Es wird ja schon traditionell behauptet, dass eine Geldmengenausweitung zwangsläufig zu Inflation führt und das unentwegte Drucken von Geld in einer Hyperinflation und schließlich dem Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems enden muß. So kam es zumindest auf der Rohstoffmesse 2008 in München "rüber". Dabei wird natürlich gerne übersehen, dass Inflation nur dann entstehen kann, wenn diese Geldmenge als reale(s) Nachfrage / Angebot im Wirtschaftskreislauf ankommt. Wo aber ist plötzlich diese immense Geldmenge? Wo hat sie sich versteckt und wie kann es sein, dass trotz der ausbordenen Geldmenge plötzlich alle Finanzinstitute Liquiditätsinjektionen benötigen? Beispiel Japan - wo ist die ganze Geldmenge damals 1990 in Japan abgeblieben? Hat die jemand weggezaubert und wie konnte es sein, dass trotz Platzen mehrerer Blasen in Japan keine Hyperinflation herauskam, sondern die größte Deflation der Menschheitsgeschichte über dieses Land hereinbrach? Und wird der Goldpreis tatsächlich manipuliert? Doch warum? Kauft man sich Xetra-Gold, so kann man sich dieses Gold physisch ausliefern lassen. Doch warum jammert dann jeder über den angeblichen Goldmangel?
Wollte nur mal zum Denken anregen...
----------- Besitzer von Zinspapieren schlafen gut; Aktienbesitzer dagegen leben gut
Natürlich zahle ich die Grundsteuer über die Nebenkosten. Mit dem Unterschied - wenn es mir zu teuer wird, bin ich in 3 Monaten aus der Bude draussen. Versuch' das mal mit einem finanzierten Haus, wenn die Gemeinde wie in Stuttgart (glaube dort war das?) die Grundsteuer vervierfacht.
Ne, das Geld, was ich mir jeden Monat durch ne billige Miete anspare, stecke ich lieber in Dividendenpapiere (bin nicht der Super-Goldjünger, auch wenn ich viel in dem maba-Thread schreibe).
Aber jeder nach seiner Facon! (Wie macht man auf der dt. Tastatur dieses c mit Komma dran?)
ALT-Taste drücken und gleichzeitig 135 eingeben, dann ALT-Taste loslassen.
Allerdings ist die korrekte Schreibweise "Fasson".
Heute war mal eine andere Beschäftigung mit Edelmetall angesagt. Hab ein Stück von einem Silberbarren 'runtergesägt und ein schönes Schmuckstück draus geschmiedet. So was sollte jeder EM-Fan mal versuchen, weil es einem ein ganz anderes, noch besseres Gefühl für das Material gibt. Man versteht besser, was Menschen daran fasziniert. Kann man ja auch mit EM-Schrott oder einer alten Münze machen.
"Chicago Mercantile Exchange erhöhte die Margin bei Silber um 13%, der zweite Anstieg in einer Woche. Für einige Zocker offensichtlich zu viel, weil sie zu wenig auf den Rippen haben, sie mussten verkaufen."
Natürlich und deshalb sollte sich auch nicht jeder eine Immobilie kaufen. Der entscheidende Vorteil der Miete ist die Flexibilität, gerade wenn Einkommen, Wohnort etc. nicht auf absehbare Zeit "gesichert" sind... Jetzt auf den "Luxus" einer großen Wohnung/Haus zur verzichten und das Ersparte in Gold/Aktien anzulegen ist sicher eine extrem gute Idee. Den Wohlstand, den wir heute haben, wurde in den 50er und 60er Jahren auch nicht durch Konsum erreicht, sondern durch Sparen. Viele haben damals den 2.WK erlebt, den Hunger nach dem Krieg etc. Diese Mentalität ging weitesgehend verloren und ide Menschen damals haben in Land, Immobilien etc. angelegt. Natürlich hat sich die Welt verändert und heute wird mehr in Gold oder Aktien angelegt, aber das Entscheidende ist der Wille auf heutigen Konsum zu verzichten und zu sparen...
