rally bei Aktien und Rohstoffen ist rein wirtschaftspolitisch getrieben, um die Anleger in den Glauben zu wiegen, dass es nun weiter und weiter aufwärts geht und die überfällige Konsolidierung unwahrscheinlich scheint.
Im Grunde aber hat sich zu den letzten Tagen und Wochen nichts geändert und politische Börsen haben fast immer kurze Beine.
Würde mich nicht wundern, wenn diese ganze nette Rally der letzten Tage sich plötzlich ins Gegenteil verkehrt und die Märkte gnadenlos nach unten rauschen, egal ob Aktien, Rohstoffe oder EMs.
Dafür spricht jedenfalls, dass die US-Aktienmärkte ein MegaGap gerissen haben, welches geschlossen werden sollte und dafür spricht auch, dass der Anstieg nicht in der Breite getragen wird, sondern lediglich ein paar BlueChips sowie Rohstoffe nach oben geschossen sind.
Es bieten sich daher exklusive Shortgelegenheiten, auch wenn ich einen Crash jetzt nicht ausrufen wollte.
Ich weiss nicht seit wie vielen jahren du diesen blödsinn (zwanghaft) erzählst. früher hast du diesbezüglich sogar einen eigenen thread betrieben. du spielst dich hier auf und erzählst ohne nähere erklärung etwas von politischen börsen. du willst noch keinen crash "ausrufen". du liegst solange ich dich kenne immer auf der falschen seite. aber eines tages wirst du recht behalten, zumindest ein wenig.
Sind denn meine Argumente etwa keine nähere Erklärung?
Wiedermal viel nur Beleidigung über Beleidigung und im netten Goldthread lese ich immer höhere spektakulärere Kursziele. Und auch die Experten halten eine Blase für ausgeschlossen, wenn es um das liebe Gold geht. Goldman Sachs und Konsorten haben ihre Ziele einmal mehr angehoben und halten nix von Goldblase oder Übertreibung.
Aber Goldman Sachs ist ja für seine Ehrlichkeit zu seinen Anlegern und in der Öffentlichkeit bekannt ;-) Würde mich wahrlich nicht wundern, wenn Goldman Sachs sich jetzt schön die Hände reibt und in Kürze erstmal wieder fett Gewinne mitnimmt und sich darüber freut, wenn die Euphorie ausbricht.
Es ist aber immer schwer ein Ende einer Übertreibung genau vorher zu sagen, doch es wird der Tag kommen bzw. ist der Tag nicht mehr fern, an dem die Rohstoffmärkte ordentlich korrigieren und die ganzen Bullen verunsichern werden. Ich sage nur, was hoch steigt, fällt schnell auch mal wieder tief.
Ich bin und bleibe dabei, wenn die Experten und die Anleger Hurra schreien und alle Andersdenkende für Deppen halten, dann halte ich mich davon fern. Und ich muss wirklich sagen, dass die Goldbären mittlerweile derartig hart beleidigt und "unterdrückt" werden, dass es schon krankhaft ist. Sowas habe ich seit vielen Jahren in dem Ausmaß jedenfalls nicht mehr erlebt.
Also dann freut euch mal schön auf die explodierenden Rohstoffpreise, ich werde über all die Beleidigungen, die man mir angetan hat, dann freudig darüber schmunzeln.
Ich sage nur, Goldman Sachs, den kann man mit Sicherheit vertrauen ;-)
12.11.2010, 11:40 Sorge vor Leitzinserhöhung Rohstoffrally geht abrupt zu Ende
Monatelang kannten die Preise von Industriemetallen nur eine Richtung: Aufwärts. Sorgen vor einer Abkühlung des chinesischen Wachstumsmotors und die europäische Schuldenkrise bereiten dem Höhenflug ein Ende.
