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Analysen - Fonds
22.01.2020
DNCA Invest - Eurose-Fonds: 12/2019-Bericht, Performance von +7,85% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse
DNCA Investments

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Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest - Eurose (ISIN LU0284394235/ WKN A0MMD3) ist bestrebt, den zusammengesetzten Index aus 80% FTSE MTS Global + 20% EURO STOXX 50 Net Return, berechnet mit reinvestierten Dividenden, über den empfohlenen Anlagezeitraum zu übertreffen, so die Experten von DNCA Investments.

Der Monat Dezember habe einen besonders erfreulichen Abschluss des Jahres gebildet. Der EURO STOXX 50 NR habe im Berichtsmonat weitere 1,2% zugelegt und so seine Gesamtperformance für 2019 auf +28,2% gesteigert. Der Markt für Unternehmensanleihen stehe dieser Entwicklung in nichts nach. Das Investment-Grade-Segment habe um +6,2% und das High-Yield-Segment um +11,3% zugelegt. Das letzte Quartal bestätige damit die Entwicklung eines Börsenjahres, das vor dem Hintergrund nachlassender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten in der Welt und akkommodierenden Geldpolitiken der Zentralbanken, völlig umgekehrt zu der in 2018 verzeichneten Entwicklung verlaufen sei. Die in den letzten Monaten verzeichnete Entwicklung der Zinssätze scheine die Bestätigung für das Ende des allgemeinen Zinsrückgangs zu bieten. So habe die 10-jährige Bundesanleihe das Jahr bei -0,19% geschlossen, d.h. knapp über ihrer durchschnittlichen Rendite des Gesamtjahres.

Eurose sei das ganze Jahr über gut gegenüber Aktien engagiert gewesen. Der Fonds habe dieses Umfeld optimal genutzt und insgesamt eine Performance von +7,85% erzielt. Etwa 70% dieser Performance sei dabei den Aktien zu verdanken.

In Bezug auf das Anleihesegment des Portfolios ist festzuhalten, dass wir unsere Linie der mit einem Call in 2022 ausgestatteten Hybrid-Anleihe Telefónica ausgebaut haben (die Rendite zum Call-Termin beträgt 1,1%), so die Experten von DNCA Investments. Das Unternehmen habe angegeben, dass es beim Management seines Geschäftsportfolios nunmehr einen deutlich stärker proaktiv geprägten Ansatz verfolge und gleichzeitig seine Bemühungen um eine Reduzierung der Verschuldung verstärke. Darüber hinaus sei nicht auszuschließen, dass es zu einer vorzeitigen Refinanzierung dieser Anleihe und einem Rücknahmeangebot über den Markt komme.

Die Experten von DNCA Investments hätten ebenfalls die spanische Bank Liberbank ins Portfolio aufgenommen: Anleihe Tier 2 2027 (Call in 2022), mit einer Rendite von 2% zum Call-Termin. In den letzten Wochen seien immer wieder Gerüchte über eine Verschmelzung mit dem Konkurrenten der Bank kursiert: Unicaja, die von den Ratingagenturen ein besseres Rating erhalten habe.

In Bezug auf das Aktiensegment sei zu vermerken, dass die Experten Klépierre und Vivendi aus dem Portfolio herausgenommen hätten, da aus ihrer Sicht die erreichten Bewertungsniveaus im derzeitigen Umfeld keine Performancesteigerung mehr erwarten lassen würden. Die Experten hätten sich auch von Altran getrennt, da die potenzielle Anhebung des Übernahmeangebots seitens Capgemini nunmehr zu spekulative Züge angenommen habe. Die Experten hätten die Linie in STMicroelectronics im Nachgang zu dem im Berichtsjahr verzeichneten kräftigen Kurssprung (+94%) reduziert und im Gegenzug Saint-Gobain ausgebaut.

Nachdem es im Handelskonflikt zwischen Washington und Peking zu einer relativen Entspannung gekommen sei und der Ausgang des Brexits wahrscheinlich weniger heftig enden werde, als erwartet, sowie schließlich angesichts der sich aufhellenden Indikatoren hätten die Rezessionsängste abgenommen. Und auch wenn die Erwartungen für das Gewinnwachstum der Unternehmen in der Eurozone für dieses Jahr (+9%) - wie fast jedes Jahr - durchaus nach unten revidiert werden könnten, würden die Bewertungen der Unternehmen im Value-Segment der börsennotierten Werte insbesondere relativ betrachtet nach wie vor attraktiv bleiben: Der EURO STOXX Value weise einen KGV zwölf Monate von 11x (12x für das Portfolio des Eurose) auf, während der EURO STOXX Growth ein KGV von 22x aufweise.

Die Bestätigung eines schrittweisen Anstiegs der Zinsen und einer Rückkehr der Kapitalflüsse der Anleger, die den europäischen Aktien im Jahr 2019 den Rücken zugekehrt hätten, werde zweifellos einen Katalysator für die Normalisierung dieser Bewertungen bilden. Der Eurose schreibe in diesem Sinne seine Allokation nahe der maximal zulässigen Aktienquote und eine geringe Zinssensitivität fort. (Stand vom 31.12.2019) (22.01.2020/fc/a/f)



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