Es geht hier eigentlich nicht in erster Linie um Gold, sondern um Inflation. Zu sinkenden/steigenden Goldpreisen wurde auch nie (zumindest so weit ich mich erinnere) eine Aussage gemacht... Die Lüge besteht darin, dass Gold einen Inflationsschutz beinhalten würde. Ja, das ist eine Lüge, weil Gold dieses nicht hat. Jedes Gold muss irgendwann wieder in eine (neue oder alte) Währung getauscht werden und dann trifft die Inflation auch Gold. Den einzigen "Inflationsschutz", den Gold besitzt, sind steigende Goldpreise, die mindestens identisch zur Inflation steigen. Diese Eigenschaft hat aber jedes materielle Gut... Einen wirklichen Inflationschutz haben z.B. gute Dividendenaktien, weil die Dividende, unabhängig vom Kursverlauf, einen jährlichen Gewinn d.h. Ausgleich zur Inflation schaffen. Ebenso eine vermietete Immoblie, die unabhängig von Wertanderungen, einen jährlichen Ertrag erwirtschaftet... Darin besteht die Lüge zu Gold: Gold hat keinen Inflationsschutz, sondern es gibt nur steigende Goldpreise, wie bei allen anderen Sachgütern auch...
Dazu werden ja sehr merkwürdige Aussagen getätigt. Faktum bleibt: Ohne Wachstum kann es keine Inflation geben. Man hat dies ja sehr genau nach Lehman gesehen. Steigende Geldmengen sollen Nachfrage und somit Wachstum stimulieren, erzeugen aber selbst keine Inflation. Nur die Nachfrage (die durch geldmengen beeinflusst wird) schafft Inflation. Ja, dann kommen bestimmte Experten mit Griechenland: Rezession mit Inflation. Ja, das ist richtig, allerdings kann dies dann doch nur einen Laien verwundern. Die Weltwirtschaft wächst und somit verkanppen sich weltweit gehandelte Güter, insbesondere Rohstoffe. Die ist von Griechenland nicht zu beeinflussen. Der entscheidende Unterschied zwischen Griechenland und Deutschland ist die Handelsbilanz: Länder mit stark positiven Handelsbilanzen profitieren von einem Weltwirtschaftswachstum und somit wird Inflation auch immer auch eine wachsende Wirtschaft treffen. Länder mit neg. Handelsbilanzen importieren in einem Weltwirtschaftswachtum Inflation (wie Deutschland auch), aber profitieren nicht (weniger) von diesem Weltwirtschaftswachstum. Deshlab aktuell in Giechenland Rezession und Inflation. Bitte, das sind nun wirklich elementare wirtschaftliche Zusammenhänge... und sollte eigentlich niemanden verwundern...
Der "Inflationsexperte" des großen Threads entlarvt diese Aussage ja als falsch mit dem Beispiel Griechenland. Leider entlarvt er sich hierbei nur selbst, wie so oft... Nun, das Beispiel Griechenland: Rezession und Inflation, also ist die Aussage falsch? Wohl kaum... Konkret die Wirtschaft betreffend gibt es 2 Arten von Inflation: Importierte Inflation und "interne" Inflation im Land selbst. Importierte Inflation: Entsteht nur durch Wachstum der Weltwirtschaft d.h. global gehandelte Güter z.B. Öl verknappen sich relativ im Wachstum der Weltwirtschaft, verteuern sich und erzeugen somit Inflation. Für den "Spezialisten": Ohne (Weltwirtschafts-) Wachstum keine importierte Inflation. "Interne" Inflation: Durch BIP Wachstum in einem Land verkanppen sich relativ die Güter/Produktionsfaktoren, die im Land gehandelt werden, verteuern sich und erzeugen Inflation. Für den "Spezialisten": Ohne BIP Wachstum keine Inflation im Land. Deshalb gilt für eine funktionierende Wirtschaft immer: Ohne Wachstum keine Inflation...
Gut analysiert, leider haben wir momentan grössent. importierte Inflation und da sind bekanntlich (sollte eigentlich jeder wissen, deshalb ist u. a. ein Sturdium von Bedeutung) die Mittel zur Bekämpfung ziemlich begrenzt.
Da hast Du vollkommen recht, ein Schutz wäre nur möglich, wenn ein vollkommen autark und in einem abgeschlossenen System leben würde. Ansonsten kann man etwas vorbeugen z.B. indem man seine Währung versucht möglichst stark zu halten im Vergleich zur Währung der gehandelten Weltmarktgüter. Natürlich wegen der neg. Rückkopplungen auf den Export ist dies nur begrenzt möglich... Letztlich ist es wie bei einer Grippe: Ein Schutz ist nur möglich, wenn man sich in seinem Haus einschließt und keinen rein oder raus läßt. Sonst kann man etwas vorbeugen mit viel Händewaschen und Vitamin C, aber es kann einen halt trotzdem "erwischen"... Bei Ländern mit stark positiven Handelsbilanzen ist es eher unangenehm als schlimm, da diese ja auch wieder vom Weltwirtschaftswachstum mit wachsendem BIP profitieren...