Gerüchte über eine Leitzinserhöhung in China und die Sorge um Irland haben eine Verkaufswelle bei Rohstoffen ausgelöst. Der Preis von Kupfer-Kontrakten zur Lieferung in drei Monaten fiel am Freitagvormittag auf 8580 Dollar pro Tonne, nachdem er am Donnerstag zeitweise einen Rekord von 8966 Dollar erreicht hatte. Der Referenzpreis für Zink stürzte um 4,7 Prozent auf 2423 Dollar pro Tonne ab. Der Ölpreis gab um 2,05 Dollar auf 86,76 Dollar pro Barrel (159 Liter) nach, nachdem er noch am Donnerstag ein Zweijahreshoch erreicht hatte.
Chinesische Politiker und Vertreter der Zentralbank haben in den vergangenen Tagen wiederholt vor einerimportierten Inflationgewarnt, nachdem die US-Notenbank in der vergangenen Woche eine neue Geldspritze ankündigte. Die Fed verschärft damit eine Niedrigzinspolitik, die renditehungrige Anleger seit Monaten nach Rohstoffen und nach Aktien aus Schwellenländern greifen lässt.
Hauptgrund für die plötzliche Wende ist nach Angaben von Händlern die Angst vor einem Einbruch der Nachfrage in China, dem wichtigsten Markt für Industrierohstoffe. "Es gibt Gerüchte über eine Leitzinserhöhung am Wochenende", sagte der Fondsmanager Wu Kann von der chinesischen Versicherungsgesellschaft Dazhong der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Das wäre angesichts der steigenden Inflation nicht verwunderlich." Am Donnerstag hatte das chinesische Statsitikamt bekanntgegeben, dass die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent gestiegen sind, so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr.
Die chinesische Wirtschaft boomt, hinzu kommen hohe Kapitalzuflüsse aus dem Ausland - der Handelsüberschuss des Exportweltmeisters belief sich allein im Oktober auf 27,1 Mrd. Dollar. Bereits am 19. Oktober hatte die chinesische Zentralbank deswegen erstmals seit 2007 den Leitzins erhöht, und zwar um 0,25 Prozentpunkte auf 5,56 Prozent.
Am Mittwoch unternahm die People's Bank of China einen weiteren Schritt, um dem Markt Liquidität zu entziehen: Der Prozentsatz für die Mindestreserve, die Geschäftsbanken bei der Zentralbank anlegen müssen, wurde mit Wirkung zum 15. November um 50 Basispunkte erhöht. Für besonders große Banken wird laut Agenturberichten ein Zusatzaufschlag von weiteren 50 Basispunkten eingeführt, so dass die größten Banken künftig 18 Prozent bei der Zentralbank hinterlegen müssen. Die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung schickte am Freitag auch die Aktienkurse in Schanghai auf Talfahrt. Der Shanghai Composite Index sank um 5,2 Prozent auf 2985,44 Zähler, das war der stärkste Absturz seit August 2009.
Die Verkaufswelle bei Rohstoffen wurde auch durch das Wiederaufflammen der europäischen Schuldenkrise angeheizt. Die Befürchtung, dass nach Griechenland auch Irland an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten könnte, lasse Anleger aus riskanten Anlagen wie Rohstoffen flüchten, sagte Jane Foley von der Rabobank der Nachrichtenagentur Reuters. "Sie rennen zum Ausgang. Die Probleme bei der Staatsverschuldung lösen Gewinnmitnahmen bei Rohstoffen und Anlagen in Schwellenländern aus." Eine Analystin der Standard Chartered Bank in Shanghai sprach von "Panikverkäufen".
Überdies drückt die Sorge um Irland den Kurs des Euro und verteuert den Dollar, die für den Rohstoffhandel maßgebliche Währung . Am Freitag fiel der Euro zeitweise auf 1.3573 Dollar, den tiefsten Stand in sechs Wochen. Der steigende Dollar-Kurs stoppte sogar den seit Wochen anhaltenden Goldrausch: Der Spot-Preis für das gelbe Edelmetall fiel am Freitag auf bis zu 1378 Dollar pro Feinunze, ein Rückgang um zwei Prozent. Wenn der Dollar steigt, schmälert das die Attraktivität von Gold als alternativer Anlage. Zudem wird das in Dollar notierte Edelmetall für Investoren außerhalb der USA teurer.
preise allein nachfragebedingt ist. Entscheidend ist die Geldausweitung, die zu einer Vermögensinflation führt, also zu höheren Preisen bei den Rohstoffen und den Aktienwerten.
