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Rohstoff-ETCs: "Wind steht gut für Gold"


10.06.2021 - 15:47:57 Uhr
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Öl, Kupfer, Zink - Rohstoffe werden teurer und teurer, so die Deutsche Börse AG.

Ein Barrel Brent-Öl koste am Mittwochabend 72,51 US-Dollar, das sei so viel wie zuletzt vor zwei Jahren. Der WTI-Preis sei sogar auf den höchsten Stand seit Herbst 2018 geklettert. "Auftrieb gaben eine kurshaltende OPEC+ und Hoffnungen auf eine kräftige Nachfrageerholung", stelle Barbara Lambrecht von der Commerzbank fest.

Laut Dora Borbély von der DekaBank würden der globalen Ölnachfrage nur noch etwa 5 Millionen Barrel bis zum Vor-Corona-Niveau fehlen. Und das Angebot werde durch die Mitglieder der OPEC+ so knapp gehalten, dass die OECD-Öllagerbestände unter ihren Fünfjahresdurchschnitt gefallen seien. Nach Einschätzung der Rohstoffanalystin werde die OPEC grundsätzlich an ihrer Strategie festhalten. Daher seien die Ölpreise bei über 60 US-Dollar gut verankert. "Das Preisrisiko ist auf der oberen Seite stärker ausgeprägt als auf der unteren."

Hohe Umsätze an der Börse Frankfurt hätten in den vergangenen vier Wochen der WisdomTree Brent Crude Oil (ISIN DE000A1N49P6/ WKN A1N49P) und der WisdomTree WTI Crude Oil (ISIN DE000A0KRJX4/ WKN A0KRJX) aufgewiesen.

Im Handel mit Rohstoff-ETCs drehe sich an der Börse Frankfurt derzeit aber fast alles um Gold: Mit wachsenden Inflationssorgen sei der Goldpreis nämlich wieder gestiegen. Ende Mai habe die Feinunze sogar wieder über 1.900 US-Dollar gekostet. Aktuell seien es mit 1.894 US-Dollar etwas weniger. Der Rekordstand von 2.069 US-Dollar vom vergangenen August sei nicht mehr weit.


"Der Wind steht gut für die Goldnotierung", erkläre Dora Borbély mit Blick auf die Inflation. Obwohl Analysten immer wieder betont hätten, dass vorübergehende Sondereffekte die Teuerungsraten nach oben getrieben hätten, seien die Inflationserwartungen an den Märkten weiter angestiegen. Zusammen mit anhaltend niedrigen Zinsen stütze das den Goldpreis. "Es ist nicht zu erwarten, dass der Wind in absehbarer Zeit dreht." Auf Sicht von sechs Monaten prognostiziere die Bank 1.930 US-Dollar.

Anleger würden das genauso sehen: Der Bestand von Xetra-Gold bewege sich mit aktuell 232 Tonnen auf Rekordhoch. In diesem Jahr sei er damit um weitere 15,1 Tonnen gestiegen.

Xetra-Gold sei auch Umsatzrenner an der Börse Frankfurt. Rege gehandelt worden seien in den vergangenen vier Wochen aber auch der Invesco Physical Gold (ISIN IE00B579F325/ WKN A1AA5X), der Xtrackers Physical Gold mit Währungssicherung (ISIN DE000A1EK0G3/ WKN A1EK0G), der WisdomTree Gold (ISIN DE000A0KRJZ9/ WKN A0KRJZ) und der WisdomTree Physical Gold Individual Securities (ISIN DE000A0N62G0/ WKN A0N62G).

Auch der Silberpreis sei in den vergangenen Monaten wieder gestiegen: Die Feinunze gehe jetzt zu 27,80 US-Dollar über den Tisch. Ende März seien es weniger als 24 US-Dollar gewesen. Hohe Umsätze an der Börse Frankfurt würden der WisdomTree Physical Silver Individual Securities (ISIN DE000A0N62F2/ WKN A0N62F) und der Xtrackers Physical Silver (ISIN DE000A1E0HS6/ WKN A1E0HS) aufweisen.

Der rasante Kupferpreisanstieg sei zuletzt etwas ins Stocken geraten. Die Tonne koste aktuell 9.931 US-Dollar, nachdem der Preis im Mai auf ein neues Allzeithoch von 10.738,50 US-Dollar geklettert sei. Dennoch bleibe das Preisniveau extrem hoch: Anfang 2020 seien es nur rund 6.200 Dollar gewesen, Anfang 2021 7.800 US-Dollar.

Hohe Umsätze an der Börse Frankfurt hätten in den vergangenen vier Wochen vor allem der WisdomTree Copper (ISIN DE000A0KRJU0/ WKN A0KRJU) und der WisdomTree Industrial Metals (ISIN DE000A0KRKG7/ WKN A0KRKG) aufgewiesen. (10.06.2021/fc/a/e)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:







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