Obwohl hier viel über Inflation gesprochen wird rechne ich damit, dass uns sehr bald die Deflation ins Haus steht. Rohstoffe und Lebensmittel können sich dabei aufgrund ihrer endlichen Natur durchaus inflationär verhalten - Immobilienwerte ebenfalls. Diese Assets machen aber nur einen Teil der gesamten Wirtschaft aus. Das Kreditwachstum in der Bevölkerung wird sehr rasch zurückgehen. Dafür sorgen u.a. auch die inflationären lebensnotwendigen Güter. Hinzu kommt dass ein großer Teil der Bevölkerung schon jetzt überschuldet ist. Der Konsum von Leistungen und "Luxusgütern" (PCs, Autos, etc.); private Investitionen werden zurückgefahren. Die Wirtschaft wird in einen Preiskampf getrieben und die Deflationsspirale beginnt zu laufen.
Meine Prognose: Ab Mitte des Jahres geht es los. Spüren werden wir das sehr bald.
Ob Gold hier eine sichere Anlage ist, ist zweifelhaft. Für Aktien gilt aber selbiges.
Andererseits wissen wir nicht WELCHES System nach dem Niedergang unseres Wirtschafts- und möglicherweise des Gesellschaftssystems folgen wird. Aus diesem Blickwinkel macht es durchaus Sinn in Edelmetallen investiert zu sein.
Glaube ich eigentlich momentan nicht... das Wachstum kommt aus den Schwellenländern und die Rohstoffe werden relativ teuer bleiben. Deutschland wird aufgrund der Handelsbilanz von diesem Wachstum profitieren und somit auch BIP Wachstum haben. Zumindest auf absehbare Zeit..
Welches Wirtschaftssystem folgen wird: Das kann ich dir jetzt schon sagen, es wird eine Marktwirtschaft sein. Die Geschichte zeigt, dass dieses Wirtschaftssystem überlegen ist. Die Frage ist nur auf welchen Werten, auf welchen Rahmenbedingungen etc. es basieren wird. Aktuell ist auch keine Wirtschaftssystemkrise vorhanden, sondern eine Währungskrise, die Staatsverschuldungen ausgelöst wird. Dieses ist aber unabhängig vom Wirtschaftssystem...
Seit Oktober 2008 war der Preis der an der NYSE gehandelten Aktien dieses Unternehmens um rund 360 % gestiegen. Dies erscheint "bombig", doch aktuell fällt der Kurs deutlich. Der MACD 36,78,18 zeigt eine massive Divergenz zur Kurskurve.
«Auf lange Sicht sind wir strategisch in Gold untergewichtet»: Tiberius-CEO Christoph Eibl. Bild: Bloomberg
29.09.2011 12:42
Der Gold-Hype ist für Christoph Eibl ein Zeichen dafür, dass wir eher am Ende als am Anfang eines Zyklus' stehen. Der CEO von Tiberius sagt im cash-Interview, wann man Agrarrohstoffe, Öl und Industriemetalle kaufen soll.
Ich bin zuversichtlich, dass es Anhänger mit dogmatischem Glauben gibt, die sich von Gold nicht abbringen lassen. Da wird der Markt die Korrektur herbeiführen müssen. Das war schon 2001 so, als argumentiert wurde, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 200 bis 300 liegen könne. Da war es ebenfalls der Markt, der die Anleger eines Besseren belehrt hatte. Genauso wird es auch bei Gold kommen.
Am Besten immer erst mal nachschauen, wer denn was für Aussagen trifft.
Eibl ist Chef der Tiberius Gruppe mit Sitz in der Schweiz. Die investieren in Rohstoff-Fonds und nicht direkt in Rohstoffe. Wobei dem Gold ja gerade von solchen Leuten aufgrund seiner angeblichen Wertlosigkeit als Industrie-Basismaterial der Rohstoffcharakter oft abgesprochen wird.
Das ein Verkäufer von Fondspapieren kein Interesse an einem hohen Goldpreis und kein Interesse am Investment seiner Kunden in physisches Gold haben kann, ist vollkommen klar. Da sind ja für ihn keinerlei Ausgabeaufschläge und sonstige Prämien dran zu verdienen, zumal diese Anleger ihre Geldanlage auch nicht regelmäßig aufgrund seiner "Beratung" in andere Fonds umschichten. Der typische Finanzberater-Tagedieb also.