@Rubensrembrandt: Liquiditäts-Ausweitungen bleiben in ein Yin-Rezession (gemäß Richard Koo) mittelfristig folgenlos, da es wegen der Bilanzrezession zu einem Nachfrage-Loch nach Krediten kommt. Der einzige Ausweg sind staatliche Päppelprogramme, die die BIP-Lücken temporär schließen können. Sie führen allerdings zu ruinöser Staatsverschuldung und wirken daher nur aufschiebend (siehe Irland).
Vergleicht man den Preis für eine Unze Gold mit dem Preis für ein Maß Wiesn Bier bezogen auf die Preise von 1950, so ist heute für 1 Unze Gold heute nur 20 % mehr Bier auf den Tisch zu stellen (aus dem neuesten Rohstoffspiegel).
Meiner Meinung nach fußen die Kursgewinne seit dem Einbruch in 2008 rein auf eine technische Reaktion, welche man nach einem Ausbruch einer Krise gewöhnlicherweise erleben kann. Man nennt eine solche Bewegung auch eine Bärenmarktrally.
Dass wir eine Blasenbildung haben sieht man u.a. an der Rally auf breiter Front bei nahezu allen Rohstoffwerten, sei es Baumwolle, Palmöl, Kupfer oder Edelmetalle. Im Grunde konnte man kaufen was man wollte, man hat quasi fast nicht verlieren können.
Eine solche nicht mehr selektive und vor allem schnelle Bewegung begründet sich 90% in reinen Spekulationen und stellt keinen Anstieg der realen Nachfrage dar.
Einen weiteren Gegenbeweis liefert auch das Transportwesen, vor allem die Containerschifffahrt, die immerhin den größten Teil an Waren, Materialien und Rohstoffen über die Meere schippert. Hier gibt es eine massive Diskrepanz zwischen den Frachtraten, welche nachwievor weit weit entfernt von den Frachtraten 2008 liegen und nicht mal annähernd die alten Frachtraten erreicht haben.
Dies passt mit der "propagierten" stark steigenden Nachfrage nach Rohstoffen und einem geringeren Angebot überhaupt nicht überein. Natürlich werden an den Börsen Zukunftsfantasien gehandelt und so wären hohe Kurse durchaus legitim, wenn in 2011 ein gigantischer Aufschwung der Weltkonjunktur folgen würde. Doch gerade diese Anzeichen eines Aufschwungs schwinden nun von Tag zu Tag immer mehr. In der EU kriselt es, die EU-Neuverschuldung liegt durchschnittlich irgendwo fernab der 5%. Die USA kommen nicht in den Tritt und nun zieht China massiv Geld aus ihrer Wirtschaft und wird das Wachstum in China deutlich schwächen, wenngleich es dann vielleicht immer noch bei guten 5% liegen könnte.
Doch was würde passieren, wenn das Wachstum in China von den gewohnten 10% nun nur noch 5% betragen würde? Würde eine nachlassende Dynamik nicht die Gefahr in sich birgen, dass es in eine kurzzeitige Rezession überschwingt? Vor allem bedingt der Sparprogramme in USA und Europa, die die Exporte wohl schmälern wird.
Dann würde die Fantasie "China" plötzlich wie ein Luftballon zerplatzen und in Panik (siehe Absturz beim Ölpreis) würden dann zu Rohstoffpreisen führen, die heute wohl nahezu niemand für möglich halten würde, nichtmal die Bären von Heute.
