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Analysen - Energie
13.02.2018
Energie: US-Energiebehörde erhöht Schätzung für US-Schieferölproduktion deutlich
Commerzbank

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise erholen sich nicht von ihren jüngsten Rückgängen, so die Analysten der Commerzbank.

Brent handele bei knapp 63 USD je Barrel, WTI bei 59,5 USD je Barrel. Die Preisschwäche habe gute Gründe. Denn die US-Schieferölproduktion steige weiter rasant. Laut gestern veröffentlichter Schätzung der US-Energiebehörde sollten im März 6,76 Mio. Barrel pro Tag gefördert werden. Das seien 110,5 Tsd. Barrel pro Tag mehr als im Februar und 1,3 Mio. Barrel pro Tag mehr als im März 2017. Die Produktion in den vorherigen fünf Monaten sei von der EIA außerdem im Durchschnitt um mehr als 100 Tsd. Barrel pro Tag nach oben revidiert worden. Die gestrige Aussage des amtierenden OPEC-Präsidenten und Energieministers der Vereinigten Arabischen Emirate, al-Mazrouei, dass durch Schieferöl in diesem Jahr keine größere Verzerrung am Ölmarkt entstehen werde, sei daher zumindest gewagt.

Die OPEC erwarte in ihrem ebenfalls gestern veröffentlichten Monatsbericht weiterhin, dass die globale Ölnachfrage dieses Jahr stärker steigen werde als das Nicht-OPEC-Angebot. Letzteres sei von der OPEC zwar nach oben revidiert worden. Der erwartete Anstieg um 1,4 Mio. Barrel pro Tag liege aber weiterhin deutlich unter den entsprechenden Schätzungen der EIA und der Internationalen Energieagentur. Entsprechend sei der von der OPEC für 2018 unterstellte Bedarf an OPEC-Öl von 32,86 Mio. Barrel pro Tag wohl deutlich zu hoch. Dieser dürfte eher bei gut 32 Mio. Barrel pro Tag liegen und damit sogar leicht unter der aktuellen OPEC-Produktion. Letztere werde derzeit durch hohe außerplanmäßige Ausfälle in Venezuela gedrückt. Ohne diese Ausfälle wäre der Markt bereits jetzt erheblich überversorgt. (13.02.2018/ac/a/m)


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