Der Anteil an "Papier" auf Rohstoffen im Gegensatz zum realen Bedarf dürfte vermutlich irgendwo bei einem Verhältnis von 80/20 liegen. In einigen Werten vielleicht sogar noch höher. Man bedenke, dass allein ein Fass Öl in 2008 ca. 2000mal über die Börse gehandelt wurde, bevor es real verkauft wurde!!
Dies dürfte auch dem Risikopotenzial entsprechen, denn würde man einen Wert von 80/20 ausgehen, bedeutet dies mal vereinfacht, dass in einem Jahr etwa die 4fache Jahresproduktion in Depots gebunkert werden würde. Da dies nicht erst seit einem Jahr betrieben wird, ist sogar vorstellbar, dass in einem Panik-SellOff der Nachfrage das 10fache Angebot entgegen steht. Da die Anleger bzw. Spekulanten jedoch aus der Anlage raus müssen, z.B. um Anleger auszahlen zu können oder liquide zu bleiben, kann die Angebotsseite die Preise diktieren. Die Frage wird dann sein, wer hat am meisten Panik und bietet Rohstoffe zum niedrigsten Preis an?
Bin immer noch nicht am Ende angekommen, doch um die Beiträge nicht zu lang werden zu lassen, habe ich meinen Beitrag in Teilen aufgeteilt.
Um nochmal zu meiner These zum hohen Spekulationsanteil bei den Rohstoffen im Verhältnis von 80/20 oder gar hoher zu kommen und dies auch zu untermauern, findet man die Beweise in den unterschiedlichen Kursverläufen unter den Rohstoffen selbst.
Hierbei kann man sehr gut in verschiedene Kategorien einteilen:
Kategorie A: - Rohstoffe, welche im weltweiten Blickpunkt stehen, sozusagen Schlüsselrohstoffe - Rohstoffe, welche aber zudem noch eine hohe Langlebigkeit haben - diese Rohstoffe lassen sich am besten spekulieren und man kann hier vor allem auch größere Geldmengen über lange Zeit gewinnbringend anlegen. - In diesen Rohstoffen wird vermutlich der spekulative Anteil Summen- und Verhältnismäßig am höchsten Sein - solche Rohstoffe könnte man auch zyklische Rohstoffe nennen, denn sie steigen in einer langen Hausse extrem hoch, Vervielfachen sich und fallen dafür aber in Baisse-Zeiten entsprechend stark wieder zurück.
Kursentwicklungen von +1000% im Hoch und -80% vom Hoch zum Tief sind durchaus nicht ungewöhnlich - typische Vertreter sind Metalle nahezu jeder Art. Egal welches Metall man gekauft hat, nahezu alle Metalle waren extrem begehrt. Herausstechende Beispiele für eine Übertreibung sind Kupfer und Platin, sowie Palladium.
Kategorie B: - sind Rohstoffe, welche nicht so sehr im dauerhaften Fokus stehen, sondern saisonalen Schwankungen unterliegen - Rohstoffe die keine solch hohe Langlebigkeit haben, dennoch kurzfristig interessante Spekulationsmöglichkeiten bieten. - Solche Rohstoffe haben meist keine solch langen Aufwärtstrends wie Kategorie A, sondern sind vor allem durch schnelle heftige Ausschläge in beiderlei Richtung geprägt. - die Hochs liegen in einer Hause vielleicht bei +500%, dafür geht es im Tief aber auch nicht so tief runter. - Der spekulative Anteil ist hierbei meist nur kurzfristig sehr hoch und löst sich immer wieder zum Teil wieder auf. - Typische Vertreter sind Soft Commodities, dessen Haltbarkeit in Monaten aber nicht in Wochen gerechnet werden kann. Beispielse sind Weizen, Mais, Hafer, Reis, Zucker, O-Saft oder Baumwolle.
Kategorie C: - sind Rohstoffe, welche angesichts ihrer Kurzlebigkeit für größere Spekulationen ungeeignet sind. Quasi ist der Rohstoff schon verdorben, bevor das Geld überhaupt arbeiten kann. - derartige Rohstoffe unterliegen sehr kleinen Schwankungen, Hochs liegen meist nur bei +50% und nach unten geht es auch nur max. 30% - Typische Vertreter sind Schwein, Rind, Milch
Dies beweist, dass mit zunehmender Langlebigkeit der spekulative Anteil deutlich zunimmt bzw. die Zahl der Anleger, die ihr Geld in Rohstoffe "einlösen" wollen im Gegensatz zur physischen Nachfrage enorm zunimmt. So ist davon auszugehen, dass z.B. 80% der Kupferbestände in Händen von Anlegern ist, die diese Bestände rein aus ökonischen Aspekten halten, diese jedoch nicht real benötigen werden.
Es zeigt zudem auch, dass es die Flucht aus dem Geld in Rohstoffe zur Wertabsicherung eigentlich gar nicht gibt und auch die Abwertung des Geldes real noch immer nicht existiert und die Trends einzig und allein anlagentechnisch zu begründen sind.
Dazu passt übrigens auch ein Kommentar, der mir ein "Insider" bezüglich Getreide gegeben hat. U.a. sind die Lager für Weizen, Hafer, etc. so voll wie schon lang nicht mehr, doch eben die Anleger "reservieren" bzw. "blockieren" diese Lager mit ihren Käufen, so dass man einen scheinbaren Engpass erzeugt, den es real aber gar nicht gibt.
Wie sollte man sich nun als Anleger verhalten?
Das Problem bei all den Rohstoffspekulationen ist, dass sie eine hohe Volatilität in sich birgen. Man kann zudem ein Top einer Blase nicht realistisch abschätzen, zumindest nicht so genau, als dass man übermäßig gut von einem Preisverfall profitieren könnte. Agiert man z.B. mit K.O.Zertifikaten, so droht der K.O. angesichts hoher Vola oder der Hebel ist wiederum zu gering, als dass es die Anlege wert ist.
Agiert man mit OS, so steht wiederum die Laufzeit und der Laufzeitverlust im Wege.
Da ein Preisverall an den Rohstoffmärkten nicht an den Aktienmärkten spürbar vorbei gehen wird, lohnt es sich meiner Meinung nach trotzdem mehr, den Aktienmarkt zu "shorten".
Kursziel für Kupfer könnte ich mir auf Sicht der nächsten 2 Jahre durchaus Kurse von 2500$ vorstellen, um nur mal die Risiken zu zeigen.
Anti-Lemming, ich denke mit diesem Thread liegst du "goldrichtig" und es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis nicht mehr genügend Anlagekapital nachfließt um den Hype aufrecht zu halten.
Hier ist ein Dreisatz, der den Rohstoff-Bullen das Fürchten lehren sollte:
Erstens, die Leading Indicators von Chinas National Bureau of Statistics zeigen scharf nach unten und deuten eine signifikante Verlangsamung des BIP-Wachstums im Reich der Mitte an. Diese hatte vor ein paar Monaten an dieser Stelle schon der ehemalige Chefvolkswirt der Deutsche Bank, Norbert Walter, prognostiziert, als er schrieb, Chinas BIP-Zuwächse würden sich etwa halbieren.
Zweitens, die chinesischen Frühindikatoren sind fast deckungsgleich mit den Frühindikatoren der OECD, die ebenfalls scharf nach unten zeigen. Die eine Kurve passt sich seit zwei Jahren der anderen so eng an wie Eva Longorias Bikini.
Drittens: Das letzte Mal, als die OECD-Frühindikatoren so plumpsten, folgte der Kollaps der Rohstoffpreise im Sommer und Herbst 2008.
Auf diese Parallelität macht Albert Edwards bei der Societe Generale in seinem neuen Global Strategy Weekly aufmerksam. Seine These, oder Prognose: Wenn der wirtschaftliche Zyklus dreht, wird er den preistreibenden Effekt der Liquidität überwältigen. Der Rest ist bekannt: Eine Schussfahrt, die es in sich hat. Sage nachher keiner, wir hätten hier nicht gewarnt.
Erschwerend kommt laut Albert Edwards noch hinzu, dass die Frühindikatoren auch für Indien und Brasilien nach unten weisen. Ein Fakt, der in der allgemeinen Schwellenmarkt-Euphorie seiner Meinung nach derzeit ziemlich untergeht.
Zitat: “Not only is the market's favourite EM economy seemingly set to slow rapidly, but the OECD concludes that Brazil is also officially in slowdown. India is even worse, being defined as in a downturn, as are the Asian big five in aggregate, China, India, Indonesia, Japan and Korea. Funny how this news just doesn't seem to be getting much attention recently amid the runaway EM/commodity euphoria."
dpa-AFX: Rohstoffe so teuer wie noch nie HAMBURG (dpa-AFX) - Die Preise für Rohstoffe außer Energie sind so hoch wie noch nie. Der HWWI-Rohstoffpreisindex ohne Energie lag im November in US-Dollar um 3,2 Prozent höher als im Sommer 2008 und erreichte damit ein Allzeithoch, teilte das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) am Donnerstag in der Hansestadt mit. In Euro lagen die Rohstoffpreise sogar um 19,2 Prozent höher. Am stärksten verteuerten sich (in Euro) im abgelaufenen Monat Baumwolle (plus 19,3 Prozent) und Wolle (13,8 Prozent), aber auch Pflanzenöle (plus 9,6 Prozent), Zucker (plus 9,1 Prozent), Kaffee (plus 9,5 Prozent) und Kautschuk (plus 12,2 Prozent) wurden deutlich teurer./egi/DP/jha
----------- Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten. Wahre Profis gründen ein Bank.
und Aktienkurse in einer Rezession sinken und in einem Wirtschaftsboom steigen, da hat der Markus Gaertner nichts neues entdeckt. Zu China: Das BIP wächst mit rund 10% pro Jahr, die Staatsführung möchte aber nur 8% p.a., vielleicht sogar noch weniger, um die galoppierende Inflation in den Griff zu bekommen. Letztlich muß man abwarten, was hinten raus kommt: 2010 wächst die Weltwirtschaft um über 4%, beim Öl hat man einen Korrelationsfaktor von knapp 0,5, d.h. die Ölnachfrage sollte um gut 2% steigen (ca. 1,7 Mio. Barrel/d). Sollte die Weltwirtschaft 2011 wieder um 4% steigen (Brasilien, Indien, China & Co. werden es zeigen), dann geht auch bei den Rohstoffpreisen die Post ab, aber nur nach oben;-)
"Indien glänzt mit 8,9 Prozent Wirtschaftswachstum
Indiens Wirtschaftsdaten haben die Kritiker wieder einmal überzeugt. Viele Beobachter hatten eigentlich mit einer Verringerung des Wachstums gerechnet, wie sie in vielen anderen Ländern im dritten Quartal festzustellen war. Stattdessen stand Indiens Konjunktur aber weiter unter Volldampf. Das Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorjahr – wie schon im vorangegangenen Quartal – um 8,9 Prozent, und übertraf damit sämtliche Erwartungen.
Damit verfügt unter den großen Volkswirtschaften dieser Welt nach China nur noch Indien über eine vergleichbare Wachstumsdynamik. Die westlichen Wirtschaftblöcke sehen neben solchen Zuwachsraten alt aus. In den USA stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal lediglich um 2,5 Prozent; die Eurozone kam sogar nur auf einen Anstieg um 1,9 Prozent.
Getrieben wurde das indische Wachstum verstärkt vom Konsum und vom tertiären Sektor. Bei den Dienstleistungen ergab sich ein Zuwachs um 12,1 Prozent. Der Anstieg der Industrieproduktion hat sich verringert, lag aber mit 9,8 Prozent immer noch auf einem ansehnlichen Niveau. Daneben blieb auch die Investitionstätigkeit mit einem Anstieg um 11,1 Prozent äußerst robust. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der indische Wirtschaftsraum zunehmend von ausländischen Konzernen entdeckt wird, die dort erhebliche Entfaltungsmöglichkeiten für sich sehen.
Das schwerwiegendste Problem des Landes ist derzeit die Inflation. Obwohl die Notenbank den Leitzins seit Jahresbeginn bereits sechsmal angehoben hat, lag der Anstieg bei den Verbraucherpreisen noch bei 9,7 Prozent, und bei den Großhandelspreisen bei 8,6 Prozent. Die Nachfrage nach Gütern ist schlichtweg höher als das Angebot. Ein Flaschenhals ist beispielsweise die noch relativ unterentwickelte Landwirtschaft. Und auch bei den Verkehrsnetzen oder bei der Strom- und Wasserversorgung sind noch erhebliche Investitionen erforderlich, damit das bisherige Wachstum beibehalten werden kann.
Indiens Leitindex – der Sensex – legte dieses Jahr erneut gut zu. Besonders erfreulich ist dabei, dass vergangenen Monat auch das alte Hoch aus dem Jahr 2008 nochmals überboten werden konnte. Somit wurde kürzlich ein neues Allzeit-Hoch markiert, was aus technischer Sicht weitere Perspektiven eröffnet. Allerdings sind indische Aktien inzwischen nicht mehr billig. Das Durchschnitts-KGV auf die im Sensex enthaltenen Werte befindet sich aktuell bei knapp 19."
----------- Keine Chance für Benziner und Dieselstinker! Macht den Weg frei für Elektromotoren! Benzinpreis: 3 Euro pro Liter!
UNITED NATIONS (Reuters) - The world economic recovery from the 2008 financial crisis is losing steam, with growth, hit by austerity drives in rich countries, not enough to restore the 30 million lost jobs in the next two years, the United Nations said on Wednesday.
"The road to recovery from the Great Recession is proving to be long, winding and rocky," said an annual U.N. survey, "World Economic Situation and Prospects 2011."
"After a year of fragile and uneven recovery, growth of the world economy is now decelerating on a broad front, presaging weaker global growth in the outlook."
The report forecast that, after a better-than-expected rate of 3.6 percent this year, the world economy's growth would slow to just 3.1 percent next year -- slightly less than a mid-year U.N. review predicted in May -- and 3.5 percent in 2012....
und 3,5% in 2012 würde eine klar steigende Rohstoffnachfrage zur Folge haben, vermutlich mit steigenden Preisen. Die OECD arbeitet mit etwas höheren Zahlen, aber da muß man sich nicht streiten. Einfach abwarten wohin es läuft. Zu heftige Sparprogramme könnten das Wirtschaftswachstum abwürgen, zu viel Liquidität könnte zu boomenden Asset-Preisen führen.
"The Organization for Economic Cooperation and Development cut its global growth forecast for next year, predicting a “soft spot” as stimulus spending fades before investment spurs a revival in 2012.
The global economy will expand 4.2 percent next year instead of the 4.5 percent predicted in May, the Paris-based organization said today in its semi-annual Economic Outlook. Growth will recover to 4.6 percent in 2012, it said................"
(das 135. mal ?) verschieben. Dass Tony Ford hier vor ein paar Tagen aufgetaucht ist (#402) war der beste Kontraindikator. Dass Öl, Silber und knapp auch Gold nun auf neuen Highs notieren war daher vorraussehbar.
----------- Nicht einmal jene, die ihren Nutzen von einem Denunzianten ziehen, schätzen diesen.
dass Angesichts der Zukunfts- und Wachstumsfantasien viel Öl, sowie Rohstoffe allgemein auf Lager liegen aber in der vorhandenen Lagermenge nicht auftauchen, weil sie ja gekauft wurden.
D.h. sollte die Fantasie aus den Märkten gleiten und sich das Wachstum z.B: in China und auch weltweit abschwächen, so werden die Spekulanten anfangen ihre Lagerhäuser zu öffnen und dann kommt zu der eh schon stark gedrosselten Fördermenge auch noch das Öl der Spekulanten auf dem Markt.
Dieser Effekt sorgte 2008 zu dem Crash und wird so wie es Anti Lemming beschrieben hat wohl auch in Kürze für einen Einbruch sorgen. Wie stark dieser Einbruch sein wird, da muss man abwarten, dies weiß niemand.
Kurse um 40$ halte ich jedenfalls für durchaus wahrscheinlich.
Achja biomüll kommt bekanntlicherweise in die Biotonne, alles andere gibt nur unnötigen Gestank ;-)
In Brüssel arbeitet die EU-Behörde intensiv an einem Verbot an Spekulationen in Agrarrohstoffen. Bis so etwas greift, braucht es Zeit, aber: Gibt es eine konkrete Entscheidung, so klappt der Markt für Agrarrohstoffe wie ein Taschenmesser zusammen. Hier gilt nicht nur Vorsicht, sondern Abstand. Denn alle Märkte dieser Art werden nicht von echten Verhältnissen von Angebot und Nachfrage gestaltet, sondern von den Finanzinvestments über ETF. Das ist eine sehr gefährliche Gradwanderung. Nehmen Sie Abstand von solchen Investments.
----------- Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten. Wahre Profis gründen ein Bank.
wenn sie wirklich glauben sollten, sie könnten mit "Spekulationsverboten die Agrarrohstoffe verbilligen.
@ pichel - was würde entsprechende Anbieter (von Agrarrohstofffonds) daran hindern, ihre Niederlassung zu ändern.
Mir fehlt die Schlüssigkeit in der Argumentation, dass eine diesbezügliche Entscheidung in Brüssel irgendeinen nachhaltigen und signifikanten Einfluss auf die Agrarrohstoffpreise hätte.
Vielleicht hätte es sogar mittelfristig genau den gegenteiligen unerwünschten Effekt, dass in Folge dessen sogar die Preise anziehen, weil der Markt sehen würde, dass die Politik hier gar nichts machen kann - vorallem deshalb weil das Problem nicht einmal richtig diagnostiziert wird:
- die ansteigende Nachfrage weltweit, vorallem die sogn. "Schwellenländer"
- schlechte Ernten (Australien) und Wetterkapriolen
- Biotreibstroffwahn (1/3 der US-Maisproduktion wird in überdimensionierten Pick-Ups und SUVs verheizt. Macht natürlich nicht nur Mais selbst teuerer, sondern auch andere Agrarrohstoffe, weil zunehmend mehr Agrarfläche für Mais herangezogen wird.
- bei einigen Rohstoffen kommen noch sehr spezifische Probleme beim Angebot hinzu (Öl, Kakao etc)
>>> Wie soll da "Brüssel" auch nur irgendetwas mit Verboten ändern ??
Bevor man sich an die (vermeintliche) Lösung eines Problems macht, sollte man dieses zuerst genau analysieren.
Zuallerst sollten die EU-Länder & Brüssel eine anständige Haushalts- und Geldpolitik betreiben. Vieles von dem billigen Geld, mit dem die Banken gerettet wurde, geht jetzt in die Rohstoffmärkte. Die Schuld bei sich selbst zu suchen ist nicht leicht. Da ist schon viel leichter die Schuld bei den "bösen Spekulanten" zu suchen. Das ist populistisches Schattenboxen. Bei Sarkozy & Co nichts Neues.
----------- Hilfe, werde von einem psychopathischen "witzig" -Stalker verfolgt. Von wem? Seht meine Bewertungen
dabei hätte ich nichts dagegen, sondern ich würde es auch unterstützen, wenn man BANKEN den Eigenhandel mit Rohstoffen verbieten würde. Allerdings glaube ich nicht, dass dies den gewünschten Effekt bringen würde. Einen Versuch wäre es vielleicht dennoch wert - vorallem auch zu zeigen, dass es keinen nachhaltigen Effekt auf die Agrarroshtoffe hat.
HIER: das ist hier ist der HAUPTGRUND, warum Agrarohstoffe sich so verteuern: